Kein Anschluss, keine Nummer: Katrin Eickmeyer-Bolle ärgert sich über die Telekom.
Das Neubaugebiet ist schon ein paar Jahre erschlossen. Die Firma Eickmeyer-Bolle hat dort im vergangenen Jahr gebaut und im Mai einen Nutzungsantrag bei der Telekom gestellt – mit Teilerfolg: Im September wurden die Telefonanschlüsse im Haus und zur Grundstücksgrenze gelegt. Allerdings fehlte der freigeschaltete Anschluss. Den beantragte Bolle im Oktober, aber: „seitdem herrscht Funkstille“. Einzige Antwort: Die Kabelkapazität reiche nicht aus. „Aber das ist doch bei einem neuen Gewerbegebiet unglaublich“, so Bolle.
Die Wartezeit hat teure Folgen: Damit die Firma arbeiten kann, besorgten sich Bolle und seine Frau Kerstin Eickmeyer-Bolle drei Handys. Offizielle Firmennummer ist der private Telekomanschluss – „und wird für viel Geld auf die Handys umgeleitet“. Auch die Computer für Bestellungen, Rechnungen und ähnliches seien zunächst in der Privatwohnung geblieben – „verbunden mit viel Fahrerei“. Inzwischen stehen sie in der Firma, mit Internetzugang über die Handys. Die hätten in dem gut isolierten Neubau aber kaum Empfang. Und den Firmenserver könne er per Funk von außen auch nicht aktivieren, „dazu brauchen wir einen richtigen Telefonanschluss“, klagt Bolle. Das gelte auch für ein dringend benötigtes Faxgerät.
Als das Tageblatt bei der Telekom nachfragte, war wieder ein paar Tage Funkstille. Dann kam neben einer Erklärung gleich eine Erfolgsmeldung: Am Hamberge habe es eine Verteilstation mit sechs Leitungen gegeben. Die seien mit den Anschlüssen für eine Pumpstation, ein Umspannwerk und anderen neuen Betrieben schnell belegt gewesen. Für weitere Anschlüsse habe erst ein neues Kabel verlegt werden müssen – 500 Meter lang, durch Privatgrund und mit Genehmigungsverfahren. „Das braucht seine Zeit“, sagte Steinke. Aber just seien die Leitung da und der Anschluss schon eingerichtet. Davon hat Bolle bis gestern „aber noch nichts gemerkt“.
Von Ulrich Schubert
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