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Jugendliche gestalten in der Jugendzukunftswerkstatt

Ribéry verlängert Vertrag – Nolte zieht um

"Duderstadt wird zur Stadt des Jahres gekürt“. Das soll auf der Titelseite des Eichsfelder Tageblatts im Jahr 2020 stehen, finden Mareike und Lydia. Mit rund 50 Jugendlichen im Alter von 14 bis 19 Jahren nehmen sie an der „Jugendzukunftswerkstatt“ teil.

Teamwork für den Masterplan 2020: Projekt-Teilnehmer schreiben und diskutieren über die Bildauswahl.

© Blank
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Sie fand am vergangenen Freitag in den Konferenzräumen der Firma Otto Bock statt und war Teil der Vorbereitung des Masterplans Duderstadt 2020.
Initiiert wurde die Veranstaltung vom Team der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Kooperation mit dem Jugendnetzwerk und der Stadt Duderstadt. „Bei der Auswahl der Jugendlichen haben wir darauf geachtet, dass alle Schulzweige, alle Altersstufen und beide Geschlechter ausgewogen vertreten sind“, erklärte HAWK-Studentin Rowena Dalkner.

Zu Beginn der Konferenz können die Jugendlichen kritisieren. Sie gestalten zwei Stellwände, auf denen zu lesen ist, was im eigenen Leben fehlt und was in Duderstadt vermisst wird. Schwerpunkte sind sowohl Zukunftsperspektiven als auch Sport- und Freizeitangebote. In der darauf folgenden Utopie-Phase bilden die Jugendlichen Arbeitsgruppen zu den Themen „Stadtplan“ (Wie soll Duderstadt in 10 Jahren aussehen?), „Thronrede“ (Wenn ich König bin, sieht Duderstadt so aus) und „Zeitung“ (Ich bin im Jahr 2020 Verleger des Eichsfelder Tageblatts).

Zur Zeitungsgestaltung werden Layout-Vordrucke vom Tageblatt zur Verfügung gestellt.Nachdem man die Personalfragen für die einzelnen Ressorts und für die Elektronische Bildverarbeitung (EBV) geklärt hat, startet in der Zukunfts-Redaktion die Arbeit. Die Redakteure diskutieren, entscheiden sich für die Anordnung der Artikel und geben die Themen an Yasmin und Asma weiter, die in der EBV nach geeigneten Bildern suchen. Zwei Stunden sind eine knapp bemessene Zeitvorgabe für eine Zeitung, doch die Seiten füllen sich.

Auf Timos Sportseite ist zu lesen, dass Ribéry auch im Jahr 2020 noch einmal seinen Vertrag verlängert, Marie-Helene und Judith lassen Kurt Cobain auferstehen und in Duderstadt live spielen, und Angela Merkel die Duderstädter Woche eröffnen – zu lesen im Magazin.

Im Lokalteil geben Fotos vom Pool unter Palmen eine Ahnung vom Schulhof der Zukunft, eine Spiellandschaft für Hunde vermindert das Problem mit den Haufen auf Gehwegen, und im gerade eröffneten Freizeithaus können Jugendliche sich treffen und auch übernachten. So wünschen sich Sissy, Madeline und Jana das Jahr 2020.

Jan schreibt im Politik- und Wirtschaftsressort, dass Bürgermeister Wolfgang Nolte kurz vor seinem Ruhestand nach Westerode zieht – und deswegen endlich die Umgehungsstraße gebaut wird. Ressort-Kollege Julius hat Stress, die Zeit läuft davon. „Ich muss schnell noch die Überschrift für den Aufsetzer machen“, ruft er. Der Fachjargon ist bereits Umgangston.

Auch in den anderen Gruppen ist man im Endspurt. Die „Stadtplaner“ kleben noch die Partyzone auf die Talwiese, dann präsentieren sie die Stadt der Zukunft mit Shopping-Center, Universität, Stadtpark, Konzerthalle und Sportzentrum. Die „Könige“ konzentrieren sich in ihren Thronreden auf ein freundliches Miteinander – was mit Gold belohnt werden soll – aber auch Einkaufsmöglichkeiten, Berufsperspektiven und Freizeitaktivitäten sollen dem Volk geboten werden.

„Hier sehen wir, welch großes Potenzial in den Jugendlichen steckt“, sagt HAWK-Professorin Alexandra Engel. Die Zukunftswerkstatt zeige, dass die Jugendlichen kritisch, aber auch und ideenreich seien und Bereitschaft zeigten, selbst etwas zu verändern. Das könnte sich im Tageblatt des Jahres 2020 so lesen: „Seit 2010 wurde an Freizeitaktivitäten und beruflichen Perspektiven für junge Duderstädter gearbeitet. Auslöser für die Veränderungen war die Jugendwerkstatt, welche in diesem Jahr schon zum 10. Mal stattfindet“.


  • Jugendzukunftswerkstatt Duderstadt2020 – 25.06.10
    Die Aktivitäten von Duderstadt 2020 für Jugendliche gehen weiter: Ausgehend von den Ergebnissen der Werkstatt, die ernsthafte Anliegen der Jugendlichen zum Ausdruck gebracht haben, bilden sich nun Arbeitsgruppen, um die Ziele der Jugendlichen weiter verfolgen zu können.
    Wer mitmachen will, ist gerne eingeladen! Ihr braucht nur eine email mit Euren Kontaktdaten an alexandra.engel@hawk-hhg.de zu schicken, dann bekommt Ihr alle Einladungen zugemailt.
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  • möp Ingolf – 17.06.10
    Ich habe an der Zukunftswerkstatt teilgenommen und muss sagen.. ich bin wirklich enttäuscht!

    Ich dachte man kann dort Probleme anbringen, welche die Jugend in Dud. belastet und zu deren Verbesserung beitragen.
    Stattdessen sitzen wir auf dem Boden und malen, kleben und basteln wie kleine Kinder an einem irrealen Stadtplan.
    Das es hier aber nicht mal mehr eine Bar/Club gibt, wie Ambiente/MaxxM geriet fast zur Nebensache.. Daran könne man nicht viel machen, das ist ja schließlich Schuld der Privatpersonen/Betreiber...
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  • Nolte zieht um ich – 17.06.10
    Es ist interessant zu lesen, dass sogar Kinder (tschuldigung, waren ja schon zwischen 14 und 19 Jahre) Jugendliche genau wissen wie der Hase läuft....
    Abschnitt: Bürgermeister Nolte zieht nach Westerode und deshalb wird die endlich die Umgehungsstraße gebaut.
    Das regt doch zum Nachdenken an...
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  • Dieser Artikel icke – 16.06.10
    Was für ein Schwachsinn..... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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