Von Ulrich Lottmann
Man kann es nicht mehr hören und es ist schwer zu verstehen, das Debattenwirrwarr, das Themendurcheinander, das Kompetenzgerangel bei der Frage der Stadtentwicklung Duderstadts. Das ist gefährlich für den Masterplan 2020. Noch vor seinem Auftakt wird er als Teil der Gemengelage wahrgenommen. Aber: Der Masterplan ist nicht Teil des Problems, er ist der Weg zur Lösung.
Er ist die Lösung für das Debattenwirrwarr, weil er sämtliche Aspekte der Zukunft Duderstadts bündelt: Wohnen, Arbeiten, Infrastruktur, Schulen, Kindergärten und – wenn die Bürger es denn wollen – auch die Fußgängerzone. Er ist die Lösung für das Themendurcheinander, weil das Team um Professor Harteisen die Aufgabe übernimmt, sie zu sammeln und zu ordnen. Er ist die Lösung für das Kompetenzgerangel, weil der Masterplan außerhalb aller Gremien, von den Bürgern entwickelt werden soll.
Der Masterplan ist eine einmalige Chance. Kompliment an den Ortsrat Duderstadt, der die Chance erkannt hat, sie nutzen will und sich dafür vorerst bewusst zurücknimmt. Lobenswert ist auch der Einfallsreichtum der SPD, die dafür jedoch nicht auf die Schlagzeile verzichtet und ihre Vorschläge gezielt vor der Auftaktveranstaltung präsentiert. Das ist kontraproduktiv und trägt zu Wirrwarr, Durcheinander und Gerangel bei.
Davon sollten sich die Bürger der Stadt freimachen und die Chance nutzen, die der Masterplan bietet.
Kommentare
Wirrwarr m.schenke – 29.11.09
Die Basis für das von Herrn Lottmann skizzierte Wirrwarr wurde geschaffen, weil alles außerhalb der CDU und FDP von vornherein aus der Steuerungsgruppe ausgegrenzt wurde - uns jetzt vorzuwerfen, das wir unsere Ideen den Bürgern vorstellen, lenkt von diesem womöglich politisch motivierten Geburtsfehler ab. Es kann doch niemand allen Ernstes erwarten, das wir unsere Vorstellungen zurückhalten und abwarten, was hinter für uns verschlossenen Türen entwickelt wird. Und wenn das Ergebnis dann präsentiert wird und möglicherweise durch die Hintertür versucht wird, die FuZo zu öffnen, würde doch garantiert der Vorwurf kommen, wir hätten uns ja mit eigenen Ideen beteiligen können und würden nun nur nörgeln.Das der Vorwurf, uns kontraProduktiv(!)zu verhalten und zum Durcheinander beizutragen nun ausgerechnet mit dem Chefredakteur des ET aus der sog. Steuerungsgruppe kommt, ist nun allerdings schon etwas pikant.
Diese Kritik ist losgelöst von der konkreten Arbeit des Teams um Prof Harteisen zu sehen, das unsere volle Unterstützung hat.
Ach ja, wir hoffen sehr, das beim Masterplan im Ergebnis mehr rauskommt, als seinerzeit bei der "agenda 21". Da gabs damals bei einer identischen Veranstaltung die gleichen begeisterten Worte... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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