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Unter Druck: Minderheiten im Irak

Buch schildert Verfolgung der Christen

Von Jörn Barke

In der vergangenen Woche sind die letzten der 2500 Irak-Flüchtlinge, die im Rahmen einer EU-Aufnahmeaktion nach Deutschland gekommen sind, aus dem Grenzdurchgangslager Friedland abgereist. Doch ist damit das Problem der Verfolgung religiöser Minderheiten im Irak – unter den Flüchtlingen befanden sich Christen, Yeziden und Mandäer – gelöst?

Schwester Hatune hilft im Irak: Eine Bombe hat das Haus der alten Frau zerstört, die traumatisiert in den Trümmern lebt.

© Herder-Verlag

Mitnichten, sagt Kamal Sido, Nahost-Experte der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Nach den Informationen der Menschenrechtsorganisation gebe es im Irak weiter Anschläge gegen Christen. So seien auch in diesem Jahr Christen getötet worden und Bombenanschlägen ausgesetzt gewesen.

Eine Liste der GfbV, die Anschläge gegen Christen im Irak seit 2003 dokumentiert, ist 56 Seiten lang. Als „größte Christenverfolgung der Gegenwart“ hat die GfbV den Exodus der orientalischen Christen aus dem Irak bezeichnet. Ihre fast 2000-jährige Geschichte der Christen auf dem Gebiet des heutigen Irak stehe vor dem Ende. Viele Christen seien bereits geflohen, unter anderem nach Syrien und Jordanien. Hätten Anfang der 80er Jahre noch etwa 1,2 Millionen Christen im Irak gelebt, seien es jetzt weniger als die Hälfte.
Die GfbV hoffe daher, so Sido, dass die Aufnahmeaktion fortgesetzt wird und es nicht bei den 2500 Flüchtlingen bleibt. Trotz aller Bedrängnis gebe es jedoch bei politischen Vertretern und den christlichen Kirchen im Irak auch das Bestreben, dem islamistischen Terror nicht zu weichen, in der Heimat zu bleiben und das Fortbestehen des dortigen Christentums zu sichern. Deshalb verfolge die GfbV unterschiedliche Ansätze im Hinblick auf die Christen im Irak: Flüchtlinge, die Deutschland erreichten, müssten aufgenommen werden. Nach Syrien oder Jordanien geflohene Christen müssten durch die christlichen Kirchen dort unterstützt werden. Und schließlich müsse auf die irakische Regierung Druck ausgeübt werden, damit in von Minderheiten besiedelten Gebieten eine kommunale Selbstverwaltung möglich werde.

Anders sei die Situation der Mandäer, so Sido. Für die weniger als 5000 im Irak verbliebenen und verstreut lebenden Anhänger der Religionsgemeinschaft sei kein normales Leben mehr möglich. Die Mandäer sähen für sich keine Zukunft mehr in dem Land. Die GfbV fordere daher die Aufnahme von 2000 Flüchtlingen in Deutschland.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hatte in diesem Jahr am „Tag der bedrängten und verfolgten Christen“ den Irak in den Mittelpunkt gestellt. Von der schwierigen Situation in dem Land berichtet auch die syrisch-orthodoxe Nonne Hatune Dogan. „Es geht ums Überleben. Mein Einsatz für die Christen im Irak“ lautet der Titel des Buches, in dem sie von ihren Erfahrungen erzählt (Herder-Verlag, 200 Seiten, 16,95 Euro). Dogan schildert in dem Buch auch die Geschichte ihrer eigenen Vertreibung aus der Türkei, wo ihre Familie der syrisch-orthodoxen Minderheit angehörte. Christen seien Schikanen und Misshandlungen durch die muslimische Mehrheit ausgesetzt gewesen, berichtet sie. Von Christen bestellte Felder seien zerstört worden. Ihre Familie flieht nach Morddrohungen gegen den Vater 1984 nach Deutschland. In ihrem Heimatdorf Zaz, so Dogan, lebten seit 1993 keine Christen mehr.

Heute engagiert sie sich selbst für christliche Flüchlinge. In ihrem Buch berichtet sie, wie sie im Zuge ihres Engagements nach Jordanien, nach Syrien und in die Türkei reist und dort christliche Flüchtlinge aus dem Irak besucht. Diese berichten der Nonne von Gräueltaten, die ihnen und ihren Familien angetan worden seien. Es sind furchtbare Geschichten von Verstümmelung, Vergewaltigung, Mord.

2009 reist Dogan in den Irak, um sich vor Ort ein Bild über die Lage der irakischen Christen zu machen. Dogan fühlt sich an ihre eigene Geschichte erinnert, als sie die christlichen Enklaven in einer muslimischen Welt besucht: „Was mir auch bekannt vorkam, war die Vorsicht in den Gesichtern der Menschen, die Angst, dass die Fremden, die sich dem Dorf nähern, nicht mit guten Absichten kommen.“ Dogan hört Berichte von Verfolgung, Entführung, Vergewaltigung und Mord. Dennoch berichtet Dogan auch von Christen, die trotz allem im Land bleiben wollen und hierfür auf Hilfe aus Europa hoffen.

In Bagdad besichtigt Dogan drei christliche Kirchen, die bei Brandanschlägen zerstört wurden: „Es tat so weh, die kaputten Gotteshäuser zu sehen: die Fenster in Trümmern, die Kreuze alle heruntergeholt, die Altäre entzwei.“

Auch ein Abschnitt zum Grenzdurchgangslager Friedland findet sich in dem Buch. Dogan berichtet von einem kurzen Besuch dort und zitiert eine syrisch-orthodoxe Flüchtlingsfamilie, die voll des Lobes über Deutschland ist: „Die Leute kümmern sich so sehr um uns. Wir können nicht klagen. Wir wissen, dass wir hier sicher sind. Kein orientalischer Staat würde sich so um uns kümmern.“ Und mit gutmütigem Neid blickt Dogan auf den Sprach- und Orientierungskurs für die Flüchtlinge aus dem Irak: „So ein Integrationskurs hätte mir und meiner Familie viel Frust erspart. Und auch so manches Missverständnis. Aber umso mehr gönnte ich es den Flüchtlingen, und es freute mich, dass es den Christen in Friedland gutging.“

Der evangelische Lagerpastor Martin Steinberg betont umgekehrt den großen Integrationswillen der Flüchtlinge aus dem Irak. Sie hätten gute Qualifikationen, eine hohe Motivation, die deutsche Sprache zu lernen und ein großes Interesse am Fortkommen ihrer Kinder.

Doch ein Problem beschäftigt Dogan bei ihrem Aufenthalt in Friedland: „Die beiden Familien, mit denen ich sprach, hatten keine schrecklichen Dinge erlebt, wie die Flüchtlinge, die ich in Jordanien, Syrien, in der Türkei und im Libanon traf. Sie hatten keine Angehörigen durch Attentate verloren, waren nicht Opfer von Vergewaltigungen oder Entführungen geworden.“ Sie freue sich sehr, dass diesen Familien dieses Schicksal erspart geblieben sei, wundere sich aber über die Auswahl der deutschen Behörden: „Sind es solche Fälle – wohlhabend, freundlich und psychisch stabil –, die sich die Bundesrepublik als ihre neuen Mitbürger aussucht? Und was ist mit den vielen anderen?“

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  • Milchmädchenrechnung Paulente – 15.08.10
    Aha!
    Migrationshintergrund ist also gleich Moslem?
    Ich habe viele Freunde mit Migrationshintergrund, keiner von denen interessiert sich ernsthaft für die islamische Religion.

    Wer von ihnen geht denn bitte Sonntags in die Kirche und hält sich an die zehn Gebote?
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  • Christenverfolgung Brockenteufel – 13.08.10
    Zum Dank dafür entstehen überall Moscheen, werden Speisepläne in Kantinen und Mensen auf "islamfreundlich" ausgerichtet und RTLII gibt jeden Morgen und Abend die Zeiten, wann Fasten nötig ist, zum "Ramadan" heraus.

    Und aus lauter Dankbarkeit verbieten Kindergärtnerinnen und Lehrer, ihren "Schutzbefohlenen" die Pausenbrote mit Aufschnitt aus Schweinefleisch zu belegen.

    Armes Deutschland!
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  • @Jühnder Steuerzitrone – 13.08.10
    Wenn man die bürgerkriegsähnlichen Zustände "in den sozialen Brennpunkten" Frankreichs, NL, DK, B, GB, S, etc pp. so betrachtet sind es keine 15 Jahre bis es bei uns soweit kommen wird. Höchstens 5 Jahre, m.E. sogar noch früher.

    Lage in F, dazu nettes Video:

    http://www.youtube.com/watch?v=DQJalV5Wbe8&feature=player_embedded

    Stichwort:
    Anwerbung türkischer Polizisten (direkt aus der Türkei; nicht türk. MiHiGru aus D, wie es manch besorgter Bürger dachte oder denken sollte)
    für die Problemviertel in NRW...

    Von Berlin-Neukölln, Hamburg-Billstedt, Duisburg-Marxloh,etc. wo der Staat schon kapituliert hat und sich mit unserem Hartz4-Schutzgeld vor dem Ausbruch der "Sozialen (=ethnischen) Unruhen" zu schützen versucht, ganz zu schweigen.

    Gleichzeitig werden Politiker, wie Geert Wilders oder Rene Stadtkewitz , die diese unübersehbaren Fehlentwicklungen der Einwanderungspolitik ungeschönt ansprechen als "Rechtspopulisten" oder "Hetzer" verunglimpft.

    Die Linken/Roten/Grünen wollten die Muslime hierher holen, um das verhasste Bürgertum zu stürzen, merken aber nicht, dass sie schon lange von den Muslimen benutzt werden ( "nützliche Idioten":O-Ton eines Bremer Imams)
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  • Ich bin verwirrt Jühnder – 13.08.10
    Erzählen uns nicht andauernd die PolitikerInnen von C*DU bis Linksgrün, dass der Islam "friedlich", "tolerant" und eine "Bereicherung unserer bunten Republik" sei?

    Noch sind AtheistInnen und ChristInnen in Europa die Bevölkerungsmehrheit, aber der Bevölkerungsaustausch schreitet fort, in Pforzheim z.B. haben 71% aller unter 3jährigen einen "MIgrationshintergrund", und damit sind keine Isländer oder Schweden gemeint.

    Das sollte einem zu denken geben und welche Antwort wird die Antifa in 15 Jahren haben, wenn ihr die Macht der Strasse streitig gemacht werden wird?

    Spannende Zeiten, die da auf uns zukommen werden!
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  • So etwas soll es auch geben, ihr Gutmenschen?! DerböseWolf – 13.08.10
    Danke für den Artikel.Gab es irgendwo Lichterketten oder Friedensdemos durch die Gutmenschen?
    Der Mangel an Solidarität mit den verfolgten Christen in islamischen Ländern ist bedrückend. Die Einseitigkeit der Verurteilungen der internationalen Gemeinschaft ist ebenfalls erschütternd.
    Zu Recht spricht ein ägyptischer Christ dies an:

    "Israel, über das ihr in euren Artikeln schimpft und Hass verbreitet, ist sehr fair gegenüber der Million Araber, die in diesem demokratischen Staat leben. Im Vergleich zu den Kopten, den ursprünglichen Bewohnern Ägyptens, genießen die Araber in Israel alle ihre Rechte. Sie sitzen sogar in der Knesset. Die Kopten können nur vom Parlament träumen."

    Das Bewusstsein, welchem Leid die Christen ausgesetzt sind, muss erst noch geweckt werden. Z.B. sind die Kopten die Urbevölkerung Ägyptens, sie sind die ÄGYPTER, die jetzigen Moslems Ägyptens sind aber Araber, die das christliche Ägypten (seit dem 2. Jh. voll christianisiert) im 7. Jh. erobert und islamisiert haben. Die Urbevölkerung aber hat alles verloren, sie werden im eigenen Stammland diskriminiert, schikaniert und ermordet, sind aller Rechte beraubt und werden bis aufs Blut gedemütigt.

    Der Irak ist das Land der Aramäer, der Nachfahren Arams, der ein Sohn des Sem war. Sie stammen aus dem Gebiet zwischen Euphrat und Tigris (die Araber stammen aus dem Gebiet westlich des Euphrats, sie stammen von der arabischen Halbinsel, z.B. die Jemeniten sind echte Araber). Aramäer sind die Urchristen, im Irak bzw. Mesopotamien gab es 100% Christen, heute nur noch 3%.

    Ob man hier von ethnischer Säuberung der Aramäer oder Ausrottung der Urchristen spricht (Aramäer sind Christen sowie alle Christen Iraks Aramäer sind, da es kaum arabisch-moslemische Konvertiten gibt), macht keinen Unterschied, sondern es ist eine bittere Tatsache, die wahrscheinlich erst noch begriffen werden muss. Das ist die Realität!

    Anstatt über theoretische Begriffe zu lamentieren, sollte man sich die grausame Realität vor Augen führen, aber wen interessiert das?

    Ich sehe vor allem eine tiefe Verbundenheit zwischen Juden und Christen, die leider von der Kirche nicht so herausgehoben wird, lieber tappt man in die abrahamitische Falle der Moslems. Mir ist keine zweite Sekte bekannt in welcher der Stolz auf Irrsinnigkeiten stärker promotet wird als in der Lehre, in welcher Morden zum höchsten Glaubensbekenntnis gemacht worden ist:

    http://www.derprophet.info/

    Sure 5 Verse 51,52: : "Oh Gläubige nehmt weder Juden noch Christen zu Freunden; denn sie sind nur einer des anderen Freund. Wer von euch sie zu Freunden nimmt, der ist einer von ihnen. Ein ungerechtes Volk leitet Allah nicht."

    Sure 9, Vers 5: "Und wenn nun die heiligen Monate (Ramadan) abgelaufen sind, dann tötet die Heiden, wo (immer) ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf!"

    Sure 9, Vers 111: "Siehe, Allah hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für das Paradies erkauft. Sie sollen kämpfen in Allahs Weg und töten und getötet werden. ... Freut euch daher des Geschäfts, das ihr abgeschlossen habt; und das ist die große Glückseligkeit."

    http://www.koran.terror.ms/

    ...aber Islam ist Frieden™
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  • Nicht nur Irak, ganz Europa Klaus42 – 13.08.10
    Liebe Gutmenschen, bitte einmal aufwachen. Die verfolgung andersgläübiger durch den Islam findet nicht nur im Irak statt sondern etabliert sich mitten unter uns.

    http://www.youtube.com/watch?v=IdU-lhpgyCk

    hier wird angekündigt das die Muslime auch in Deutschland "missionieren" werden bis sie in der mehrheit sind...was dann mit der minderheit passiert kann sich ja jeder denken, in Frieden leben werden die sicher nicht...
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