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Masterplan Duderstadt

„So ein Projekt braucht Emotionen“


Der Masterplan Duderstadt 2020 gewinnt Gestalt. Das Projekt, an dessen Ende eine Blaupause für die Entwicklung der Stadt stehen soll, ist nun verknüpft mit Namen und Daten. Am 1. Oktober beginnt das Wissenschaftler-Team mit der Arbeit an dem von Otto-Bock-Chef Hans Georg Näder initiierten Projekt.

Masterplan: Engel, Kaschlik, Hasse, Harteisen, Näder, Nolte (vorne v. l.) mit Koch, Basdorf, Feike, Wittner, Willuhn, Tränkner, Artmann, Schmalstieg, Werner und Straub (hinten v. l.).

© AT

Am Mittwoch, 26. August, hat sich die Gruppe von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Duderstadt vorgestellt. Der Göttinger Professor Ulrich Harteisen, von Näder mit der Projektleitung beauftragt, präsentierte Vertretern aus Wirtschaft und Stadtverwaltung sein „Kompetenzteam“.

Zu dem gehört Sebastian Tränkner, verantwortlich für das Projektmanagement. Die Holzmindener Professorin Alexandra Engel kümmert sich um die sozialen Aspekte, unterstützt von ihrer Mitarbeiterin und Stadtplanerin Anke Kaschlik. Die Visualisierung, anschauliche Vermittlung der Arbeitsergebnisse, liegt in den Händen der Hildesheimer Professorin Dominika Hasse. Im Oktober wird zudem Hansjörg Drellewo, Göttinger Professor für Wirtschaftsförderung, hinzukommen.

„Geradezu erschlagen von der geballten Kompetenz“ zeigte sich Volksbank-Chef Holger Willuhn nach der Vorstellungsrunde. Er sei gespannt, „wie man die ganzen PS auf die Straße bringt“, formulierte der passionierte Motorradfahrer. „Wir brauchen pragmatische Lösungen“, gab Ortsbürgermeister Hubertus Werner (CDU) den Wissenschaftlern mit auf den Weg. „Wir müssen noch hunderte, vielleicht tausende Menschen für das Projekt begeistern“, forderte Volksbank-Mitarbeiter Thorsten Feike.

Ein Hinweis, den Harteisen aufnahm. „Der Funke muss überspringen“, formulierte er den Anspruch, die Duderstädter Bürger einzubeziehen. Dafür müsse der Masterplan im Wortsinne greifbar werden, machte Näder deutlich: „Papier haben wir genug: Man muss das anfassen, fühlen, erleben können. So ein Projekt braucht Emotionen.“

Dieser Aufgabe wolle sich das Team stellen, so Harteisen. Als nächste Schritte kündigte er eine Bestandsaufnahme in Duderstadt ab Oktober und für Ende November eine öffentliche Auftaktveranstaltung an. Auch eine Telefonnummer hat das Projekt nun. Gefragt, wohin die Duderstädter sich mit ihren Anregungen und Fragen wenden können, antwortete Harteisen: „Ab 1. Oktober an die Fakultät Ressourcenmanagement.“ Sie ist erreichbar unter 0551/50320.

Von Ulrich Lottmann

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