100 Jahre alt: Margarete Eckstein feiert Geburtstag.
Und es scheint zumindest bei ihr funktioniert zu haben. Am Freitag, 3. September, feiert die Göttingerin ihren 100. Geburtstag. „Ich habe immer gearbeitet“, sagt Eckstein. Ihre Arbeit war die Hausarbeit. Entweder im eigenen Haushalt oder als Haushälterin bei anderen. Während ihr Mann als Herrenschneider tätig war, hat sie den Haushalt geschmissen.
Geboren wurde die 100-Jährige 1910 in Breslau, heiratete 1934 ihren Mann mit dem sie bis 1991 verheiratet war, und der 1991 im Alter von 97 starb. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges lebte Eckstein mit ihm und dem Sohn im Kreis Schweidnitz in Schlesien. „Wir wurden aus unserer schönen Heimat vertrieben“, erinnert sich Eckstein. In Güterwaggons seien sie von den Sowjets „nach langer Irrfahrt“ zunächst nach Sachsen gebracht worden. „Die Flucht war furchtbar“, sagt sie. Über verschiedene Stationen gelangte die Familie dann erst nach Dankelshausen, dann nach Göttingen in die Dahlmannstraße und zuletzt nach Geismar. „Göttingen ist uns zur zweiten Heimat geworden“, sagt Eckstein. Besonders mit ihren Nachbarn habe sie sich gut verstanden. Heute wohnt sie im Seniorenzentrum Göttingen.
Die Antwort auf die Frage, was denn im Rückblick das Schönste in ihrem langen Leben gewesen sei, kommt schnell: „Die Familienzusammenführung nach dem Krieg.“ Glücklicherweise war der Sohn gesund und auch ihr Mann kam aus der Kriegsgefangenschaft zurück.
Für die Zukunft hat Margarete Eckstein einen Wunsch: „Der HSV müsste mal Meister werden“, sagt sie. Seit den glorreichen Zeiten von Uwe Seeler beim Hamburger Sportverein drückt sie dem HSV die Daumen. „Den finde ich gut“, sagt sie. Es versteht sich, dass die 100-Jährige bei der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft für die deutsche Mannschaft gejubelt hat.
Heute feiert Eckstein ihren 100. Geburtstag im Seniorenzentrum. Ihr Enkelsohn und die beiden Urenkel haben sich unter anderem angemeldet.
Kommentare
100. Geburtstag Simone M. – 10.09.10
Herzlichen Glückwunsch !! ;) Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenHannover 1896 DerRote – 03.09.10
Wahrscheinlich meinte sie mit HSV einfach den Hannoverschen Sportverein. Was dann vom GT falsch gedeutet und gedruckt wurde. Wenn die gute Frau diese Saison noch durchhält, könnte das sogar was mit dem Titel werden. 6 Punkte haben wir ja schon... :S Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenEchter Hamburger? Hamburger – 03.09.10
Merkst selbst nä. Die gute Frau hat sich in ihrer Vereinswahl zu Uwe Seelers Zeiten ganz bestimmt diesen Vorfall zum Kriterium gemacht. Du bist bestimmt kein Hamburger, die würden nicht so oberflächlich und banal solch einen sch..... verfassen.Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Margarete Ein Hamburger – 03.09.10
Herzlichen Glückwunsch und beste Grüsse aus Hamburg.Die Sache mit dem HSV hat mich zu Tränen gerührt. Danke Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
FC St. Pauli Hamburger – 03.09.10
Wie kann man Fan des HSV sein, dessen Fans zu fünfzehnt ein körperlich behinderten, eine Frau, ihren Sohn (alle drei Fans des FC St. Pauli)und den Torwart von St. Pauli angreifen? Da mögen Sie ein sehr tollen und fairen Verein Frau Eckstein! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenKommentar schreiben
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