Das Alma-Louisen-Stift in Adelebsen: Ein möglicher Anbau an der linken Seite des Gebäudes sorgt für Unruhe.
Planer Stefan Bolli berichtete, die Diakonie plane auf dem Parkplatz – von der Straßenseite aus links des Gebäudes – einen Anbau in Form des bestehenden Gebäudes, also dreigeschossig. Für eine Änderung des Bebauungsplanes sei nun zu überlegen, welche Festsetzungen man treffe. Bisher gebe es noch keine genauen Pläne zum Anbau. Bolli hatte aber auf einer Abbildung skizziert, wie sich der Anbau optisch auswirken könnte.
Das genügte allerdings, um die Ausschuss-Mitglieder nachdenklich werden zu lassen. Walter Koch (SPD) sagte, da Unterlagen fehlten, wie der Anbau aussehen solle, könne er kein Votum abgeben. Sein Parteikollege Michael von Minden schloss sich an und sagte: „Das schlägt optisch alles, was in der Nähe steht.“ Petra Löb-Kompart (Grüne) sagte, es sei gut, dass die Diakonie erweitere, aber über die Bauhöhen müsse man reden. Brigitte Bindseil (SPD) sprach von einer „wuchtigen Ansicht“.
Bürgermeisterin Dinah Stollwerck-Bauer (CDU) sagte, das Vorhaben müsse konkretisiert werden. Wenn die Grenzen für das Vorhaben völlig offen gelassen würden, sei es problematisch. Helmut Schwer (CDU) erklärte, an solcher „Riesenkasten“ so dicht an der Straße gehe nicht. Der Anbau dürfe kein „Kuckucksei“ werden: „Wir brauchen einen Plan von der Diakonie.“ Den soll die Verwaltung nun einfordern.
Diakonie-Geschäftsführer Ludger Temme sagte dagegen, einen solchen konkreten Plan gebe es noch gar nicht. Es sei richtig, dass sich die Diakonie erweitern wolle, und der Parkplatz sei dabei eine Option. Daher habe man Ende 2007 einen Antrag gestellt, den B-Plan so zu ändern, dass auf dem Parkplatz ein Altenheim-Anbau entstehen könne. Ihn wundere, dass nach diesem zeitlichen Abstand nun die Geschosshöhe ein Thema geworden sei. Dazu gebe es noch gar keine konkreten Vorstellungen, so Temme. Er räumt allerdings ein, dass der Anbau „schon zur Größe des Stiftes passen“ sollte. Anders als Ende 2007 sei man sich mittlerweile nicht mehr sicher, ob für das Vorhaben eine Bebauungsplanänderung überhaupt nötig sei.
Von Jörn Barke