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Entdecker-Wettbewerb

Göttinger Schulklassen gewinnen Hauptpreis


Vielfalt-Entdecker waren gesucht – die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat rund 1400 gefunden: Zum zweiten Mal waren Kinder und Jugendliche aufgerufen, sich am bundesweiten
DBU-Schüler- und Jugendwettbewerb „Entdecke die Vielfalt!“ zu beteiligen.

Eine Jury hat die 86 Beiträge zum Thema biologische Vielfalt jetzt in den beiden Altersgruppen der Zehn- bis Zwölfjährigen und der 13- bis 16-Jährigen bewertet. Den Hauptpreis und 1000 Euro Preisgeld gewinnt die „Welt:Klasse Göttingen“ des Hainberg-Gymnasiums in der Kategorie „Verantwortlich handeln“ unter den 13- bis 16-Jährigen. Einen zweiten Platz und 500 Euro sprachen die Juroren der Klasse 8a der Grund-, Haupt- und Realschule Oerel in der Kategorie „Natur erforschen“ unter den 13- bis 16-Jährigen zu.
DBU-Generalsekretär und Juror Dr. Fritz Brickwedde zeigte sich vom Engagement beeindruckt: „Es ist großartig, mit wie viel Kreativität und Methodik die Schüler an das Thema herangehen und das Wettbewerbsthema von unterschiedlichen Seiten beleuchten.“ Ob Bewerbungen als Einzelperson, Gruppe oder ganze Schulklassen: Die biologische Vielfalt sollte während des bundesweiten Wettbewerbs „unter die Lupe genommen“ werden – sowohl zu Hause wie auch weltweit. Zur Auswahl standen die Kategorien „Natur erforschen“, „Verantwortlich handeln“ und „Kreativ kommunizieren“ in den Altersgruppen zehn bis zwölf Jahre und 13 bis 16 Jahre. Die Kinder und Jugendlichen installierten zum Beispiel Nistkästen, bauten Wanzen- und Pflanzenbeete oder schrieben ihr eigenes Musical.

Die „Welt:Klasse Göttingen“ des Hainberg-Gymnasiums nahm im Rahmen ihrer Kooperation mit der Stiftung „Welt:Klasse“ und der Universität Göttingen an einem Wiederaufforstungsprojekt in China teil und pflanzte dort Walnussbäume. Die Jury hob den Mut der 16-Jährigen hervor, ohne Begleitung für mehrere Wochen nach China zu reisen. Über Videokonferenzen standen sie regelmäßig im Kontakt mit ihren daheim gebliebenen Mitschülern, die diese Erfahrungen in den Unterricht integrierten.
Die Klasse 8a der Grund-, Haupt- und Realschule Oerel hatte vor drei Jahren ein See-Renaturierungsprojekt ins Leben gerufen, das sie seitdem mit Unterstützung verschiedener Kooperationspartner pflegen und weiterentwickeln. Zum Beispiel richteten sie in einem Bauwagen neben dem See ein Forschungslabor ein. Bei den Führungen, die sie für andere Schüler oder Kindergartenkinder anbieten, zeigen sie darin, wie man Wasser untersucht und was es sonst rund um den Teich zu entdecken gibt.
Die Jury lobte das Herangehen der Schüler: Sie selbst hätten einen außerschulischen Lernort geschaffen, an dem sie Verantwortung übernähmen und ihr Wissen an andere Schüler weitergäben.
Insgesamt hat die Jury 18 Hauptpreise vergeben. Die Plätze eins bis drei pro Kategorie und Altersgruppe sind mit je 1.000, 500 und 300 Euro ausgestattet. Einen Sonderpreis hatte die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) gestiftet.
Die Erstplatzierten werden in ihrem Heimatort ausgezeichnet, die Gewinner der Plätze eins bis drei der Kategorie „Verantwortlich handeln“ während einer Veranstaltung in der GTZ-Zentrale. Im März startet der Wettbewerb erneut.

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