Neugierig auf Nachrichten: Marius aus der Grundschule Friedland.
Die Klasse 4a der Gartetalschule hatte ein wenig Pech: Vergangene Woche ein Ausflugstag, dann Wochenende. Die Schüler hätten sich nicht so intensiv auf den Besuch des Tageblatt-Teams vorbereiten können, bedauerte ihre Lehrerin Manuela Gutbier. Davon haben der Redakteur und der Fotograf gestern allerdings kaum etwas gemerkt. Die Kinder hatten viele Fragen und wussten zugleich eine ganze Menge über das Tageblatt. Vielleicht, weil sie es fast alle zu Hause lesen – und das mit ganz unterschiedlichen Interessen: Nils liest „am liebsten Sport“, Zoe die „kleinen Artikel über Promis“ und Antonia schaut sich als erstes die Werbung „mit vielen tollen Sachen“ an. Till liest alles Historische und hat vor kurzem in einem Bericht über Römerlegionen in Südniedersachsen sogar einen Fehler entdeckt.
Wer fast jeden Tag Zeitung liest, merkt auch, was ihm fehlt: „Kann es nicht öfter die Kinderseite geben“, drängen mehrere Gartetal-Kinder. Marine wünscht sich außerdem mehr Fotos und Geschichten über Tiere. Natürlich wollen die Viertklässler aus Kerstlingerode und Umgebung auch wissen, wie die Zeitung „gemacht wird“, und wie Journalisten arbeiten. Jan und Antonia fragen, ob ein Einsatz bei einem Feuer oder anderen Unglück für den Fotografen manchmal gefährlich ist. Zoe will wissen, ob Redakteure immer die Wahrheit schreiben. Und Nelson wundert sich, woher das Tageblatt so schnell Bescheid wusste, als er und andere aus seinem Sportverein vor einiger Zeit einen Autounfall mit dem Bulli hatten.
Mindestens sechs Fragen
Eigentlich hätten die Viertklässler der Grundschule Friedland in der dritten Stunde Mathe. Nicht so gestern: Eine Redakteurin und ein Fotograf des Tageblattes waren bei ihnen zu Besuch. An der Tafel steht noch die Hausaufgabe für diesen Tag: Mindestens sechs Fragen an den Redakteur aufschreiben. Die Klasse 4a von Katharina Häntsch hat diese Aufgabe pflichtbewusst erfüllt: Mehr als eine Stunde stellten die Schüler Fragen über Fragen, konnten es gar nicht erwarten, endlich wieder an der Reihe zu sein. Neben einem großen Interesse an der Technik und den alltäglichen Aufgaben der Redakteure und Fotografen waren den Schülern auch Details wichtig: „Müsst ihr eine Uniform beim Arbeiten tragen“, wollte Svea wissen. Ein kurzer Blick auf die Turnschuhe, Jeans und T-Shirt genügen: Nein. „Aber wenn ich bei Unfällen bin, ziehe ich diese Warnweste über, auf der steht, dass ich von der Presse bin“, erklärt Tageblatt-Fotograf Jan Vetter. „So wird für alle anderen sichtbar, dass ich beruflich unterwegs bin.“
„Mögt ihr euren Beruf“, will Sarina wissen. Hier sind sich Redakteurin und Fotograf einig: „Ja. Denn wir sind sehr neugierige Menschen und erleben jeden Tag etwas Neues.“