Street View: Kamera-Fahrzeug vergangenes Jahr in Geismar.
Das Widerrufsrecht sei nicht ausreichend, da viele Bürger von der Erfassung keine Kenntnis hätten. Es sei nicht zumutbar, ständig das gesamte Marktgeschehen zu beobachten und den Unternehmen einen Widerruf rechtswirksam zuzustellen, findet der Justiziar. „Das schwache und durch nichts belegte Argument der Befürworter, durch die verbesserte Zugänglichkeit der Ansichten würden die Werte der Immobilien und die Vermietbarkeit steigen, ist nichts weiter als der Versuch, mit einer windigen Idee zulasten der Bürger Kasse zu machen.“ Grundsätzlich könne jedermann vom öffentlichen Straßenraum aus Gebäude aufnehmen, die umfassende, strukturierte Erfassung durch Google begegne jedoch erheblichen rechtlichen Bedenken. Wittig fordert eine neue rechtliche Bewertung durch den Gesetzgeber.
Google kündigte unterdessen an, im März und April auch in Göttingen weitere Aufnahmen zu machen.Noch bietet Google keine Street-View-Bilder aus Deutschland an. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) kritisierte unterdessen, dass sich Bürger erst im Netz informieren müssten, ob ihr Haus fotografiert und ins Web gestellt worden sei. Google müsse jeden Widerspruch umsetzen, vorher dürfe der Dienst nicht ans Netz gehen. Die breite Öffentlichkeit müsse informiert werden, etwa durch Anzeigen in der Presse. Auch der Bundesdatenschutzbeauftragte fordert strengere Regeln für Internet-Unternehmen. Der Göttinger Landrat legte bereits Widerspruch gegen die Verwendung von Aufnahmen seines Privathauses bei Google ein.
Von Gerald Kräft
Kommentare
Goggle-Spionage privat – 12.03.10
Haha, wie unglaubwürdig die Kommunalpolitiker doch sind; sie fotografieren regelmässig per Flugzeug auch die Göttinger Gegend, um dann Geld von den Anwohnern zu holen. Ist aber alles legal so der datenschutz, denn "andere machen das ja auch". Bei Google könnte man wenigstens den eigen Zaun erhöhen, aus er Luft nicht. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden@Peter Uzgür – 11.03.10
Bin gerade bei Ihnen vorbeigegangen, unsichtbar war das Häuschen ja auch nicht gerade. Hab auch gleich mal schnell ein Foto gemacht, völlig legal, morgen wenn es wieder Hell ist Fotographiere ich mal die anderen Häuser in der Strasse. Hoffentlich rennt mir dann niemand mit nem Knüppel hinterher. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden"Nix zu verbergen" Peter – 11.03.10
"Ich habe nichts zu verbergen"? Ja, aber zu zeigen habe ich auch nichts. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenGoogle Street View Nico – 11.03.10
Ich lach mich echt kaputt! Da machen die Leute Fotos von sich und stellen diese ins Internet, sich jetzt aber aufregen.Jede Webcam zeigt Gesichter und mehr. Die Argumente die angeführt werden sind sowas von lächerlich. Auch ohne Street View gab's schon Einbrüche.
Ich würde sogar noch winken, ich hab nichts zu verbergen.
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Webcamportal Horst-Günther – 11.03.10
Haha, das mit dem Webcamportal ist gut, habs mir gerade mal angesehen. Wurden die Besitzer der Innenstadthäuser eigendlich gefragt? Oder die beiden Frauen die auf dem Wochenmarktparkplatz klar und deutlich zu erkennen sind? Bei Street Viev würden immerhin deren Gesichter unkenntlich gemacht werden. Jaja liebes GT, wie war das wenn man mit dem Zeigefinger auf jemanden zeigt? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenZulasten zapuh – 11.03.10
das sehe ich aber ganz ganz anders. Wer mit den Bildern meines Hauses und meines Grundstücks Geld machen will, der muss sich meine Genehmigung erkaufen. Und ja - mir geht es dabei ausschließlich um die Kohle - warum auch nicht ?? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenDie Ironie Philipp M – 11.03.10
Hat eigentlich schonmal jemand den Witz rechts neben diesem Artikel des GT bemerkt?Webcam Portal:
Göttingen und die Region aus der Vogelperspektive entdecken ;)
Also liebes GT, vielleicht solltet Ihr auch mal etwas pro SV bringen, oder gilt ab heute des Niveau des Extratip? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Google Street View und der Egoismus Micha-Gö – 11.03.10
heute nutzt wohl jeder gerne Google Maps oder ähnliches, um zu sehen, wie weit das Urlaubsdomizil vom Strand entfernt liegt, ob die Hauptstrasse am Hotel vorbei führt oder wie weit es zum nächsten Supermarkt oder dem öffentlichen Verkehrsnetzt ist. Schön, wenn man schon vor der Buchung sehen kann, wie es am Urlausbsort aussieht. Wenn es aber um die eigene Haustür geht, blockt jeder sofort ab. Leider wird die Welt immer egoistischer. Alles haben, aber nichts hergeben wollen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenStinkt wie Höhlenkäsä! Jean-Pierre Goulard – 10.03.10
Also, irgendwas stimmt da nicht ganz! Die Sache mit dem Datenschutz wird heutzutage wie zu sehr aufgebauscht, sicherlich auch durch die Panikmache, welche die Medien durch ihre unerträglich Propaganda verbreiten und die, die zahlreichen Deutschen, ohne weiteres schlucken! Schade, dass da der kant'sche Gedanke, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, vielen nicht mehr sagt.Früher hat sich keiner darum geschert, ob sein Auto (inklusive Kennzeichen oftmals), sein Haus oder gar er selbst unabsichtlich abgelichtet wurde um später in einem Bildband veröffentlich zu werden.
Die Lockerheit von einst wird verdrängt durch den knallharten Egoismus, der sich oft schon dadurch zeigt, dass einjede seinen Garten mittels eines unüberbrückbaren Zaunes eingrenzt. Wer wage da nur die Vermutung, was passieren würde, wenn Google nun Bilder von ganzen Straßenzügen im Netz veröffentlicht!
Aber man ist es ja gewohnt, dass man lieber das schaulustige Naturell in einem anderen sieht, als bei sich selbst! Erbärmliches Geschlecht! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Liebes Fritzchen Bilderschakal – 10.03.10
Liebes Fritzchen,du machst dir anscheinend nicht die Mühe die bereits geschriebenen Einträge zu lesen.
Stattdessen wiederholst du lieber die "Mundpropaganda" der panikmachenden Menschen.
Streetview bietet fast nichts, was es nicht schon längst gibt.
Ich glaube nur weil es bei Google Eart und Bing Maps Satelliten und keine kleinen Opel sind, die photographierten- macht es sich manch einer allzu leicht, nicht wahr? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
@Fritzchen Jürgen Zawski – 10.03.10
Bis auf die Kupferdachrinnen kann man doch schon alle im I-Net sehen sogar inclusive der optimalsten Fluchtwege. Einfach mal den schon mehrfach erwähnten Link Bing.com/maps anschauen, dort Göttingen anfliegen, eigene Strasse suchen und dann auf Vogelperspektive klicken. Und nicht übersehen, links im Bild sind drehpfeile, die auch mal nutzen, Sie werden staunen.Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
die Gefahren Fritzchen – 10.03.10
Per Streetview können Kriminelle ganz einfach- lukrative Objekte für Einbrüche vorbesichtigen, ohne sich der Gefahr auszusetzen, vor einem Einbruch als Fremder vor Ort schonmal gesehen zu werden
- schauen, auf welchen Dächern sich Solaranlagen befinden, die man möglichst ohne großen Aufwand abmontieren und stehlen kann
- nachsehen, ob an Häusern Kupfer-Regenrinnen und -Abflüsse oder -Verzierungen angebracht sind, die man als Rohstoff klauen könnte (in der letzten Boomphase wurde dies bereits wegen knapper Rohstoffe haufenweise getan).
Google ist ein kommerzielles Unternehmen, das mit Streetview zig Millionen verdienen wird. Wenn es mit meiner Hausansicht Geld verdienen möchte, soll es sich dafür auch die Genehmigung bei mir einholen. Das momentane Geschäftsgebaren halte ich jedoch für unsauber. Man stelle sich vor, dass sich jedermann kostenlos und legal Musik aus dem Netz ziehen kann und wenn ein Unternehmen dies nicht möchte, könne es ja widersprechen. Nein, es muss umgekehrt sein: Grundsätzlich ist die Verwertung privater und urheberrechtlich geschützter Daten solange verboten, solange der Rechteinhaber die Verwertung nicht erlaubt. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Google - street view Frank – 10.03.10
Ich kann den ganzen Aufstand um die Veröffentlichung der Häuserfronten auch nicht verstehen. Wer nichts zu verbergen hat, lässt sein Haus auch jetzt schon von jedem real betrachten und sogar fotographieren.Und wer etwas ausspionieren will, hat das schon immer gekonnt. Praktisch ist street-view aber aus diversen Gründen: Mein Kind ist im Austausch in Italien gewesen. Wir konnten uns im Voraus die Gegend und die Schule auf Panoramabildern anschauen - war prima. Urlaubshotels und -orte brauchen nicht mehr "blind gebucht" werden.
Also ich finde es o. k. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Es darf nicht wahr sein! Bilderschakal – 10.03.10
Also so langsam ist es aber wirklich genug. Liebes GT- bitte hört auch mal auf die Kommentare eurer Leser.Ich fasse jetzt nochmal alle Gegenargumente zusammen. Dann kann jedermann den Link zu dieser Seite nutzen um sich zu informieren, dass von Streetview keine Bedrohung ausgeht.
Liebe Göttinger und Göttingerinnen:
Schaut doch mal auf www.goecam.de
Hier findet Ihr Livewebcams (sogar eine in Echtzeit), großartige Panoramabilder auf denen sogar Gesichter und Kennzeichen von euch zu sehen sind. Ich habe sogar mein Auto entdeckt. Quasi gibt es dieses Streetview schon längst- nur noch nicht in jedem Winkel der Stadt.
Oder schaut mal auf www.gigapixel-dresden.de
Dort gibt es ein unglaublich hochauflösendes Bild- 100 mal detaillierter als es Google je einstellen würde.
Dann wäre da noch die Seite http://www.bing.com/maps/
Hier gibts sowieso mehr zu sehen als in GoogleStreetview.
Diese Rumprotestierei ist ein gewaltiger Schritt rückwärts.
Dieses beschränkte Gemeinden- und Kommunendenken passt so garnicht in eine Universitätsstadt. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Nerv Jürgen Zawski – 10.03.10
Diese Panikmache ist echt nur noch am Nerven. Da kann man ja den Eindruck gewinnen Google fotografiert die Leute während sie in der Badewanne liegen.Da wird doch nur zu sehen sein was JEDER der durch die jeweiligen Strassen geht/fährt eh sehen und Fotographieren kann. Warum also so ein Riesen tamtam ala Schermann der die Leute aufruft sich dagegen zu wehren. Wen es dennoch stört der muss sich eben eine 5 Meter hohe Mauer vor´s Haus stellen denn man kann auch ohne Street Viev hineingucken, muss man sich halt nur die Mühe machen mal vorbeizugehen/fahren.
Ich schau mich nun mal ein wenig in New York um und den Flug spare ich mir jetzt mal da ich nachher ja wieder in Göttingen sein muss, aber dank Street View kann ich mir die Stadt dennoch anschauen.
Sollte für Göttingen eigentlich auch möglich sein..finde Ich jedenfalls.. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
"Zulasten" Hans-Werner – 09.03.10
Wo bitte geht denn die Verfügbarkeit einer Außenansicht meiner angemieteten Bude zu meinen "Lasten"? Liegt die "Belastung" darin, dass mein Vermieter nicht das Geld von Google einstreichen kann, das er gerne hätte, für das aber noch kein Anspruch existiert?Man kann ja mit Fug und Recht datenschutzrechtliche Belange anbringen, aber egal wie man es dreht und wendet: die Forderung nach Geld ist schlicht und einfach nur schäbig.
Dann doch bitte die Grundsatzdiskussion um die Panorama-Freiheit und da kann nur herauskommen, ob wer was bestimmen darf, was das von Hauswänden reflektierte Licht angeht. Und kein Preis. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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