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Medikamente oder Krampfanfall

Dreimal aufgefahren und dann geflohen

Zu einem ungewöhlichen Verkehrsunfall kam es am Mittwochmorgen, 22. September, auf der L572 zwischen Drüber und Stöckheim. Ein 56 Jahre alter Mann aus Einbeck fuhr mit seinem Pkw dreimal kurz hinter einander auf den vor ihm fahrenden Pkw einer 45-jährigen Frau auf.
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Hierbei handelt es sich um eine Mitteilung der Polizei: Die ebenfalls aus Einbeck stammende Fahrerin war in Richtung Northeim unterwegs und hielt am Ortseingang Stöckheim an, um mit ihrem Unfallgegner das Geschehen zu besprechen. Dieser fuhr jedoch an dem Pkw der Frau vorbei und setzte seine Fahrt in Richtung Northeim fort, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Völlig verwundert über dieses Verhalten informierte die Einbeckerin die Polizei über Notruf, nachdem sie sich das Kennzeichen des Pkws notiert hatte.
Bereits auf der Fahrt zur Unfallstelle kam den Polizisten der gesuchte Pkw entgegen. Das Fahrzeug wurde angehalten und der Fahrer befragt. Er gab an, von keinem Unfall zu wissen. Allerdings war sein Wagen an der Frontpartie leicht beschädigt. Es musste also doch einen Unfall gegen haben, den der Einbecker dann auch einräumte. Weiter gab er an, dass er aus gesundheitlichen Gründen bereits seit Jahren gezwungen sei, Medikamente einzunehmen. Wahrscheinlich wegen dieser Medikamente oder eines kurzfristigen Krampfanfalls habe er den Unfall verursacht, er habe wohl einen "Black-Out" gehabt. Eine Überprüfung ergab, dass der Mann keinerlei Alkohol getrunken hatte.
Nach Abgabe einer freiwilligen Blutprobe wurde dem 56-jährigen auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Göttingen zunächst einmal die
Fahrerlaubnis entzogen und der Führerschein beschlagnahmt.
An beiden Fahrzeugen entstand leichter Sachschaden. Der Gesamtschaden beträgt etwa 3000 Euro. Es wurde niemand verletzt.

ots


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