Göttingen. Seit der vergangenen Woche hat das Gemeinschaftsprojekt des Göttinger Tageblattes und der Stadt Göttingen bei Facebook eine Seite – zu finden unter dem Suchwort „Göttinger Zeitreise“ – auf der Bilder veröffentlicht werden, deren Zusammenhang nicht klar ist. Denn oft erreichen die Redaktion der „Göttinger Zeitreise“ albenweise Bilder, zu denen jegliche Angaben fehlen. Ihre Besitzer haben sie zum Zeitpunkt ihres Entstehens nicht beschriftet – eine Zuordnung allein aus dem Gedächtnis heraus gestaltet sich schwierig. Oder es handelt sich um Nachlässe, die an die Nachkommen weitergegeben wurden, denen nichts weiter über die Bilder bekannt ist, als dass sie von einem Familienmitglied aufgenommen wurden. Ohne einen kriminalistischen Spürsinn ist es kaum möglich, diesen Fotos ein Aufnahmejahr zuzuordnen, einen Entstehungsort oder den auf den Fotos abgebildeten Personen einen Namen.
Bei der Recherche ist die Redaktion auf Hilfe angewiesen. Manchmal helfen schon die älteren Kollegen, oft auch Ortsheimatpfleger oder Historiker.Doch: Wen fragen, wenn es so gar keinen Anhaltspunkt gibt? Also nutzt die „Göttinger Zeitreise“ nun Facebook, in der Hoffnung, Informationen zu einigen Bildern zu bekommen. Täglich werden bis zu drei Fotografien hochgeladen, die die Facebook-Nutzer kommentieren können. Einmal auf „Gefällt mir“ gedrückt, erhalten die Nutzer bei jedem neuen Bild eine Nachricht auf ihrem Profil. Die Seite hat schon zahlreiche Fans.
Die Bilder werden den fünf Kategorien zugeordnet, die Nutzer von goettinger-zeitreise.de bereits kennen: Bauwerke, Menschen, Stadt und Land, Freizeit und Ereignisse. Für jede Kategorie gibt es ein Album auf Facebook, in dem Interessierte nach Lust und Laune stöbern und die einzelnen Aufnahmen kommentieren können.
Ergeben sich auf diese Weise neue Hinweise zu den Bildern, werden diese überprüft, sofern dies möglich ist, und die Beschreibungen der Bilder auf goettinger-zeitreise.de angepasst. Dort werden auch weiterhin alle neuen Bilder und Videos hochgeladen. Auf Facebook findet sich lediglich eine gezielte Auswahl der Bilder, zu denen Angaben fehlen. Das Hinzufügen von neuen Bildern ist zudem den Administratoren vorbehalten.
Begründet liegt dies darin, dass goettinger-zeitreise.de als zentrale Sammelstelle für historische Dokumente – Bilder, Filme und Texte – aus Göttingen weiter gestärkt werden soll. Interessierte, die selbst Bilder beisteuern möchten, können dies dort tun. Nach einmaliger Anmeldung können Bilder hochgeladen und beschriftet werden.
Fehlen auch Ihnen Informationen zu den Bildern, haben sie seit der vergangenen Woche die Möglichkeit, die Bilder der Kategorie „Fundgrube“ zuzuordnen. Auf diese Weise wissen die Administratoren der „Göttinger Zeitreise“, dass es sich bei den Fotos um potenzielle Kandidaten für die Facebook-Suche handelt.
Um bestehende Bilder des Zeitreise-Portals zur Diskussion zu stellen, können Nutzer von goettinger-zeitreise.de den Link zum fraglichen Bild auf der Facebook-Seite posten und einen Kommentar beifügen. Der Beitrag wird auf der Facebook-Pinnwand der „Göttinger Zeitreise“ angezeigt und alle anderen Fans können sich dazu äußern.
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