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Krach bei GfbV

Ermittlungen gegen Zülch

Von Matthias Heinzel

Wegen Veruntreuung von Geld ermittelt die Göttinger Staatsanwaltschaft gegen Tilman Zülch, Chef der Göttinger Menschenrechtsorganisation Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). 

Göttingen. Dem Beschuldigten werde vorgeworfen, dass er sich zu Lasten des Vereinsvermögen um etwa 70 000 Euro bereichert habe, teilte Staatsanwalt Frank-Michael Laue mit. Zudem soll er vereinseigenes Geld anderen Personen gegeben und damit den Verein geschädigt haben.

Die GfbV weist unterdessen die Vorwürfe gegen Zülch „mit aller Entschiedenheit“ zurück. Die Organisation lasse ihre Bücher und alle Kontobewegungen ständig von zwei unabhängigen Wirtschaftsprüfungsbüros kontrollieren, erklärten Vorstand und Belegschaft gestern. Auch die Prüfer des Finanzamtes hätten nichts zu beanstanden gehabt.

Die GbV vermutet hinter der Strafanzeige interne Auseinandersetzungen. Zwei ehemalige Vorstandsmitglieder hätten ein Arbeitsgerichtsverfahren gegen Zülch angestrengt. „Die falschen Behauptungen, mit denen unser Generalsekretär jetzt konfrontiert wird, sind ein zerstörerischer Racheakt von vor wenigen Monaten abgewählten Mitgliedern des Vorstands“, teilt der neue Vorstand weiter mit: „Sie können sich offenbar nicht damit abfinden, dass unsere Jahreshauptversammlung ihnen einstimmig  mit 108 zu null Stimmen das Vertrauen entzogen hat.“ Die Staatsanwaltschaft wolle zunächst die Akten dieser Zivilprozesse auswerten, erklärte Sprecher Laue.

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