Die Göttinger Bundestagsabgeordneten sind mit Blick auf die Bundestagswahl im September durch die Bank optimistisch. Der SPD-Abgeordnete Thomas Oppermann sieht das Wahlergebnis als hinreichende Grundlage, um den Wahlkreis Göttingen wieder zu gewinnen. „Wir drehen das Kreisergebnis um.“ Insgesamt sei das Europawahlergebnis sehr enttäuschend, räumt er ein. Die SPD habe ihre Anhänger nicht hinreichend mobilisieren können. Die Errungenschaften des Sozialstaats seien offenbar so selbstverständlich, dass geglaubt werde, man müsse nicht mehr kämpfen, um sie zu erhalten.
Die Grünen feierten sensationelle Ergebnisse, bundesweit wie kommunal, so der Göttinger Abgeordnete und Bundestags-Spitzenkandidat der Grünen, Jürgen Trittin. Das gelte auch für Göttingen. „Die Grünen sind in Göttingen gleichauf mit den ehemaligen Volksparteien. Unsere leichten Verluste in Göttingen sind unerfreulich, wir kamen aber von einem außergewöhnlich hohen Niveau.“ Anders die CDU, so Trittin. Sie habe bei der letzten Europawahl schon verloren und sei nun noch einmal tief gestürzt. „Der schwarz-gelbe Durchmarsch ist abgeblasen, die neue dritte Kraft in Deutschland heißt Grün, die Bundestagswahl wird hochspannend.“
Der CDU-Abgeordnete Hartwig Fischer sieht im regionalen Wahlergebnis vom Sonntag eine gute Ausgangslage für die Bundestagswahl. „Wir werden kämpfen, um den Wahlkreis direkt zu gewinnen.“ Im Versuch der SPD zu polarisieren, sieht er einen Fehler. „Die Leute wollen vor dem Hintergrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage eine sachliche Auseinandersetzung.“ Die SPD könne sich keine Hoffnung machen, in absehbarer Zeit Mehrheitspartei im Kreis zu werden, glaubt CDU-Kreisparteichef Harald Noack. CDU und Grüne verfügten nach wie vor über eine deutliche absolute Mehrheit.
ft
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Chancen von Erika Mann Sascha Völkening – 08.06.09
Die Chancen von Erika Mann auf ein Nachrücken ins Europaparlament sind nicht so gut, da die SPD Listen aufgestellt, auf denen jeder Bewerber einen persönlichen Ersatzkandidaten hat, der als erstes nachrückt. Erst danach würde die Liste und damit Erika Mann nachrücken. Diese Regelung dient vor allem der Sicherung des regionalen Proporzes bei einer Bundesliste und wird nur von der SPD verwendet. Die CDU hat Landeslisten und die anderen Partei jeweils Bundeslisten ohne individuelle Nachrücker. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenKommentar schreiben
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