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Flugverbot: Hektischer Betrieb in Reisebüros

Aschewolke heizt das Mietwagengeschäft an


Das derzeitige vulkanbedingte Flugverbot über großen Teilen Europas wirkt sich auch auf Göttingen aus. Bei einigen exotischen Lebensmitteln drohen Engpässe, Mietwagenfirmen sind derzeit überlaufen und bei Reisebüros herrscht hektischer Betrieb, weil Urlauber ihre geplanten Reisen stornieren oder umbuchen wollen.

Gestrichen: Nahezu alle Flüge von und nach Deutschland wurden annuliert – Reisende sitzen fest.

© dpa

Sollte das Flugverbot noch mehrere Tage fortbestehen, könnte die Versorgung mit exotischen Früchten wie Physalis, Cherimoya oder Passionsfrüchten gefährdet sein, sagt Andreas Sebode, Chef des Göttinger Fruchthauses Schwieger: „Die Probleme fangen gerade an.“ Auch für Nils Hasenbeck, Einkaufschef des Fruchthofs Northeim, sind Einschränkungen in erster Linie für den gehobenen Gastronomiebedarf in Sicht. Allerdings, meint Hasenbeck, beginnen Produkte wie Zitronengras und Mangos aus Thailand, frische Feigen aus Brasilien und Bohnen aus Kenia auszulaufen. Die Versorgung mit Standard-Lebensmitteln bleibt allerdings unbeeinflusst, meint auch Andrea Rehnert, Sprecherin der Tegut-Lebensmittelkette.

Stärker als im Lebensmittelhandel sind die Auswirkungen des Flugverbots bei den Göttinger Mietwagenfirmen. Die Nachfrage nach Mietwagen sei sprungartig angestiegen, meint Avis-Agenturpartner Sebastian Sachse. Zwar seien viele Autos bereits im Ausland, noch aber seien aber genügend Fahrzeuge vorhanden. Er könne aber weder die hiesigen Firmenkunden noch generell den regionalen Markt vernachlässigen und alle Fahrzeuge für Fahrten ins Ausland abgeben. Auch Europcar-Mitarbeiterin Diana Rompe verzeichnet einen spürbaren Anstieg der Nachfrage nach Mietwagen. Eine starke Zunahme von Buchungen gebe es aber nicht. Bei den Taxiunternehmen gebe es noch nicht einmal eine verstärkte Nachfrage nach flugausfallbedingten Sondertouren, heißt es bei der Göttinger Funktaxizentrale.

Von Matthias Heinzel

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  • Frischluftfan Schön – 19.04.10
    Ich bin selbst Gelegenheitsflieger bis Häufigflieger (Bahnfahren ist mir zu teuer) und konnte am Wochenende endlich mal einen strahlend blauen Himmel ohne Kondensstreifen oder funkelnde Flugzeuge genießen.

    So ein Flugverbot hat auch seine Vorteile, das besondere am Himmel ist das "Nichts", so als wenn man in einen abgeschiedenen, ruhigen Wald im Winter geht und still hält und "Nichts" hört und genießt: keine A7, keine ICE-Trasse, noch nicht mal Vögel (geht nur im Winter), einfach nur nichts außer Natur. Da sind fünf Minuten Ruhe wie zwei Wochen Urlaub oder der fünf Minütige Blick in den blauen Himmel ohne Kondenstreifen wie - sagen wir mal fünf Tage Urlaub im Süden (ohne vergebliches Warten auf den ausgefallenen Flug).
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