Gerade einmal eine Länge von 55 Zentimetern misst das kleine, meist rote Fahrzeug. Da sieht es schon einmal komisch aus, wenn ein erwachsener Mann mit nach außen gespreizten Beinen auf dem Kinderflitzer sitzt und an Heuballen vorbei durch mehrere Schikanen steuert. Aber: „In jedem Erwachsenen steckt noch ein Kind“, weiß Klaus Giesler, Jugendleiter des Schützenvereins Grone. Und deswegen kamen auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Fahrer, um die 420 Meter lange Strecke in vier Altersklassen vom Wasserturm herunter zum Vereinshaus zu fahren. „Viele, die in den vergangenen Jahren mitgemacht haben, kommen immer wieder“, freut sich Giesler. So gibt es einige Teilnehmer, die inzwischen einige Erfahrungen mit der Strecke gesammelt haben, wie zum Beispiel Fiete Ahlborn, der die Tücken genau kennt: „Oben am Anfang ist es ganz besonders schwierig.“ So müsse man sich an drei direkt aufeinanderfolgenden Heuballen vorbeischlängeln. Schon mehrmals hat der zwölfjährige am Rennen teilgenommen, dieses Mal ist er nach dem ersten Durchlauf nicht zufrieden: „Beim zweiten Mal muss ich besser aufpassen, damit ich schneller bin.“
Im Schnitt 50 bis 60 Sekunden
„Aufpassen“ ist ein Stichwort, das auch für Giesler von Bedeutung ist: „Alle Teilnehmer müssen einen Helm sowie Hand- und Knieschoner tragen.“ Schließlich kommen einige mutige Fahrer mit bis zu 50 Kilometern pro Stunde die enge Bahn heruntergedüst. Und damit auch keiner schummelt, werden die von den Teilnehmern selbst mitgebrachten Bobbycars von den Mitgliedern auf eingebaute Kugellager geprüft. Die Fahrer dürfen ihr Können dann in zwei Durchgängen beweisen, gewonnen hat derjenige mit der besten Zeit. „Im Durchschnitt liegen die Ergebnisse bei 50 bis 60 Sekunden.“ Sonst gibt es keine Regeln: „Der Spaß steht an oberster Stelle.“
Besonderen Spaß dürften die Sieger gehabt haben, die jeweils einen Pokal und Sachpreise mit nach Hause genommen haben: Torben Fuge (drei bis sieben Jahre), Niclas Cyrenius (acht bis elf Jahre), Fiete Ahlborn zwölf bis 17 Jahre) und Hendrik Hesse (ab 18 Jahren), der in einer Zeit von 39, 59 Sekunden Bahnrekord hält.
Von Stephanie Jabs
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