Rosdorf. Wie dieses Familienzentrum aussehen, was es im Angebot haben und wo es untergebracht werden könnte, auch dazu gibt es nun erstmals erste Überlegungen. Die Frauenbeauftragte Christa Bauer-Schmidt stellte sie jüngst im Sozialausschuss vor. Demnach könnte das Familienzentrum entweder im Gebäude Am Plan 3 hinter dem Gemeindezentrum, wo sich jetzt bereits das Jugendzentrum befindet, oder im Gebäude der Anne-Frank-Schule untergebracht werden. In jedem Fall müsse es in Rosdorf und dort so zentral wie möglich liegen, betonten Rosdorfs Ortsbürgermeister Gerhard Winter (CDU) und seine Vorgängerin Margret Münzel (SPD) im Ortsrat.
Bauer-Schmidt sieht das ähnlich. „Ein Familienzentrum in Rosdorf sollte im Kernort angesiedelt sein“, heißt es in ihren Überlegungen. Dort gebe es mit mehr als 6000 Einwohnern „kleinstädtische Strukturen und eine gewisse Infrastruktur“. Gleichwohl sollte das Familienzentrum offen sein für alle Ortschaften. Es müsse die Angebote der einzelnen Kindertagesstätten ergänzen und weitere Personenkreise ansprechen, darunter Familien mit älteren Kindern, Neubürger, Mädchengruppen, Alleinerziehende, Alleinstehende und Senioren. Kurzum: „Ein Familienzentrum in Rosdorf sollte konfessionell neutral sein und allen Bürgern offen stehen.“
Das Familienzentrum sollte laut Bauer-Schmidt eine Mischung aus Fachberatungsstelle und Mehrgenerationenhaus sein. Zum Angebot könnten unter anderem gehören: Beratung und Unterstützung von Familien, Tagespflege, Frühförderung, Schwangerschaftsgymnastik, Gesundheitssprechstunde für Ältere, Eltern-Kind-Spielkreise, Nachbarschaftshilfe, Jung trifft Alt, Bücherei, Theater, Beratung von Senioren, Tanztee und Internetcafé für Senioren.
Dafür wird Platz benötigt. Unabdingbar seien Küche, Sanitärbereich, großer Aufenthaltsraum, ein bis zwei kleinere Räume, Café und Büro. Wünschenswert wären zudem laut Bauer-Schmidt ein Kreativbereich wie Werkstätten, eine Kleiderkammer, eine Bücherei und ein zweiter größerer Gruppenraum sowie eventuell ein Trauzimmer. Viele der Angebote könnten von Ehrenamtlichen gestemmt werden – das Familienzentrum benötige aber in jedem Fall eine hauptamtliche Leitung.
Auch wenn es nun erste Ansätze gibt – entschieden ist noch nichts. Unter anderem steht auch noch hinter der Finanzierung der Einrichtung ein großes Fragezeichen.
Als nächstes befasst sich der Rat der Gemeinde Rosdorf am Montag, 13. Februar, mit dem Thema Familienzentrum. Beginn ist um 19 Uhr im Saal des Gemeindezentrums Rosdorf, Lange Straße 12.
Goettinger-Tageblatt.de Anmeldung