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Wochenendkolumne

333 interessante Tipps aus der Region für die Region…


… hat die Redaktion Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, in den vergangenen 14 Monaten präsentiert. Die Bandbreite reichte von A wie American Football bis Z wie Zoologisches Museum, streifte Themen wie Kegeln, Kanupolo, Karzer oder Kirchen, beschäftigte sich mit Bäckern, Bratwürsten und Bädern, verlockte zu Ausflügen und kleinen Wanderungen.

Ilse Stein

Kurzum: Wir haben versucht, Ihnen bekannte und unbekannte Schönheiten der Region Südniedersachsen vorzustellen. Mit großer Resonanz. So wurde ich selbst kürzlich erst beim traditionellen Marsch rund um den Seeburger See von einem mir unbekannten Herrn vorwurfsvoll angesprochen: „Dieser Weg fehlt noch in Ihrem 333“. Ich konnte ihn beruhigen: Den Wanderweg hatten wir bereits früh im Jahr 2011 beschrieben. Zufrieden schritt er von dannen.

Jeden Tag der Woche einen solchen Tipp zu präsentieren, war für die Redakion keine einfache Aufgabe. Aber selten hatte sie bei einer Serie auch so viel Spass – und kürte zum Schluss sogar einen eigenen Serien-König. Ein wenig haben wir uns – allerdings erst im Nachhinein – geärgert, dass wir unsere eigene Messlatte nicht ein wenig höher gehängt haben und vielleicht sogar 444 oder 555 Tipps angepeilt haben. Nun aber sind wir erst einmal dabei, ein kleines Buch vorzubereiten, um den Lesern sämtliche „333 Dinge, die man in Göttingen und Umgebung gemacht haben sollte“ noch einmal aufzubereiten – zum Nachschlagen und Nachmachen.

Zum Nachmachen locken in diesen Tagen auch die Präsentationen der sogenannten Grünen Woche im Göttinger Kaufpark. Dort nämlich wird kräftig gekocht und verkostet – und damit versucht, die Besucher für gesundes Essen und gesundes Kochen zu begeistern. Am kommenden Sonnabend, 11. Februar, beispielsweise kochen zum Abschluss  um 11 Uhr die Teams der Rathausgaststätte Bullerjahn, um 14 Uhr des Hotel Freizeit In und um 17 Uhr der Frauenkochklub der BBS II mit Martin Haß sowie der Club kochender Männer mit Theo Kaib. Das ist dann so etwas wie der 334. Hinweis auf etwas, das Sie auf keinen Fall versäumen sollten. Übrigens: Verkosten darf man dabei auch! Wer nicht bis zur kommenden Woche warten möchte: Heute kann man um 11 Uhr Slow

Ulrich Lottmann

food in Zusammenarbeit mit der Göttinger Tafel erleben, um 14 Uhr die Bürgermeister Dinah Stollwerck-Bauer, Thomas Galla und Manfred Kuhlmann zusammen mit Ulf Schöbeck von Arbeit und Leben sowie Wilhelm Johanning vom Gasthaus Johanning aus Uslar. Oder um 17 Uhr die Fleischerei Wulff – begleitet vom Jagdbläserchor Göttingen. Womit wir schon bei Tipp Nummer 335 wären…

Nummer 336 bis 340 könnten dann die fünf Berufsbildenden Schulen des Landkreises sein – oder auch nur 336 bis 338, folgt man dem Vorschlag von IHK und Kreishandwerkerschaft. Sie wollen die drei Göttinger BBS sowie die BBS Duderstadt und die BBS Hann. Münden auflösen, um drei neue Schulen zu bilden – Kompetenzzentren mit Standorten in Göttingen, Duderstadt und Hann. Münden. Aus fünf mach drei, Statistiken, Modellrechnungen und Managementprinzipien liegen diesem Vorschlag zugrunde. Er ist betriebswirtschaftlich betrachtet zwingend, und doch stoßen die Verbandsvertreter auf Widerstand. Ungläubig entdecken Andreas Gliem (Handwerk) und Martin Rudolph (Industrie), dass auch rationale Ökonomie eine Frage der Perspektive, von Zentrum und Peripherie ist. Denn in Duderstadt regt sich Widerstand, man fürchtet zur Außenstelle herabzusinken, sieht die für das Mittelzentrum existenzielle Berufsschule bedroht. Unnötigerweise, denn Gliem und Rudolph fänden es sicher sehr charmant, Duderstadt und/oder Hann. Münden zur Zentrale eines der neuen Kompetenzzentren zu machen. Schließlich ist die Erhaltung dieser Standorte ein Ziel ihres Vorschlags und die gingen sogar gestärkt aus der Strukturreform hervor.

Offen propagieren können die beiden Göttinger Wirtschaftsvertreter das nicht. Aber vielleicht findet sich der ein oder andere Kreistagsabgeordnete, beispielsweise aus dem Eichsfeld, der den Vorschlag um diese regionalpolitische Komponente bereichert. Er (oder sie) könnte sich dann die Rettung der heimischen BBS auf die Fahne schreiben.

Von Ilse Stein und Ulrich Lottmann

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