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Unter uns: Sabine Sgonina

Spannende Geschichten zwischen den Kulturen

Von Matthias Heinzel

Unter uns leben viele interessante Menschen. Einer von ihnen ist Sabine Sgonina aus Mollenfelde. Sie ist engagierte Berufsschullehrerin, hat sich aber eine erfolgreiche Zweitkarriere als Schriftstellerin aufgebaut.

Mollenfelde. Gerne, sehr gerne, sagt Sabine Sgonina, lebt sie in Südniedersachsen. Und das seit ihrem fünften Lebensjahr. Abitur und eine Ausbildung zur Arzthelferin hat sie in Göttingen gemacht. Ihre wahre Liebe allerdings gilt einem ganz anderen Landstrich – der Türkei, den türkischen Menschen und ihrer Lebensart.

Sgonina, 1965 in Freiburg im Breisgau geboren, hat daraus einen Nebenberuf gemacht – den der Schriftstellerin. Und das mit einigem Erfolg: Zu ihren Veröffentlichungen zählen Romane, Erzählungen, Reiseberichte und Kinderbücher. Auch frauenspezifische Themen sind darunter – so in ihrem Roman „Beziehungschaos – Chaosbeziehungen“, in dem sie bissig, aber mit viel Humor von der jungen Lehrerin Maren Siebert und „von Männern und anderen Problemfällen“ erzählt. Sgoninas letztes Werk: „Rudi der kleine Raudi – wilde Abenteuer eines verspielten Welpen“ für Kinder zwischen zwei und acht Jahren. Wie auch in ihren anderen Büchern steckt viel eigenes Erleben darin: Die Idee zum Buch kam, als sich Sgonina mit ihren Kindern im Sommer 2010 einen Mischlingshund mit Namen Rudi zulegte und alle von den Streichen des kleinen Welpen begeistert waren.

Hauptberuflich, seit 1995, ist die allein erziehende Mutter Berufsschullehrerin und arbeitet seit zehn Jahren in Northeim. Nebenbei kann sie das Schreiben nicht lassen, fast ihre gesamte Freizeit geht für diese Leidenschaft drauf.

Immer wieder kommt dabei das Thema Türkei heraus. Zum Beispiel in ihrem Roman „Kismet – Eine Liebe am Bosporus“: Tunjay Wiesinger, ein deutscher Redakteur türkischer Abstammung, ist mit seinem Freund und Kollegen Paul auf Recherchetour in Istanbul unterwegs, als er dort unter dramatischen Umständen auf die Krankenschwester Azime, die Liebe seines Lebens trifft. Aufgrund kultureller Unterschiede wird diese Liebe jedoch auf eine harte Probe gestellt. Azimes Familie versucht, alles daran zu setzen, diese Verbindung zu unterbinden. Eine gemeinsame Flucht scheint demnach die einzige Möglichkeit zu sein, die Liebenden zu vereinen. Am Schluss beantwortet die Erzählerin die kunstvoll-spannend aufgebaute Frage, ob es eine gemeinsame Zukunft für Tunjay und Azime geben wird.
Sgonina verbindet in diesen Romanen nicht nur, wie man nach einer ersten Einschätzung denken könnte, Herz und Schmerz. Das garantiert zwar ein entspanntes und auch oberflächlich funktionierendes Lesevergnügen, bedeutsamer aber sind die manchmal schwierigen Beziehungen zwischen Deutschen, Türken, Deutschen in der Türkei und Türken in Deutschland. Hieraus entwickelt Sgonina ihre spannenden Geschichten mit interkulturellem Hintergrund, der sich aus einem profunden, weil selbst erarbeiteten Wissen über die Türkei und ihrer Menschen speist.

sabine-sgonina.de

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