Fahrkarte oder Flugticket? Die Adresse der Ferienwohnung? Sonnenmilch (die wir hoffentlich brauchen)? Dicker Pullover (den wir hoffentlich nicht brauchen)? Die Frage kann einen umtreiben. Aber ruhig Blut – irgendwas vergessen wir ja immer – und selten hat das einen Urlaub wirklich beeinträchtigt.
Auf der anderen Seite: Vergessen ist so wichtig für den Urlaub. Ja vielleicht ist es sogar das Entscheidende: Einmal vergessen können, was uns sonst so beschäftigt. Den Alltag hinter uns lassen können. Abstand gewinnen von dem, was sonst die Tage füllt und vielleicht nachts den Schlaf raubt. Sich von den neuen Bildern, Begegnungen und Erfahrungen entführen lassen aus den Grenzen des Gewohnten heraus. Ein Urlaub ohne ein solches Vergessen ist kein Urlaub!
Aber auch das Nicht-Vergessen ist wichtig. Denn das, was wir in dieser besonderen Zeit wahrnehmen, braucht auch einen bleibenden Platz in uns. Gutes – natürlich nicht nur aus dem Urlaub – geht uns so schnell wieder verloren, wird überdeckt durch alles mögliche, was anliegt. Darum bringen wir uns aus dem Urlaub ja auch Erinnerungszeichen mit: Fotos, den Stein von der Ostseeküste, das geschnitzte Wildtier aus Afrika. Also: Alle Sinne weit aufmachen und Gutes aufnehmen!
Am Sonntag wird in vielen Kirchen ein Psalm gesprochen – darin stehen die Worte: „Und vergiss nicht, was er (Gott) dir Gutes getan hat.“
Mir immer wieder die Frage zu stellen: „Wofür kann ich dankbar sein?“ kann mein Leben unglaublich reich machen. Dankbarkeit ist ein Lebenselixier.
Ich denke, wir Menschen sind in mancher Hinsicht arg gedächtnisschwach. Darum tut uns diese Erinnerung gut: „Und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“
Vergesslich-unvergessliche Urlaubstage wünscht Ihnen
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