Göttingen . Per Ratsbeschluss will er jetzt die Landkreise Göttingen, Northeim und Osterode auffordern, das Oberzentrum bei Fusionsverhandlungen zu beteiligen – und droht als Alternative mit der Kreisfreiheit. Die Ratsfraktionen stehen weitgehend hinter Meyers Vorstoß. Im Ratsausschuss für allgemeine Angelegenheiten gab es von der CDU / FDP-Gruppe nur wenige Änderungsvorschläge. Am Freitag beschließt der Rat das Papier.
Meyer reagiert mit seinem Vorstoß auch barsch auf ein Ultimatum des Northeimer Landrates Michael Wickmann. Der Sozialdemokrat verhandelt bereits mit Osterode und hatte Stadt und Kreis Göttingen aufgefordert, sich bis Ende Mai zu einer Fusionen und ihrem internen Finanzausgleich zu positionieren. „Das zeigt, wie weit der Prozess bereits voranschreitet“, so Meyer, „und ich fühle mich als Stadt dabei nicht ernst genommen.“ Es werde Zeit, dass sich Göttingen positioniere. Dazu gehöre auch die Forderung, dass die Stadt als Oberzentrum finanziell gestärkt wird. „Und das dann deutlich besser als bisher“, ergänzte SPD-Ratsfrau Helmi Behbehani. Auch die CDU – eigentlich Gegner der Fusion – stützt Meyers Antrag. Wenn es Verhandlungen zur Neuordnung der Region gibt, „müssen wir an dem Prozess wenigstens beteiligt werden“, so ihr Fraktionsvorsitzender Fritz Güntzler.
Sollte Göttingen absehbar finanziell nicht besser gestellt werden, haben die Fraktionen einen Plan B: ein Alleingang als kreisfreie Stadt. „Das ist aber nicht unsere Priorität“, betonte Meyer. Segnet der Rat seine Vorlage ab, wird die Stadt das Innenministerium trotzdem schon einmal um Vergleichsberechnungen zur Kreisfreiheit bitten. Der Rat tagt am Freitag, 17. Februar, ab 16 Uhr im Neuen Rathaus.
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