Es waren die Schwester, die Mutter und der Schwager von Ursula Obermann samt zwei Kindern, die bei dem Luftangriff kurz nach 18 Uhr ihr Leben ließen. Sie selbst habe nicht rechtzeitig vor den Bomben in die Alte Anatomie flüchten können, sagt Obermann, die heute in Adelebsen lebt. Das rettete ihr das Leben.
Ihr Vater war in der Anatomie als Hausmeister angestellt – bis in fünf Angriffswellen der B-26-Bomber die Bomben fielen. Von dem klassizistischen Gebäude mit der schönen dorischen Säulen-Vorhalle, das als eines der wenigen künstlerisch wertvollen Universitätsbauten Göttingens galt, blieb nur ein Teil des Südflügels stehen.
Auch der Bahnhof wurde bei diesem letzten Fliegerangriff auf Göttingen schwer beschädigt: Der Mitteltrakt erhielt Treffer, das Obergeschoß brannte aus, der Südflügel wurde vernichtet. Auch das Obergeschoss der Zoologie brannte aus. Weiter nach Norden wurde der Lokomotiv-Schuppen schwer getroffen. Im Betriebsamt wurden 8 Pferde getötet. An der Weender Landstraße beschädigten Bomben die Briefordner-Fabrik Mehle & Co. schwer, ebenso einige Privathäuser auf der östlichen Seite.
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Kommentare
Blindgänger geht hoch Till – 03.06.10
Wenn man halb Eruopa in Schutt und Asche bombt und Millionen Juden, Zigeuner, Homosexuelle und Kommunisten in Vernichtungslagern durch den Schornstein gehen lässt, dann muss man auch damit rechnen, dass man ein paar Bomben abrkiegt. Unfaßbar, aber noch nach 65 Jahren bekommen wir den Faschismus unserer Vorfahren buchstäblich um die Ohren geknallt.Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg: das Unglück bei der Blindgängerentschärfung erinnert uns nochmal auf eindrückliche Weise daran, dass wir damals Fehler gemacht haben und dass wir es besser machen müssen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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