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KGS und Klinikum-Mensa

Evakuierte entspannt

Von Britta Eichner-Ramm

Es ist 21 Uhr, in der Kantine des Uniklinikums sitzen bisher nur wenige Menschen. „Nur die Kinder haben ein wenig Angst“, sagt das Oberhaupt der Familie Güngör aus der Arndtstraße. Auch eine Stunde später, als sich der Raum nach und nach gefüllt hat, dominiert die Gelassenheit.

Sitzen und spielen: Marta, Brook und Olivia (von links).

© Theodoro da Silva

Fast herrscht lockere Stimmung. Die Studentinnen Marta Nowak, Brook Jennings und Olivia Olivares aus der Annastraße sind vorbereitet, haben Chips, Pralinen und Cola dabei. Aus der Spiele-Box der Klinikums-Caféteria haben sie ein Würfelspiel geborgt. Die persönlichen Unannehmlichkeiten, sind sie sich einig, hielten sich in Grenzen. Andere sitzen entspannt vor ihrem Laptop, Damir Cor blättert in einer Zeitschrift. „Ich habe mich selbst evakuiert“, lacht der 54-Jährige und ergänzt: „Man sollte nichts riskieren“.

Dennoch, viele erinnern sich noch an die Bombenräumung mit tödlichem Ausgang im Juni vor einem Jahr. „Hauptsache, dass diesmal nichts passiert“, sagen die Schwestern Brigitte Lingnau und Elke Potthast, die schon zeitig am Abend von der Weender Landstraße ins Klinikum gekommen sind.

Relativ locker und entspannt zeigt sich gegen 22 Uhr auch die Situation in der zweiten Sammelstelle für die rund 12 000 Evakuierten. In der KGS-Sporthalle hat das DRK routiniert die Versorgung der Menschen – die meisten von ihnen mit Migrationshintergrund – übernommen. Kinder toben auf Turnmatten, einige Senioren haben sich auf Bänken niedergelassen und harren aus.

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