Um so größer das Erstaunen, als die Bauarbeiter am Donnerstag-nachmittag die Straße erneut aufrissen. Der Grund: Jetzt mußten nicht die Entsorgungsbetriebe, sondern noch einmal die Stadtwerke an ihre Leitungen.
Die Göttinger Entsorgungsbetriebe erklärten auf Tageblatt-Nachfrage am Freitagnachmittag: „Nach dem Abschluss der Arbeiten im Kanalbau sollten Ende dieser Woche die Oberflächen wieder hergestellt werden. Die Stadtwerke allerdings haben kurzfristig Schäden an der Fernwärmerohrleitung im Bereich der Baumaßnahme festgestellt.“ In der kommenden Woche nun würden die Arbeiten wie geplant beendet werden. Man habe „vollstes Verständnis, dass jede Art von Beeinträchtigung des Verkehrs für den Bürger, Anlieger und Geschäftsinhaber unangenehm ist. Die Infrastruktur unserer Städte kommt jedoch in die Jahre und versagt nach und nach ihren Dienst. So sind unsere Kanäle aus dem Jahr 1910 und werden demnach bald 100 Jahre alt. Auch die Leitungen der Stadtwerke leisten bereits über 40 Jahre täglich ihren Dienst und werden mit der Zeit zunehmend reparaturanfällig.“
Von Ilse Stein
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