Markante Erscheinung im Leinetal: Der 257 Meter hohe Einzelberg bei Groß Schneen mit seiner Gipfelhütte.
Im Westen eine Bergkette aus Muschelkalk, im Osten eine Bergkette aus Bundsandstein – so zieht sich das Leinetal, ein von Süd nach Nord laufender riesiger Grabenbruch durch Südniedersachsen. Nur bei Groß Schneen ragt ein einzelner Keuperkopf wie der Rest eines Vulkankegels aus dem flachen Tal: der Einzelberg. Eine einmalige Erscheinung, wie der Name schon sagt. Er ist das Wahrzeichen des Dorfes, das den Berg und seine einst auf der Spitze wachsende Eiche im Wappen trägt. Und er gibt der örtlichen Grundschule den Namen.
Als Ausflugsziel ist der Berg sommers wie winters beliebt: im Sommer, wenn man in den kühlen Grotten auf der Bergspitze an steinernen Tischen und Sitzbänken Picknick machen kann; im Winter, wenn Schnee liegt und die Hänge zu rasanten Rodelpartien einladen. Schafe, eine Art Heidschnucken aus Namibia, halten diese Hänge als Trockenrasen mit einzelnen Wacholderbüschen frei, während der Gipfel mit allerlei Baumarten dicht bewaldet ist. Eichen, Linden, Kirschen, Schwarzkiefern, Buchen, Flieder, Eschen, Birken und wilde Birnen finden sich innerhalb des Trockenmauerringes und des Rundweges. Querwege und Treppen sowie die von jedermann anmietbare Schutzhütte auf dem Gipfel hält der Heimatverein heute liebevoll instand. Für Senioren führt gar ein Fahrweg auf den Gipfel.
Das alles hat einst (1830-40) Ernst Collmann vom Amt Friedland so anlegen lassen. Auch die sechs Grotten mit ihren Steinbänken. Die Familie von Uslar und die Realgemeinde als Eigentümer kümmerten sich später um den Berg, der einmal im Jahr, beim Einzelbergfest im Juni, ganz in den dörflichen Mittelpunkt rückt.
Der 257 Meter hohe Einzelberg liegt südöstlich von Groß Schneen an der Bundesstraße 27 als markante Erhebung im Leinetal.
ck