Die Kulturdezernentin hatte angekündigt, dass es im Etatplan der Stadt für 2010 keinen höheren Zuschuss für das GSO geben werde. Würde die Stadt dem Orchester freiwillig mehr Geld geben, „wäre das für das Land eine Steilvorlage, die Genehmigung des Haushalts 2010 zu verweigern“, erklärt die kulturpolitische Sprecherin der Grünen, Dagmar Sakowsky.
Hauptgrund für die Finanzierungslücke von rund 250 000 Euro beim Trägerverein des Göttinger Symphonie Orchesters ist eine tariflich zwischen dem Verein und seinen Mitarbeitern vereinbarte Gehaltserhöhung um 7,9 Prozent (Tageblatt berichtete). „Auch Musiker haben ein Recht auf Tarifverträge und ordentliche Bezahlung“, betont Sakowsky. Wenn die Stadt aber für das GSO die Zuschüsse drastisch erhöht, während sie bei vielen kleineren Einrichtungen kaum den Status Quo halten könne, „setzen wir politisch falsche Prioritäten“.
Im Kreise der Zuschussgeber steht viel eher das Land in der Pflicht. Denn schließlich habe sich das GSO zu einem „niedersächsischen Reiseorchester“ gewandelt. Diese strukturelle Ausrichtung sollte sich auch in der anteiligen Finanzierung widerspiegeln.
us
Goettinger-Tageblatt.de Anmeldung
Kommentare
GSO - NRO??? GSO-Fan – 02.11.09
Tatsächlich ist das GSO ein musikalischer Nahversorger für ganz Niedersachsen und darüber hinaus. Ist nichts Neues. Die Stadt Göttingen sollte sich jedoch keinesfalls aus der Verantwortung seinem Orchester gegenüber stehlen! Ein klares Bekenntnis also zur Erhaltung von Qualität-dem GÖTTINGER Symphonie Orchester (und eben nicht dem Niedersächsischen Reise Orchester!?) Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenKommentar schreiben
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet sein!