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Solargenossenschaft auf Wachstumskurs


Sonnenschein als kostenlose Energiequelle – in Duderstadt hat sich eine Genossenschaft der Nutzung verschrieben. Gegründet im Oktober 2010 wird sie in Kürze ein  Wirtschaftsergebnis vorlegen: Duderstadts Solargenossen können mit einer erfreulichen Dividende rechnen.

Jüngstes Projekt der Genossenschaft: In 2011 ist die Solaranlage auf der Grundschule in Nesselröden entstanden, in 2012 sind weitere Anlagen geplant.

© Blank

Duderstadt. Vorgenommen hatte man sich laut Genossenschafts-Vorstand Erich Heckerodt für 2011 eine Stromproduktion im Wert von 20 885 Euro. Tatsächlich erreicht wurden rund 24 000 Euro, rund 16 Prozent mehr als erwartet. So sind die Weichen gestellt für eine aktive Fortsetzung der Genossenschafts-Arbeit, die bereits Ende des Jahres 2010 mit der Installation von vier Solaranlagen gestartet war.

Diese ersten Anlagen wurden auf dem Schuldach in Gerblingerode, auf den Feuerwehrgerätehäusern Fuhrbach und Duderstadt sowie auf der Eichsfeldhalle installiert. 2011 ist eine Anlage auf dem Schuldach in Nesselröden dazu gekommen (Leistung maximal 28 Kilowatt). Für 2012 kündigt Heckerodt die Installation einer weiteren Anlage mit einer Leistung von 50 Kilowatt an. Den Standort will er aus verhandlungstechnischen Gründen jetzt noch nicht nennen.

Auf Wachstum setzt die Genossenschaft auch bei der Mitgliederzahl. Gestartet war sie mit 105 Mitgliedern – Duderstädter und weitere Privatpersonen aus dem Untereichsfeld, Unternehmen aus der Region und die Stadt Duderstadt. Derzeit sind es bereits 125 Mitglieder, die 2400 Anteile im Wert von je 100 Euro halten.

Die Zukunft von Solaranlagen und die Gewinnung von Strom aus Sonnenenergie sieht Heckerodt mit Zuversicht. Zwar würden die Förderbeträge für Solarstrom geringer, aber auch die Preise für Solarmodule seien im Sinkflug begriffen. Diese Tendenzen würden sich einigermaßen ausgleichen, mit Sonnenenergie sei weiter Gewinn zu erzielen. Diese Überzeugung vertritt Heckerodt nachdrücklich und ist entsprechend weiter auf der Suche nach Dachflächen außerhalb des Duderstädter Walls als Standorte für Solaranlagen.

Aufbau und Entwicklung der Duderstädter Solargenossenschaft sind Teil der Bemühungen, Duderstadt auf lange Sicht unabhängig von Energielieferungen zu machen. Der Gedanke der energieautarken Stadt, unter anderem von Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) propagiert, wird auch auf anderen Feldern vorangetrieben. Eine Studie dazu wird derzeit durch den Nordhäuser Professor Viktor Wesselak erstellt. Auftraggeber für die Studie ist das örtliche Energieunternehmen EWB (Eichsfelder Wirtschaftsbetriebe). Die Ergebnisse werden demnächst vorgestellt.
Info zur Solargenossenschaft Duderstadt im Internet unter dud-solar.de. und unter Telefon 055 27 / 845 172 00.

Von Sebastian Rübbert

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