Göttingen. s ist der erste katholische Kirchenbau in Göttingen nach der Reformation: Zunächst als schlichte Saalkirche wird St. Michael ab 1787 gebaut und 1789 eingeweiht. 1815 erhält die Kirche zunächst ein einfaches Holztürmchen und eine Glocke.
1892/93 wird dann die Fassade neu gestaltet und die 27 Meter hohe Turmanlage errichtet. Bis 1929 ist St. Michael die einzige katholische Kirche in Göttingen, dann wird St. Paulus in der Wilhelm-Weber-Straße geweiht. 1950 übernehmen die Jesuiten die Seelsorge an St. Michael.
Unverkennbar ist der Namensgeber an der Außenfassade der Kirche an der Kurzen Straße zu sehen: der Erzengel St. Michael. Er wird wird hier in einer Ausführung von Josef Baron aus dem Jahr 1986 als Kämpfer gegen die bösen Mächte dargestellt. Mit dem Flammenschwert vernichtet er die Dämonen unter seinen Füßen. Der Künstler Baron hat in St. Michael auch Altar, Ambo, Tabernakel, Osterleuchter und Kreuzweg gestaltet. 1989 entstand aus Anlass der 200-Jahr-Feier eine neue Orgel.
St. Michael versteht sich als Citykirche, die sich bewusst auch den Passanten öffnet. Es gibt neben den Gottesdiensten eine Vielzahl von Angeboten und Aktionen, unter anderem geistliche Stadtführungen, Ausstellungen, Konzerte. Wiederholt gab es auch das Angebot zum Smalltalk auf der Kirchenbank.
Die Kirche St. Michael in der Kurzen Straße 13 in Göttingen ist täglich von 7 bis 19 Uhr geöffnet.
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