Göttingen. Eine Zitterpartie für die beiden Landratskandidaten Bernhard Reuter (SPD) und Dinah Stollwerck-Bauer (CDU). Der minimale Vorsprung von knapp einem Prozent der Wähler im Landkreis Göttingen ist Bernhard Reuter am Ende sicher. Er holt gut 38,4 Prozent.
Während im Kreishaus und Politiker und Bürger aller Parteien die Wahl verfolgen, halten sich die Sozialdemokraten überwiegend in ihrem Parteihaus auf. Stollwerck-Bauer und Grünen-Kandidatin Christel Wemheuer verfolgen im Kreishaus gespannt die Ergebnisse, die nur ausgesprochen langsam eintrudeln. Die zuständige Datenverarbeitungsstelle hat Computerprobleme.
Macht das nicht nervös? „Nein, ich habe alles gegeben“, sagt Stollwerck-Bauer. Wemheuer holt gut 24,2 Prozent der Stimmen. Im Parteihaus der SPD verfolgen die Genossen ebenfalls die Wahlergebnisse. Reuter ist noch nicht zu sehen. Erst nach 21 Uhr, als nur noch einzelne Wahlbereiche fehlen, tritt er gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann unter Applaus vor die Presse.
„Bernhard Reuter führt mit 850 Stimmen“, freut sich Oppermann. Er spricht von einem der größten Wahlerfolge seit 20 Jahren, nach der Wahl von Wolfgang Meyer. Reuter dankte seinem Wahlkampfteam für die „großartige Unterstützung“. Eines der kontroversen Themen aus dem Wahlkampf sei die Kreisfusion gewesen. „Darum werden wir uns jetzt kümmern.“
Stollwerck-Bauer zeigte sich „zufrieden“ mit ihrem Ergebnis von knapp 37,4 Prozent der Stimmen. „Ich gratuliere Bernhard Reuter und biete ihm als Bürgermeisterin von Adelebsen jede Zusammenarbeit an, um den Landkreis Göttingen weiter zu bringen.“
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