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Kindergarten Nesselröden

Statt Sanierung: Abriss und Neubau für 750 000 Euro


Das Thema Einrichtung von Kinderkrippen hat in Nesselröden überraschend an Rasanz gewonnen. Ursprünglich war geplant, im bestehenden Kindergarten eine solche Krippe anzusiedeln. Das Gebäude sollte dafür saniert werden. Nach einer Überprüfung des Gebäudes durch den Leiter des städtischen Fachbereiches Bauen, Manfred Bause, stellte sich jedoch heraus, dass dieser Altbau neben der alten Schule so marode ist, dass nur ein Neubau in Frage kommt.

Sollte saniert werden: Der bauliche Zustand des Nesselröder Kindergartens erfordert nun einen Neubau.

© OT

Dafür sprach sich auch bereits der städtische Bauausschuss aus. Zustimmen muss allerdings noch das bischöfliche Generalvikariat in Hildesheim – bei dem Kindergarten in Nesselröden handelt es sich um ein Gebäude in kirchlichem Besitz.

Entstehen soll nun ein neuer Flachbau und ein weiterer Anbau an einem noch nutzbaren Gebäude neben dem eigentlichen Kindergarten. In diesem neuen Ensemble kommen dann drei reguläre Kindergarten-Gruppen für über dreijährige Kinder und zusätzlich eine Krippengruppe unter, für die bereits zehn Anmeldungen vorliegen, wie Ortsbürgermeister Josef Nolte (CDU) im Gespräch mit dem Tageblatt erläuterte.

Die Gesamtkosten für die geplanten Baumaßnahmen in Nesselröden werden derzeit auf rund 750 000 Euro geschätzt. Sie sollen im Rahmen eines Finanzierungsplanes zusammengebracht werden. Daran würden das Land Niedersachsen, das Konjunkturprogramm des Bundes, der Landkreis Göttingen, die Stadt Duderstadt und die katholische Kirche beteiligt sein. Wie Ortsbürgermeister Nolte weiter betonte, muss eine endgültige Entscheidung über das weitere Vorgehen aber bald gefällt werden. Denn: bis Ende des Jahres muss das Projekt realisiert werden, ansonsten gehen die Fördermittel verloren.

Von Sebastian Rübbert

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  • KIndergarten Bürger2 – 24.05.10
    Da fragt man sich wirklich manchmal was in den Köppen der Poliker (oder Selbstdenkmalsetzer) so vor geht. Es ist zwar ein altes aber auch denkmalwürdiges Gebäude welches einer Renovierung bedarf, aber bestimmt keinen Abriss. Aber es muss ja auch noch im diesen Jahr fertig sein, sonst fallen die Zuschüsse weg. Ach so ist die Sparpolitik. Toll. Aber wenn wir schon so weit sind, wie lange läuft den schon die Planung? Und kein Bürger weiß bescheid oder wirdd informiert. Wie beim überflüssigen Kreisel an der K48. Lieber Bürgermeister Nolte, du hast schon viel für den Ort getan. Dafür danken wir dir und werden es nicht vergessen. Warum also willst du dir solche schwachsinnige und überflüssige Denkmäler setzen? Lass es!! wir wollen dich in GUTER Erinnerung behalten. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • neubau? edhardi – 21.05.10
    Da muss man aber wirklich auf das Ortsbild achten! Das Haus dort ist sehr prägend im Dorfmittelpunkt. Was ich nicht verstehe: Wem gehört das Haus denn, wenn es von der Stadt und der Kirche neu gebaut werden soll? Eigentum der Gemeinde oder der Kirche? Dann dürften eigentlich keine Mittel in einem Neubau fließen. Wer kann da Auskunft geben? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Abriss und Neubau des Nesselröder Kindergartens? Nchdenklicher Beobachter – 20.05.10
    Will man jetzt im Ernst dieses hübsche Fachwerkhaus in der Mitte des Ortes abreißen?
    In Seeburg hat man auch vor zwei Jahrzehnten einen nagelneuen Kindergarten gebaut (für viel Geld, Verschuldung des Ortes ins Unermessliche gesteigert); mittlerweile, wenn die Schule demnächst dicht ist, stehen hier in der Region riesige Immobilien leer, und die überdimensionierten Kindergärten ergeben angesichts des demographischen Wandels auch bald keinen Sinn mehr.
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  • Eines fehlt noch Bürger – 20.05.10
    @ Hoffmann

    Sicher ist es möglich hier auch noch einen irgendwie gearteten Zusammenhang zu linken Szene zu herbeizukonstruieren. Sonst würde die GT KOmmentarspalte ihrem Ruf nicht gerecht.
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  • Kindergarten Nesselröden Peter Schwarz – 20.05.10
    Interessant! Da soll also jetzt nach vorheriger, intensiver Planung des Umbaus ein Neubau aus dem Boden gestampft werden, der bis Jahresende fertig zu stellen ist. Ein Gebäude mit einem Flachdach soll es sein, gibt es dazu eine Untersuchung, wie ein solches Gebäude in die vorhandene Bebauung passt? Steht der vorhanden Kindergarten gar unter Denkmalschutz? Hier sollte mit erhöhter Sensibilität vorgegangen werden, schließlich ist dieses Stück der Georgstraße gemeinsam mit dem Pfarrhaus und der Kirche so eine Art Visitenkarte Nesselrödens. Mein Appell: Nicht in wilden Aktionismus verfallen! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Quatsch willi k. – 20.05.10
    Was soll der Quatsch denn? Hier geht es um einen Kindergartenneubau! Gelegenheit, weltfremdes Geschwafel ellenlang auszubreiten bietet sich woanders genug. Wenn Sie ihre Meinung zu diesem konkreten Artikel sagen wollen, bitte! Aber kein Welterläuterungsgeseiere. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • @hoffmann Nachdenker – 20.05.10
    Glauben Sie wirklich, die Probleme mit Jugendgewalt sind eine Folge von Krippenbetreuung? Die Krippen werden erst seit ca. 10 Jahren ausgebaut. Wer heute als 15...20 Jähriger gewalttätig wird kann (zumindest in den "alten Bundesländern") kaum in eine Krippenbetreuung gekommen sein.

    Wenn Sie die Rolle der Frau in aller erster Linie in der der Hausfrau und Mutter sehen, ist das Geschmacksache. Mein Ding ist eine solche einseitige Rollenverteilung nicht. Siehe auch den Bericht, das Beteiligung der Männer an Hausarbeit stabilisierend auf Ehen wirkt.

    Aber Sie sollten vor allem nicht vergessen, dass es die Angst in unsicheren Zeiten ist, die Menschen von der Familiengründung abhält. Diese Angst reduzieren SIe sicher nicht, wenn Sie gegen Betreuungsmöglichkeiten wettern. Nicht nur die DDR hatte Kinderkrippen. Viele moderne europäishce Staaten haben dies seit Jahrzehnten mit erfolg (Frankreich, Skandinavien), der Verweis auf Margot Honecker ist daher nicht wirklich sachlich.

    Niemand leugnet, dass ein weiterer Ausbau von Kinderbetreuung nur mit massiven Verbesserungen der Qualität der Ausbildung der Erzieherinnen und einer wachsenden Einbeziehung von Erziehern wirklich die gewünschten Ergebnisse bringen kann. Aber das ist eine ganz andere Frage....
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  • Krippen schaden - Geldverschwendung Hoffmann – 20.05.10
    Katastrophaler Geburteneinbruch: Krippen als Gegenmittel sind der größte Irrtum, Frau Kanzlerin!

    Eva Herman
    Bei zahlreichen Medien war es nur eine kurze Meldung: Die Geburtenrate in Deutschland ist im letzten Jahr erneut dramatisch eingebrochen! Frei nach dem Motto: Pech gehabt, so ist das nun einmal. Welches grandiose Drama mit dieser Meldung verbunden ist, wird kaum deutlich gemacht. Wieder einmal sind die Geburten gesunken, doch jetzt schlimmer denn je zuvor. Letztes Jahr kamen etwa 32.000 Kinder weniger zur Welt als 2008, da waren es noch 683.000. Seit Kriegsende wurden damit niemals weniger Kinder geboren als jetzt! Aber wen kümmert’s noch? Wir haben uns längst an das Desaster gewöhnt, oder? Die Meldung wird lapidar von den Medien veröffentlicht, doch damit hat es sich dann auch, die Ursachen werden weiter unter den Teppich gekehrt. Wann erwachen die Kollegen endlich? Wann wird recherchiert, woran es wirklich liegt? Wann macht Ihr den Politikern Druck, Leute? Wann beginnt man sich für die Wahrheit zu interessieren? Wenn alles zu spät ist? Das kann ja nicht mehr lange dauern! Jedes Jahr fällt Deutschland ein Stück tiefer in die Kinder- und Zukunftslosigkeit, wir sind kurz vor dem Aufprall!

    Dabei sind wirklich keine großen journalistischen Recherche-Verrenkungen erforderlich, um herauszufinden, woran alles hakt und hängt: Grund für die seit Jahren verheerende und immer weiter einbrechende Geburtenrate Europas ist, ob es den Politikern und Medien nun passen mag oder nicht, die Erwerbstätigkeit der Frau! Das soll zwar nicht etwa heißen, dass Frauen nicht arbeiten gehen sollen, doch ist inzwischen europaweit – dank Brüssel! – nur noch ein einziger Weg vorgezeichnet und eingeplant, den »Frau« zu gehen hat: den des Geldverdienens! Alles andere ist zweitrangig: Ehe, Kinder, Familienleben, gemeinsame Zeit und Liebe!

    Ist das vielleicht die vielbesungene »Emanzipation«? Heißt das jetzt alles »Gleichberechtigung«? Nennt man diesen wachsenden Dauerdruck etwa »Freiheit«? Das ist doch wohl nicht wirklich Ihr Ernst, Frau Bundeskanzlerin. Die über alles glorifizierte Erwerbstätigkeit der modernen Frau tötet in Wahrheit unsere Gesellschaft, das Miteinander, das Menschliche, sie tötet das Leben und die Liebe. Die über alles besungene und hochgepriesene Erwerbstätigkeit der Frau verhindert die Geburt unserer Kinder! Sie lässt das Land aussterben. Wenn keine Menschen mehr da sind, dann haben Sie am Ende auch nichts mehr zu regieren, liebe Politiker!


    Eine Frau darf sich aufgrund der hart erkämpften Emanzipation heute selbstverwirklichen? Sie darf arbeiten? Irrtum: Sie MUSS! arbeiten gehen. Tut sie es nicht, gibt es kein Geld! Und sie wird diskriminiert: als faul, bequem und altmodisch. Denn eine moderne Mutter gibt ihre Kinder schließlich in die Krippe (die übrigens keiner mehr bezahlen kann und will!). Hier alleine wird das Kind gefördert! Ach ja? Frühkindliche Bildung in der Krippe? Von welcher Bildung ist hier eigentlich die Rede? Von Herzensbildung? Wohl kaum! Es heißt immer wieder, die Krippe sei für die Bildung wichtig: Margot Honecker hat das schon gesagt, Frau Merkel sagt das, Frau von der Leyen schwört darauf, der Bundespräsident und die Bundesbildungsministerin auch, und die neue kinderlose Familienministerin Schröder kann es auch nicht oft genug wiederholen. Man möchte diese Leute am liebsten allesamt kräftig durchschütteln und sie für mindestens eine Woche lang einsperren – gemeinsam mit Bindungsforschern, mit Kinderpsychologen, Familientherapeuten und Lehrern. Und man sollte ihnen nicht eher die Türe wieder aufmachen, bis diese Politiker, die das Schicksal unseres Landes mit ihren familienzerstörenden Gesetzen entscheiden, die uns regieren, endlich kapiert haben, worauf es in dieser Welt wirklich in allererster Linie ankommt: Auf die Liebe! Und nicht auf eine vermeintliche Bildung, die ohnehin nicht in Krippen vermittelt wird, weil:

    1. deutsche Krippen keinen gesetzlich geregelten Betreuungsschlüssel haben – Bindungsexperten empfehlen, nicht mehr als drei Kinder unter drei Jahren von einer Erzieherin betreuen zu lassen. Hierzulande sind es nicht selten 15 bis 20 Kinder!

    2. derzeit knapp 100.000 Erzieherinnen in Deutschland fehlen;

    3. die Ausbildung der deutschen Erzieherinnen im internationalen Vergleich als mangelhaft gilt;

    4. weil kleine Kinder unter drei Jahren zu ihren Müttern gehören, von ihnen, ihren Mamis, mit der individuellen Liebe am allerbesten gefördert werden könnten, wenn man diese nur ließe.

    Warum wohl würden 95 Prozent aller Erzieherinnen ihre eigenen Kinder NIEMALS (!) in eine Krippe geben? Wieso gingen die Erzieherinnen letztes Jahr wochenlang zu Zehntausenden auf die Straße und demonstrierten? Weil sie nicht mehr können. Weil sie zu wenige sind für zu viele Kinder! Weil sie auch zu wenig Geld verdienen! Notsignale über Notsignale! Doch wer beachtet sie schon?

    Frühkindliche Bildung? Das ist ja wirklich zum Kaputtlachen! Wer sich dann noch klarmacht, dass die ersten drei Jahre die wichtigsten, die »prägenden« Jahre für das ganze Leben eines Menschen sind, weil er in dieser Zeit das Rüstzeug für sein gesamtes Leben erhält, der ahnt die ganze Dramatik! Frühkindliche Bildung? Förderung in der Krippe? Aufwachen, liebe Leute, der Kaiser ist nackt. Er hat gar keine Kleider an. Warum traut ihr es Euch nicht zu sagen?

    Es geht heute doch nur noch darum, alles irgendwie vereinbaren zu können. Die Frauen sollen Kinder, Ehemann, Haushalt und Beruf vereinbaren! Die Männer sollen jetzt auch den Haushalt, die Kinder, die Gattin und den Beruf vereinbaren lernen! Die Unternehmen sollen Teilzeit anbieten, ebenso eine vernünftige Kinderbetreuung und sollen ebenso Mütter mit kleinen Kindern unter einen Hut bringen. Die Kinder werden ohnehin nicht gefragt, die Kleinsten leiden stumm oder schreien sich die Seele aus dem Leib, die größeren scheren aus dem gesellschaftlichen Rahmen aus: Senkrecht ansteigende Gewaltbereitschaft und Brutalität, Komasaufen, Bildungs- und Interesselosigkeit am Leben und so vieles, vieles mehr. Jetzt fehlt auch noch das Geld für die hochtrabenden Alles-unter-einen-Hut-bringen-müssen-Pläne dieser globalisierten Gesellschaft.

    Das alles, liebe Politiker, funktioniert unterm Strich doch überhaupt nicht! Seid endlich ehrlich! Eine Gesellschaft, in der jeder alles irgendwie miteinander vereinbaren soll, in der alle täglich aufs Neue einen Spagat neben dem anderen bewerkstelligen müssen, die wird eines Tages »Nein!« sagen. Nein, es geht nicht, wir schaffen das nicht mehr! Wir können uns keine Kinder mehr leisten!

    Dabei sagen wir das doch schon längst. Hört endlich zu, Ihr da oben! Öffnet Augen und Ohren und seht und hört richtig hin! Das Land stirbt! Es müssen eben nicht noch mehr Krippenplätze her, sondern erforderlich ist eine völlig andere gesellschaftspolitische Denkrichtung! Längst ist es erwiesen, dass hauptsächlich in jenen Gesellschaften, in denen die Erwerbstätigkeit der Frau den ersten Platz einnimmt, der Wunsch nach Kindern und Familienleben stetig zurückfällt. Wer den Lohnzettel und die Anerkennung von Chef, Kollegen und der Gesellschaft einer Familie mit allen Höhen und Tiefen vorzieht, oder wer sich keine Kinder mehr leisten kann, weil er es finanziell nicht verkraftet, wird sich nun einmal dagegen entscheiden.

    Wir müssen umdenken. Müssen den Müttern Zeit geben für ihre kleinen Kinder. Wir dürfen sie nicht ausgrenzen, weil sie Kinder kriegen, sondern wir müssen sie beglückwünschen, ihnen dafür danken! Wir müssen ihnen helfen, sie unterstützen, ihnen den Rücken freihalten, wir müssen die Gesetze kinder- und familienfreundlicher gestalten! Die Mütter und Väter dieses Landes brauchen unseren ganzen Respekt und unsere Anerkennung, die menschliche wie die finanzielle.

    Konrad Adenauer sagte kurz nach dem Krieg: »Kinder kriegen die Leute sowieso.« Ein folgenschwerer Irrtum. Bei uns gehen inzwischen die Lampen aus, die Lebenskräfte versiegen! Ein vereintes Europa stirbt derzeit vereint aus! Und keiner scheint es zu bemerken. Man sollte den Gedanken des derzeitigen Generalsekretärs der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, aufgreifen, der angesichts dieses katastrophalen Geburteneinbruchs sagt: »Ich träume davon, dass die Bundeskanzlerin jetzt zu einem Krisengipfel ins Kanzleramt einlädt. Denn alle Karten müssen jetzt auf den Tisch. Der Offenbarungseid ist zu offensichtlich, dass die Familienpolitik seit Jahrzehnten das natürliche Ziel verfehlt: Mut zum Kind, Mut zur Familie!«
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