Befestigt Beine am Bauch ihres Pferdes: Antonia Wollersen (r.) von der Heinz-Sielmann-Realschule.
Duderstadt. Zuerst werden Bauch und Rücken geformt, dann die Beine befestigt, später sind der Kopf und der Schwanz an der Reihe. „Das ist gar nicht einfach“, sagt Antonia Wollersen, die wie die meisten ihrer Klassenkameraden aus der 7 a der Heinz-Sielmann-Realschule das erste Mal mit Ton arbeitet. „Wir müssen alles ganz glatt streichen. Es dürfen keine Risse da sein, sonst klappt das Brennen nachher nicht“, sagt Antonia eher wie ein Profi als ein Anfänger.
Hilfe erhalten die Schüler dabei von Mitgliedern des Kunstvereins, der in den kommenden Wochen mit Kindern und Jugendlichen aus mindestens sechs Duderstädter Schulen zusammenarbeitet. „Es haben sich fast alle, die wir angeschrieben haben, zurückgemeldet“, zeigt sich Sabine Tippach nicht nur von der Resonanz begeistert. Auch die Kreativität der jungen Künstler versetzt sie ins Staunen. „Man glaubt gar nicht, was sie alles zaubern können“, so Tippach.
Sind die Pferde fertig geformt, dürfen die Kinder diese noch mit Mähne, Augen oder Flecken verschönern – wahlweise in Schwarz oder Weiß. Zudem bekommt jedes Tonpferd sein eigenes Brandzeichen zur Wiedererkennung. Der braune, noch feuchte Ton, der von den Jacobi Tonwerken in Bilshausen gespendet wurde, muss danach trocknen und wird beim abschließenden Brennen terrakottafarben. „Jedes Kind arbeitet mit einem Kilo Ton. Insgesamt haben wir 400 Kilo zur Verfügung“, freut sich Tippach.
Bevor die Kunstwerke beim Tag der Niedersachsen präsentiert werden, sind sie erst einmal während einer Sonderausstellung beim 2. Frühlingsboten-Markt am 10./11. März in der St. Ursula-Schule zu sehen.
kku