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Zeitung in der Schule

Tatort Klassenzimmer: Polizeireporter im Verhör

Tageszeitungen können nicht nur gelesen werden: Die Klassen 4a und 4b der Janusz-Korczak-Schule in Nikolausberg haben das eindrucksvoll unter Beweis gestellt. In ihrer Projektwoche haben die Schüler schmucke Hüte aus den Zeitungsseiten gebastelt und mit Blumen verziert. Teller haben sie mit ihren Lieblingszeitungsthemen beklebt – Werder Bremen, Autos, Tiere und vieles mehr.

Kreative Klassen: die 4a und 4b der Janusz-Korczak-Schule mit besonderer Kopfbedeckung.

© CM
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Aber die Schüler aus Nikolausberg haben nicht nur gebastelt, sie haben sich auch intensiv mit den Inhalten des Tageblattes beschäftigt: Yannick liest gern den Sportteil, Marcel hingegen interessiert sich für Film- und Konzertkritiken im Magazin. Und Imke findet besonders die Kinderseite und das Wetter lesenswert. Überhaupt finden fast alle der Viertklässler, dass die Kinderseite ruhig häufiger als einmal in der Woche erscheinen könnte. Viele von ihnen waren selbst schon einmal in der Zeitung: die meisten in der Tageblatt-Beilage zu ihrer Einschulung, viele durch ihre Aktivitäten in Sportvereinen. Wie etwa Estelle, die auf Reitturnieren geritten ist oder Christopher, der Judo macht.

Für Überraschungen und Erstaunen hat Fotograf Christoph Mischke in Nikolausberg gesorgt. Etwa dadurch, dass er pro Tag durchaus bis zu 300 Fotos für das Tageblatt schießt, dass seine Kamera mit Objektiv rund 4500 Euro gekostet hat, dass diese acht Bilder in der Sekunde aufnehmen kann oder dass die Ausrüstung der Fotografen, die sie mit zu Terminen nehmen, rund acht Kilo schwer ist.

Schüler auf dem Titelbild

Eduardo aus der Klasse 4 b der Grundschule Leineberg hat sich gleich am Montag auf dem Titelbild des Tageblattes wiedergefunden. Auf einer Massenaufnahme von Mission Olympic ist er im rechten unteren Bildrand zu sehen. „Das ist aber nicht das erste Mal, dass ich in der Zeitung bin“, sagte der Viertklässler gestern beim Besuch der Redakteurin und des Fotografen. 

Vor allem in den Sportberichten finden sich viele Schüler wieder. Dass einige von ihnen eventuell auch in einem Video des Tagblattes zu sehen sind, macht die Kinder neugierig. Sie haben am Hip-Hop-Weltrekordversuch im Jahnstadion teilgenommen. „Wir werden uns gleich im Anschluss das Video im Internet angucken“, verspricht Lehrerin Stefanie Kompart. Ebenso wollten sich die Schüler im Anschluss die Kinderseite, die ebenfalls online mit vielen Zusatzinformationen erscheint, angucken. Vielleicht versuchen sie sich auch selbst im Journalismus und verfassen einen eigenen Bericht über den Vormittag mit den Leuten von der Zeitung, der dann im Internet veröffentlicht wird.

Presseausweis 

Als besonders aufmerksam erweisen sich die Schüler der 4a der Grundschule Friedland. „Der ist ja gar nicht unterschrieben“, bemerkt Paula, als der Presseausweis des Polizeireporters herumgeht. Das hatte der selbst noch nicht gemerkt. Nach zwölf Jahren in dieser Funktion muss er den Ausweis selten zeigen. Sofort erkannt hatte auch Hannah den Zeitungsmann: Mit dem Finger auf dem Foto weist sie schon beim Eintreten des Reporters auf den aktuellen Kommentar im Tageblatt.

Die Jungen der Klasse interessiert eher der Unfall, der Feuerwehreinsatz, und ob der Zeitungsreporter, so fragt Rene, auch schon einmal bei Feuer in Gefahr geraten ist oder eine Leiche gesehen habe. Demnächst, so die Bitte der Klasse, gibt es ein Wiedersehen, wenn die 4a Verlagshaus und Rotation besuchen darf.


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