Hettensen. Jetzt kündigte die Stadt Hardegsen die Umbettung der Urne an. Die Familie hatte das Doppelgrab vor 18 Jahren erworben. Vor der Beisetzung hatte sich allerdings überraschenderweise herausgestellt, dass die zweite Doppelgrabhälfte bereits belegt war. Im ausgehobenen Grab lag ein unbekannter, intakter Eichensarg. Obwohl der im Januar gestorbene Ehemann für sich eine Einäscherung ausgeschlossen und seine Beisetzung neben dem Sarg seiner Ehefrau bestimmt hatte, stimmten die Angehörigen angesichts der Umstände einer Verbrennung des Leichnams zu. So kam es zu der Urnenbestattung und zur Verwechslung der Einzelgrabstätten. Die Hinterbliebenen fordern jetzt die Umbettung und Schadensersatz, was die Stadtverwaltung bisher ablehnte.
Zumindest der Umbettung stimmte die Hardegser Stadtverwaltung jetzt zu. Bürgermeister Dieter Sjuts (parteilos) kündigte an, mit den Hinterbliebenen zu einer „einvernehmlichen Regelung“ zu kommen. Die Kosten für das Grab würden zum Einzelgrab zurückgerechnet. Darüber, wer in dem unbekannten Sarg liegt, gibt die Verwaltung auch weiterhin keine Auskunft. Der Boden des Hettenser Friedhofs besteht zum Teil aus Lehm, der durch Luftabschluss Verwesungsprozesse stark verlangsamen kann.
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