Navigation:
Aktuelle Beilagen Anzeigen- und Abo-Service
Nachrichten Göttingen Übersicht

Besonders Tiere sind gefährdet

Gefährliches Jakobskreuzkraut breitet sich aus

Besonders für Pflanzenfresser wie Pferde und Rinder ist es gefährlich: das Jakobskreuzkraut. Vor allem in Norddeutschland hat sich die Pflanze stark ausgebreitet. Für Menschen ist sie eher ungefährlich. Ein Neugeborenes starb jedoch, weil die Mutter vermutlich während der Schwangerschaft einen Tee aus dieser Pflanze getrunken hatte.

Schön, aber doch gefährlich: Besonders Tiere können sich am Jakobskreuzkraut vergiften.

© Landwirtschaftskammer NRW/Montage: Pohl
Lesezeichen setzen:

Das giftige Jakobskreuzkraut, Senecio jacobaea, gehört zur Familie der Korbblütler. Es ist auf Wiesen und Weiden mit lückenhafter Grasnarbe in der Nähe von Bracheflächen und auf Straßen- und Wegrändern verbreitet. Die Blütezeit ist von Juni bis September. Besonders für pflanzenfressende Tiere wie Pferde und Rinder ist es gefährlich.

Das Kraut enthält Alkaloide, welche die Leber schon durch kleine Dosen schädigen können. Dadurch ist eine schleichende Vergiftung über Jahre möglich. Das Gift ist in sämtlichen Pflanzenteilen enthalten und in der Blüte stark konzentriert. Die ausgewachsene Pflanze bildet Bitterstoffe, welche die Tiere vom Fressen abhält. Die Jungpflanze besitzt diese hingegen nicht und wird bevorzugt gefressen. In Heu und Silage ist das Gift ebenfalls wirksam.

Nur sechs Fälle beim Giz

Laut dem Giftinformationszentrum (Giz) Nord in Göttingen besteht für Menschen nur ein geringes Risiko. In der Falldatenbank des Giz-Nord seien im Zeitraum 1996 bis heute insgesamt sechs Fälle verzeichnet, bei denen Jakobskreuzkraut oral aufgenommen worden war. In fünf Fällen waren Kinder betroffen. Nur in einem Fall waren Symptome aufgetreten: Ein Säugling hatte Fieber, nachdem er auf einem Blatt gekaut hatte. Der ursächliche Zusammenhang wurde jedoch als unwahrscheinlich bewertet.

Es gibt jedoch auch beunruhigende Meldungen: So war im Mai dieses Jahres in Baden-Württemberg ein Neugeborenes wahrscheinlich gestorben, weil die Mutter während der Schwangerschaft große Mengen eines Gesundheitstees, der Spuren des Jakobskreuzkrautes enthielt, getrunken hatte. Die Leber des Fötus war dadurch stark angegriffen. Auch Honig kann Spuren des Giftes enthalten.

In Norddeutschland hat sich das Kraut in den vergangenen Jahren stark ausgebreitet. Um die Pflanze einzudämmen, sollte man sie ausgraben oder ausstechen und vernichten. Sie sollte vollständig mit Wurzel entfernt werden, da sie sonst schnell wieder aus den Wurzelresten austreibt.

Weitere Infos gibt es im Internet hier oder hier.

Von Josefine David


Kommentar schreiben

Anzeige

Anzeige

GT-Extra

GT-Extra

Göttingen und die Region aus der Vogelperspektive entdecken? Mit den Webcams des Tageblattes kein Problem.
weiter zum Artikel

Bilder, die bewegen: Das sind die Lokalen Videos des Tageblattes.
weiter zum Artikel

Das Wissen über die Geschichte der Region wird im digitalen Heimatarchiv des Tageblattes gesammelt. Hier geht es zu Wiki-Göttingen.
weiter zum Artikel

Seien Sie live dabei, wenn die Baketballer der BG Göttingen Jagd auf die Körbe machen.
weiter zum Artikel

Wissenswertes aus aller Welt, tolle Basteltipps und lustige Witze - das und mehr gibt es auf Taggi-Online zu entdecken.
weiter zum Artikel

In Sekundenschnelle auf dem Laufenden sein: Mit dem GT bei Twitter ist das möglich.
weiter zum Artikel

An jedem Mittwoch - und zusätzlich "Außer der Reihe" - veröffentlicht das Tageblatt ein neues Hörstück. Hier geht es zu den Podcasts.
weiter zum Artikel

Unsere digitalen Beilagen

Geschichtswerkstatt

Göttinger Zeitreise

Wir laden Sie herzlich zu einer Reise in die Vergangenheit ein und würden uns auch freuen, wenn Sie uns helfen, weitere Dokumente zu finden. Ein Film über die 1950er Jahre in Göttingen wird daraus entstehen. mehr


 

Leser werben Leser

Prämien-Shop

Werben Sie einen neuen Abonnenten, und wählen Sie Ihre Wunsch-Prämie aus über 2.500 Top-Prämien. mehr


 

Schuldatenbank




Ticketservice

Ganz vorne mit dabei

Egal ob regionale Veranstaltung oder internationaler Top-Show-Act. In unserem Tageblatt-Ticketshop können Sie bequem am Bildschirm die gewünschten Eintrittskarten kaufen. mehr


 

So entsteht das Tageblatt...

Dieses Video zeigt Ihnen die Arbeit von Redaktion, Rotation und Vertrieb im Druckhaus Göttinger Tageblatt. mehr


 

E-Shop

E-Shop

Der "Hohe Hagen" in Dransfeld: Ausgangspunkt für die Landvermessung durch Carl Friedrich Gauß und seit seit 100 Jahren Standort für den Gaußturm mit Panoramablick bis zum Harz, nach Hessen und Thüringen.
weiter zum Artikel

Göttinger Tageblatt Mediengruppe

Das Unternehmen im Überblick

Die Göttinger Tageblatt Mediengruppe ist das führende Medienhaus in Südniedersachsen – ein moderner Dienstleister für Kommunikation, Nachrichten, Werbung und Druck. mehr


 

Veranstaltungen

Tipps rund um die Uhr

Haben Sie Lust auf Nachtleben oder Oper? Darf eine Lesung sein oder eine Ausstellung? Hier finden Sie alle Termine. mehr