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Bedürfnisse der älteren Generation

Studentin: Thema „50 plus“ ist Jobperspektive


„Demografie ist spannend. In den Karrieren vieler junger Leute wird dieses Thema vermehrt vorkommen“, prophezeit Sarah Lorraine Wolff. Die 21-jährige Duderstädterin studiert International Business an der ESB Business School Reutlingen und ist stolz darauf, einen Studienplatz an der Fachhochschule bekommen zu haben, die mit ihren Wirtschaftsstudiengängen im Ranking seit Jahren Platz eins einnimmt.

In einem praxisorientierten Studienprojekt hat sich Sarah bewusst für das Thema „50 plus“ entschieden. Sie gibt dabei zu, dass es eher ungewöhnlich für junge Menschen ist, ausgerechnet die ältere Generation zu erforschen. Immerhin hätten bei dem Studienprojekt auch Themen wie interne Kommunikation bei einem Sportartikelhersteller oder Marktspionage zur Auswahl gestanden. „Bei dem Thema 50 plus hat mich gereizt, dass Ältere eine andere, immer größer werdende Zielgruppe im Marketing-Alltag sind“, nennt sie den Grund für ihre Wahl.

In ihrem Projekt musste zunächst der Kontakt zu älteren Menschen hergestellt werden. „Ich habe Leute angesprochen, die auf Parkbänken saßen und augenscheinlich etwas Zeit hatten“, erklärt Sarah ihren Weg. Aber sie weiß auch von den Schwierigkeiten einiger Kommilitonen. Ein Ghanaer aus ihrem Team habe nur über Dritte Kontakte knüpfen können. Sie hätten ältere Bekannte gefragt, ob sie zu einer Umfrage bereit wären.
Von den Teilnehmern wollten die Studenten wissen, wie sie sich selbst einschätzen oder zu welcher Altersgruppe sie sich zugehörig fühlen, aber auch, was ihnen im Leben an materiellen Dingen fehlt. „Die Gespräche waren für mich persönlich eine Bereicherung. Leute in meiner Generation haben Kontakt zu Älteren höchstens über die Großeltern. Ich habe festgestellt, dass die Generation 50 plus etwas zu erzählen hat. Das sind Zeitzeugen, deren Wissen und Erfahrungen nicht verloren gehen sollten“, sagt die Studentin.

Allerdings ging es nicht nur um persönliche Eindrücke, sondern auch um Fakten. „Ziel der Umfrage war es, für einen Möbelhersteller eine Handlungsempfehlung geben zu können. Der mittelständische Betrieb will sich auf die Zielgruppe 50 plus konzentrieren und entsprechende Produkte vermarkten“, erklärt Sarah.

Der Firmenkontakt sei über Gerd Nufer, Professor für Marktforschung und Sportmarketing, eingeleitet worden. „Wir haben festgestellt, dass sich die Generation 50 plus keineswegs alt fühlt. Deshalb wollen die Leute nichts haben, wo das Wort Senior draufsteht, damit identifiziert sich niemand“, so die Studentin. Ihr Resultat:

„Die ältere Zielgruppe wird immer spannender, auch für junge Marketing-Leute und für Unternehmen, die viele Erkenntnisse noch nicht umsetzen.“ Ihr Professor würde bestätigen, dass in diesem Umdenken im alternden Europa die Zukunft läge. Und davon würden schließlich sowohl die Jungen als auch die Alten profitieren, stellt die Duderstädterin fest.

Von Claudia Nachtwey

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  • 50 plus Karl Napp – 29.06.11
    "Bu"
    hat einfach nichts verstanden!
    Für Plattitüden und Binsenweisheiten braucht man keine Befragungen und auch kein Studium.Ich kenne so etwas Ähnliches im Bekanntenkreis. Nennt sich Unternehmensberater (Studium Wirtschaftsingenieur). Was der in Fachchinesisch absondert, weiß jeder Unternehmer selbst - ohne Fachchinesisch.
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  • "50+" Bu. – 29.06.11
    @ C.A. Fuchs. Verstehe ehrlich gesagt nicht ganz, was Sie an der Arbeit der Studentin stört. Im Gegensatz zu vielen anderen jüngeren Menschen interessiert Sarah L. Wolff sich für die Belange der älteren: "Ich habe festgestellt, dass die Generation 50 plus etwas zu erzählen hat. Das sind Zeitzeugen, deren Wissen und Erfahrungen nicht verloren gehen sollten, sagt die Studentin". Die Wünsche der potentiellen Kunden zu ergründen ist doch nicht verwerflich, auch nicht wenn diese auf einer Parkbank saßen. Das ist doch viel persönlicher, als eine anonyme Telefonbefragung durchzuführen. Und natürlich ist es die Aufgabe der Hochschule, den Studenten und Studentinnen die Grundlagen empirischer Arbeit zu vermitteln. Und wenn das wie in diesem Fall im Rahmen eines praxisorientierten Projektes abläuft, bei dem die Studentin scheinbar mit viel Engagement bei der Sache ist. Wo ist das Problem? Was für revolutinär neue Erkenntnisse hätten Sie denn erwartet? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • "50 plus" Clothilde Auguste Fuchs – 29.06.11
    Die Studentin Sarah Lorraine Wolff, 21 Jahre, findet Demografie "spannend" und sie weiß auch, dass dieses Thema "in den Karrieren vieler junger Leute vermehrt vorkommen wird."
    Um die Bedürfnisse der älteren Generation zu erforschen, hat sie im Rahmen ihres Projekts Leute auf Parkbänken angesprochen und entsprechende Fragen gestellt, um herauszufinden, welche Produkte ein Möbelhersteller am besten den über 50-Jährigen verkaufen kann.
    Merke: - nach Sarah Lorraine - Junge Leute machen Karriere und über 50-Jährige sitzen auf Parkbänken!? - Ist das jetzt eine Neuauflage von "Jugendwahn"?
    Nach S.L. will die ältere "spannende Zielgruppe", die sich keineswegs alt fühle, nichts haben, wo das Wort Senior draufsteht. Welche großartigen Erkenntnisse! Seit wann ist das Wort Senior eigentlich so negativ besetzt? Zu meiner Zeit (bin auch schon über 50) war der/die Senior/in eine Respektperson, die Lebensleistung und Lebenserfahrung vorweisen konnte und auch heute noch kann!!
    Ich frage mich, wieso man für Vermarktungserkenntnisse, die jeder Unternehmer und Verkäufer gewinnen kann, ein Studium an der ESB Business School Reutlingen oder einer anderen Fachhochschule absolvieren muss!
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