Es ist nicht zu übersehen. Das Alte Rathaus, das die Westseite des Markplatzes flankiert, beherrscht das Stadtbild in der südlichen Fußgängerzone. Mehr als 700 Jahre war das Haus Sitz des Göttinger Rates und der Verwaltung. Und lange Zeit war es das Zeichen für „das selbstbewusste Lebensgefühl der Bürger der Stadt im Mittelalter“, wie es der ehemalige Leiter des Städtischen Museums, Jens-Uwe Brinkmann, beschreibt. Bis zur Fertigstellung des Neuen Rathauses 1978 wurde es für Verwaltungszwecke genutzt. Ganz exakt lässt sich der Baubeginn für das Alte Rathaus allerdings nicht datieren. Untersuchungen des zum Bau verwendeten Holzes legen aber das Jahr 1270 nahe.
Die jetzige Form des Göttinger Rathauses geht auf den ersten großen Erweiterungsbau in den Jahren 1369 bis 1372 zurück. Heute wird der große, aufwendig gestaltete Saal für öffentliche Veranstaltungen genutzt, im Obergeschoss sind Ausstellungen zu sehen. Zudem befindet sich die Göttinger Tourist-Information in dem Gebäude. Im Ratskeller ist das Restaurant Bullerjahn untergebracht.
Der große Ratssaal ist zu den Öffnungszeiten der Tourist-Infomation auf eigene Faust zu besichtigen. Auf Anfrage werden auch spezielle Rathausführungen angeboten. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 05 51 / 49 98 00 oder im Internet auf der Seite goettingen-tourismus.de.
mib
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