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Göttingen

Fleisch und Wurst im Wert von 25000 Euro gestohlen


Stracke, Feldkieker, Rostbratwurst: Fleischwaren im Wert von rund 25000 Euro haben Mitarbeiter eines Göttinger Betriebes gestohlen. Die Polizei hat vier Mitarbeiter der Firma Börner-Eisenacher und einen weiteren Verdächtigen festgenommen.

Seit Mai sind die Ermittler der Polizei den Männern im Alter von 33 bis 60 Jahren auf der Spur. Die Männer kommen aus Stadt und Landkreis Göttingen, aus dem Landkreis Northeim und aus Nordhessen. Alle haben nach Angaben der Polizei bereits „umfangreiche Geständnisse“ abgelegt. In Einvernehmen mit der Staatsanwaltschaft wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen die mutmaßlichen Diebe, von denen vorher kaum einer polizeilich aufgefallen war, wurde ein Ermittlungverfahren wegen Diebstahls und Betruges eingeleitet. Vier der Männer arbeiten in dem Betrieb, weitere Verdächtige zählen zu ihrem persönlichen Umfeld.

Augefallen war der Diebstahl vor einigen Monaten. „Bei den  monatlichen Inventurrechnungen wurden Gewichtsabweichungen zwischen Warenein- und Ausgang festgestellt“, erklärt Geschäftsführer Frank-Walter Eisenacher.  Erste Nachforschungen seien bereits in Richtung Diebstahl von Wurstwaren und auch Fleisch gelaufen. „Wir haben daraufhin Kontakt mit der Polizei aufgenommen und Anzeige erstattet“, so der Geschäftsführer. Im Laufe der Ermittlungen wurden dann die vier Mitarbeiter festgenommen.

Wie hoch der Schaden genau ist, sei noch offen, da die Polizei noch Akten aufbereite. „Die Geschäftsführung und Mitarbeiter sind von den Vorkommnissen geschockt, insbesondere weil es sich bei den Beschuldigten um langjährige Mitarbeiter handelt“, sagt Börner-Eisenacher. Und weiter: „Den Beschuldigten wurde fristlos gekündigt.“

Verkauft und verzehrt

Was die Diebe mit Fleisch und Wurst gemacht haben, ist laut Polizei noch nicht endgültig geklärt. „Nach dem gegenwärtigen Ermittlungsstand transportierten die arbeitsteilig agierenden Tatverdächtigen das Diebesgut auf unterschiedliche Weise vom Firmengelände ab“, so Polizeisprecherin Jasmin Kaatz. Verpacktes Frischfleisch mischten die Diebe vermutlich bei Auslieferungsfahrten unter die Ladung. An verabredeten Treffpunkten wurde die Ware an Komplizen übergeben, die den weiteren Vertrieb übernahmen. Die Fleischwaren wurden anschließend entweder  verarbeitet, verzehrt, weiter verkauft, über den von einigen Tatverdächtigen organisierten Partyservice veräußert oder an Hehler abgegeben. 

Von bib

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