Göttingen. Wissenshungrig sind die Teilnehmer der Kinder-Uni ja von Haus aus. Dass sie aber auch gerne Oliven naschen, ist eine neue Erkenntnis. Zu spüren bekommen das die Grundschüler Chantal Dargenio und Robert Jödicke bei ihrem Vortrag über die Türkei. Neben Obst und Tabak baue man dort vor allem Oliven an, sagt Chantal, die von den Früchten auch gleich ein paar mitgebracht hat. „Wer möchte denn mal probieren“, fragt sie und wird sogleich von einer Kinderschar umringt. Jeder will eine, und im Nu ist die Schale mit den Oliven leer.
Als die Kinder wieder auf ihren Plätzen sind, erfahren sie, dass die Türkei 1923 gegründet wurde. Der erste Präsident der türkischen Republik hieß Mustafa Kemal Pascha. Er bekam den Beinamen Atatürk, was so viel bedeutet wie Vater der Türken. Die türkische Hauptstadt heißt Ankara, die größte Stadt mit etwa 13 Millionen Einwohnern ist aber Istanbul. Sie ist eine der größten Städte der Welt.
Das kann man von der Hauptstadt Äthiopiens im Nordosten Afrikas nicht behaupten. Diese habe rund drei Millionen Einwohner und heiße Addis Abeba, was so viel bedeute wie neue Blume, berichten die Viertklässler Franz Kämmer und Marvin Greiling. In Äthiopien liege eines der heißesten und unwirtlichsten Wüstengebiete der Welt, die Danakil-Senke, sagt Marvin. Temperaturen von mehr als 50 Grad seien hier keine Seltenheit, Wasser gebe es kaum.
Wasser benötigen Delfine hingegen in Massen, schließlich leben sie im Meer – und zwar in sogenannten Schulen, einer Art Familie, berichten Lea Eckardt (11) und Jasmin Braun (10) aus Mengershausen. Delfine können nicht nur einige hundert Meter tief tauchen, sie sind auch unglaublich schnell. Mit bis zu 90 Kilometern pro Stunde könnten sie durchs Wasser schießen, sagen Lea und Jasmin. Und wenn die Tiere danach müde seien, schliefen sie an der Wasseroberfläche – ohne unterzugehen. „Eine Hälfte ist aktiv, die andere schläft“, erklärt Lea das Prinzip.
Goettinger-Tageblatt.de Anmeldung