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Winteraccessoires

Gegen Kälte: Fell über die Ohren, Fett auf die Haut


Rote Nase, eiskalte Füße und Gänsehaut. Wie kann ich mich gegen die Kältewelle schützen? Nina Winter hat sich für das Tageblatt in der Göttinger Innenstadt umgehört und Interessantes herausgefunden.

Warmes Lammfell und Strick mit Bommeln: Tatjana Mernjavec von Hut-Busch mit Mützen

© Theodoro da Silva

Göttingen. „Gerade jetzt leidet die Haut besonders“, sagt Michaela Bremer, Apothekerin der Altstadt-Apotheke in Göttingen. „Die Haut stellt unter acht Grad Celsius die Fettproduktion ein. Eine Extra-Portion Schutz und Pflege ist besonders wichtig“, erklärt die Expertin. Wer im Winter einige Regeln befolge, fühle sich auch bei sibirischer Kälte wohl in seiner Haut. „Wichtig sind jetzt Produkte, die die Haut mit ausreichend Fett versorgen“, rät sie. „Auch für das Immunsystem sollte man etwas tun. Schützende Cremes und Abwehr steigernde Teemischungen stellen wir selbst zusammen.“ Bremers Tipp: Trotz der Kälte raus an die frische Luft. Mindestens zehn Prozent der Gesamtkörperwärme verliere der Mensch über den Kopf, deswegen sei eine Mütze bei den frostigen Temperaturen wichtig.

Mützen, Schals und Handschuhe gehen bei Hut-Busch im Akkord über die Ladentheke. „Besonders die warmen Lammfellmützen mit Ohrenklappen und Strickmützen mit Fellbommeln sind in dieser Saison der Renner“, sagt Verkäuferin Tatjana Mernjavec. Auch im Sporthaus Karstadt sorgt der Dauerfrost für steigende Umsätze, berichtet Mitarbeiterin Carmen Adami. „Alles, was irgendwie warm hält, befindet sich in den Verkaufsetagen“, sagt Adami. Zwar seien derzeit noch die meisten Größen verfügbar, das könne sich aber schnell ändern.

Fehlen zu diesem Zeitpunkt häufig schon die gängigen Kleidungsgrößen, hat der Woggon-Kunde in diesem Jahr Glück: Wegen des milden Dezembers sei noch eine große Auswahl an Winterkleidung vorhanden, sagt Reinhold Brink, Mitinhaber des Modegeschäfts in Göttingen. Nun müsse der Kunde allerdings schnell sein, wenn er sich noch mit warmen Sachen eindecken möchte: „Der Run ging mit der Kältewelle los“, so Brink. „Seitdem werden uns vor allem Handschuhe, Schals und Mützen geradezu aus den Händen gerissen. Warme Schuhe und Strickwaren sind aber noch genügend vorhanden.“

Dabei gilt: Was weg ist, ist weg. Nachbestellen ist bei Winterkleidung praktisch ausgeschlossen: „Die Hersteller beliefern uns schon seit November mit Frühjahresware.“ Was derzeit Neues in die Geschäfte geliefert wird, mag so manchen Kunden schon beim Anblick mit den Zähnen klappern lassen: Leichte Frühlingskleidchen, T-Shirts, Chinos und Sandalen liegen in den Schaufenstern bereit.

Von Nina Winter

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