Von Bürgerinitiative könnte und sollte nicht gesprochen werden, sagte Wollershausens Bürgermeister Ulrich Schakowske (SPD). „Beim Bau solcher Windkraftanlagen wären wir am meisten betroffen, weil wir am nächsten dran liegen“. Nur knapp 1000 Meter entfernt läge der Mittelberg als Standort von sieben Windkraftanlagen bis zu einer Höhe von 180 Metern.
Unter dem zu erwartenden Schlagschatten, der Befeuerung und dem Lärm hätten die Wollershäuser besonders zu leiden, erläuterte der Bürgermeister mit Bezug auf einen Ratsbeschluss vom 23. September gegen die Windkraftanlagen. Elke Schakowske wies auf die Auswirkungen auf das Landschaftsschutzgebiet an der Rhume sowie das Thema Infraschall hin. Gesundheitliche Schäden über mehrere Kilometer Entfernung durch tieffrequenten Schall seien beim Betrieb solcher Windkraftanlagen wissenschaftlich nachgewiesen.
„Der angedachte Windpark in der Samtgemeinde Gieboldehausen wäre hinsichtlich seiner Dimensionierung bisher ohne Beispiel im Untereichsfeld“, heißt es in einer Stellungnahme von Anwohnern des Baugebiets Vogelsburg in Gieboldehausen. Andreas Nathues und Wolfram Döring sehen sich als deren Interessenvertreter. Ebenso wie die Wollershäuser betonen sie, keine Windkraftgegner zu sein. Die Ausweisung eines Windparks mit derartig großen Anlagen sollte aber in größerer Distanz zu Wohn- und Naturschutzgebieten erfolgen. Vergleichbar große Anlagen gebe es vor allem vor Küsten.
Die Wollershäuser und Gieboldehäuser seien sich einig. Eine Änderung des Flächennutzungsplans dürfe keinesfalls erfolgen. Mitbürger und Ratsleute sollten entsprechend sensibilisiert werden. „Dem Energieversorger wäre sonst Tür und Tor geöffnet“, sagt Döring. Durch den Wegfall von Höhenbeschränkungen könnten in einigen Jahren sogar noch höhere und leistungsfähigere Anlagen errichtet werden.
hho
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Kommentare
Ich verstehe es noch immer nicht DH – 15.10.10
Also ich verstehe es noch immer nicht. Bevor so ein Windpark gebaut wird, werden Berechnugn angestellt. Dazu gehört auch einen Schattenwurfanalyse dort wird berechent mittels meteorologischer Daten und den technischen Daten der Windenergie wie der Schattenwurf auftritt. Und dann gibt es Vorschirften wie und ob Wohnhäuser betroffen sind, ob dann zu den betreffenden Zeiten die Windenergieanlage ausgeschaltet werden muss usw. Vielleicht sollte man sich vorher informieren über soclhe Sachen statt gleich einfach afu den "DAGEGEN"-Knopf zu drücken! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenSchlagschatten josy – 14.10.10
Ich kann die Wollershäuser schon verstehen, besonders der Schattenwurf könnte abends für sie kritisch werden. Das sie etwas hören werden, glaube ich weniger: Bei schönem Wetter sind die Anlagen ruhig, bei Sturm rauscht jeder Baum von nebenan. Die nächtliche Befeuerung von 7 synchron rot blinkenden Türmen dürfte für diese abgelegene Gegend aber auch erstmal gewöhnungsbedürftig sein.Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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