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Zwischenbericht

Absturz: Gyrokopter zu tief und zu schwer

Fehler des Piloten haben offenbar zu dem Absturz eines Gyrokopters mit zwei Todesopfern im August nahe der Plesseburg geführt.

Laut GPS und Zeugenaussagen: die Flugbahn vor dem Absturz.

© BFU
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Das geht – zwischen den Zeilen gelesen – aus dem Statusbericht der Bundesstelle für Fluguntersuchung (BFU) in Braunschweig hervor, den die BFU jetzt veröffentlicht hat. Danach sei der Tragschrauber überladen gewesen und der Pilot sehr tief auf die untergehende Sonne zugeflogen. Hinweise auf einen technischen Defekt fanden die Gutachter nicht.

Sehr warm, keine Wolke am Himmel, kein Wind. Es war ein schöner Sommertag, als das Leichtfluggerät am 7. August gegen 19.44 Uhr kaum 100 Meter südöstlich der Burgruine nahe Eddigehausen in den Wald stürzte. Der 56-jährige Pilot und sein 50-jähriger Fluggast starben, der vier Jahre alte Tragschrauber vom Typ MTOsport wurde zerstört.

Pilot und Gast waren von Northeim aus zu einem Rundflug gestartet, unmittelbar nach einem Flug mit der Ehefrau des Opfers. Die Maschine habe in Flughöhe der Burgmauern die Ruine „tief“ vom Westen nach Osten umrundet. Südöstlich der Burganlage sei sie eine Linkskurve in Richtung des ansteigenden Waldes geflogen, dann „mit dem höchsten Baum“ auf der bewaldeten Kuppe kollidiert und abgestürzt. Es sei möglich, dass der Pilot den Baum im Gegenlicht der Sonne übersehen habe, räumt ein BFU-Mitarbeiter vorsichtig ein.

In ihrem Statusbericht hat die BFU viele Daten und Fakten wertungsfrei zusammengestellt. Darin heißt es auch, dass der Tragschrauber eine zulässige Abflugmasse von 450 Kilogramm gehabt habe. Mit Eigengewicht, Benzin und Passagieren habe er aber 504 Kilogramm gewogen und sei „kopflastig“ gewesen. Das Fluggerät war erst wenige Wochen zuvor in eine Sportversion umgerüstet worden. Das schließt der BFU-Mitarbeiter als Unfallursache aber aus. Laut Statusbericht hatte der erfahrene Pilot alleine mit Tragschraubern bereits 114 Flugstunden und 500 Landungen absolviert, 25 Flüge seit Jahresbeginn. Konkrete oder wertende Aussagen zur Unfallursache will die BFU erst in ihrem noch ausstehenden Abschlussbericht machen.

Von Ulrich Schubert


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