„Das ist ein tolles Lokal mit einer tollen Geschichte“, sagt Leif Nilsson. Er ist Geschäftsführer der Hamburger Firma Coffema, der 50 Prozent der neu gegründeten Firma „Neue Junkernschänke“ gehören. Die anderen 50 Prozent besitzt der Hamburger Unternehmer Ronald Crone. Geschäftsführer der Junkernschänke ist künftig Christian Hildebrand. Die Immobilie gehört weiterhin dem Göttinger Architekten Jürgen Schenk, er hat sie an die Hamburger verpachtet.
Vieles soll sich ändern, einiges bleibt. „Feine bürgerliche Küche“ soll künftig zu „vernünftigen Preisen“ serviert werden. „Das kann ein Flammkuchen sein oder ein Tafelspitz“, erklärt Hildebrand. Nilsson nennt es „einfache, schöne Gastronomie“. Er möchte sein Haus für alle Göttinger öffnen. Vereine, Hochzeiten, Jubiläen, all das gehöre in ein Traditionshaus wie die Junkernschänke. Neu ist die Weinbar im vorderen Bereich, neu ist auch, dass auch oben im Barbereich Essen serviert wird. Die Zigarren-Lounge wird künftig auch Zigarettenrauchern offen stehen.
Hildebrand, der auch als Sommelier und Restaurantchef arbeitete – unter anderem eineinhalb Jahre in Auerbachs Keller in Leipzig – hat viel vor. „Vernissagen, Musikveranstaltungen oder Weinproben“, nennt er. Auch Nilsson legt auch Wert auf guten aber „keinen steifen“ Service. Eine wechselnde Mittagskarte soll es geben, „das Essen soll nach zehn Minuten auf dem Tisch stehen“, sagt der Hamburger. Jeder, der nur einen schnellen Espresso an der Bar oder ein Glas Wein genießen möchte, sei ebenso willkommen wie derjenige, der ein Menü bestellt.
Zwölf Mitarbeiter sollen sich um die Gäste kümmern, die Hälfte davon hat bereits vorher in der Junkernschänke gearbeitet. Auch Daniel Bardosi arbeitet laut Nilsson künftig für die „Neue Junkernschänke“. Bardosi war vorher Inhaber und Geschäftsführer der Junkernschänke – bis zur Insolvenz. Das Verfahren gegen Bardosis Firma läuft noch.
Von Britta Bielefeld
Die Neuen im Haus
Die Firma Coffema ist ein Anbieter von gewerblichen Kaffeemaschinen. Die Firma mit Sitz in Hamburg hat 170 Mitarbeiter und Tochtergesellschaften in Holland, Polen und Dubai. Seit 2005 gehört das Hamburger Unternehmen Chambrair mit zur Coffema-Gruppe. Der Hersteller von Weinklimaschränken ist einer der Gläubiger Bardosis. Bislang, so die Auskunft des Unternehmens, habe man kein eigenes Gastronomie-Geschäft. Und weiter: „Wir glauben jedoch, dass wir mit der Firma „Neue Junkernschänke GmbH & Co. KG“ eine gute Möglichkeit haben, ein erfolgreiches Gastronomiekonzept zu betreiben“. Der Hamburger Unternehmer Ronald Crone ist „Bailli“, eine Art Chef, der „Chaine des Rotisseurs“, einem Zusammenschluss von engagierten Gastronomen. In der Region ist das Burghotel Hardenberg Mitglied der Vereinigung. bib
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Kommentare
Speisen lecker Schmecker – 27.10.10
Na, eine neue Speisekarte mit feinen Speisen hängt ja schon in dem Schaukasten in der Jüdenstraße...nur irgendjemand hat vergessen die Späne vom anbohren des Kastens aus dem Kasten zu entfernen! Nach außen hui und innen pfui! Es ist also - wie erwartet - alles beim Alten geblieben! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldengespannt.... Prof. Schatulle – 25.10.10
...dar man sein welche Herrschaften sich am Mittwoch dort zur Wiedereröffnung einfinden werden! Der alte Schuldner bzw. ehemalige Geschäftsführer soll ja auch dort sein. Ist doch gut, dann wissen die Leute die von Ihm noch Geld bekommen wo er anzutreffen ist! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenJS Prof.Y – 24.10.10
Wer will sich denn heute noch richtig hocharbeiten?Herr Bardosi sollte mal klein mit einer Bratwurstbude anfangen...was wohl auch früher oder noch früher scheitern würde...... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
@ Ex-Gast auchso – 23.10.10
Das sehe ich genauso wie Sie!In Göttingen die kleinen mittelständischen Handwerksbetriebe nicht bezahlen können und sogar einen Betrieb in die Pleite gejabt! Da würde mir in dem Lokal der bissen im Hals stecken bleiben! Dann bin ich doch mal gespannt wer demnächst dort guten Gewissens "einkehren" wird! Ich mit Sicherheit nicht! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Pleiteschänke Ex-Gast – 22.10.10
Oh, es klang alles soo gut im Bericht von der Redakteurin. Ich hatte mich schon sehr gefreut...für Göttingen, für die Mitarbeiter, für mich....und dann...Schreck...im letzten Absatz..."Herr Bardosi ist auch mit dabei". Ein Schlag ins Gesicht aller, die unter seiner Inkompetenz zu leiden hatten. Oder spricht es für den Mut und die Überzeugung des neuen Betreibers?? Solange nicht alle Schulden vor allem an die heimische Wirtschaft bezahlt sind, werden wir uns einen Besuch in diesem eigentlich so schönen Haus verkneifen.... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenjunkernschänke wersolldasbezahlen – 22.10.10
Arroganz-Ignorenz-völliger Realitätsverlust-alle sind blöd, nur ich nicht-mir einer grossen Klappe schaff ich sie. Bardosi, nothing else! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenAlter Wein in neuen Schläuchen oder die Luftschlösser des Herrn B. stadtbeobachter – 22.10.10
Das klingt ja interessant: "Feine Küche zu vernünftigen Preisen". Dieses Konzept des Herrn D. Bardosi ist doch gerade mit einem hohem sechsstelligen Fehlbetrag (wir sprechen hier nur von der Betreibergesellschaft) in die Insolvenz gegegangen. Es ist faszinierend zu sehen, dass Herr Bardosi es wieder geschafft hat, seine Luftschlösser zu verkaufen. Anders ist es doch nicht zu erklären, dass sich hier ein Gläugiger beteiligt, der bisher nicht als Betreiber in der Gastronomie tätig ist und Herrn Bardosi immer noch mitmischen lässt. Es ist für mich vollkommen unverständlich, wie man tatsächlich glauben kann, dass man scheinbar ohne Umstellung des Konzeptes und einem kompletten Bruch mit den alten Protagonisten einen erfolgversprechenden Neustart vollziehen kann. Die Zahlen haben doch schon gezeigt, dass der Laden bei einer Umsatzverdopplung gerade mal eine schwarze Null schreibt. Ich kann nur für die neuen Gesellschafter hoffen, dass sie durch Herrn B. nicht noch einmal Lehrgeld bezahlen müssenAn diejenigen die meine Kritik nicht verstehen und Herrn D. Bardosi für die Sanierung der Junkernschänke danken: Ich finde es gut, wenn Leute etwas wagen und mit einem gewissen Idealismus kulturell wertvolle Dinge erhalten. Dies gilt ganz besonders für historische Gebäude. Wir werden es sicher Herrn B. auch irgendwann danken, genauso wir wir es heute Dr. Jürgen Schneider danken, z.B. für die aufwendige Sanierung der Mädler-Passage in Leipzig, die der neue Geschäftsführer duch den Auerbachs Keller ja sehr gut kennt. Doch Herr Dr. Schneider hat für sein relativ ähnliches Sanierungs- und Finazierungkonzept der Immobilien, wenn auch im größeren Stil, ersteinmal seine Zeit abgesessen bevor der Dank kam.
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Viel Glück! Göttinger – 22.10.10
so... Das ist ja erfreulich, das so ein Haus nicht wieder den beiden lokalen "Platzhirschen" wie Hardenberg oder Herrn Feuerstein in die Hände fällt. Ein frischer Wind von auswertigen Investoren ist für Göttingen ein Gewinn. Jetzt kann die Junkernschänke zeigen was Sie kann, denn Sie fängt ohne den Rattenschwanz von Problemen aus der Vergangenheit an. Und schließlich, seien wir mal ehrlich, das Essen war in den letzten Monaten echt super, genau wie die Bar. Ich hoffe diese Sachen bleiben erhalten und werden von den neuen Inhabern so weitergeführt. Jeder hat eine 2. Chance verdient, auch die Junkernschänke mit Herrn Bardosi an Board. Denn neben schlechten Dingen war auch vieles sehr gut!Liebes Team der Junkernschänke,
Ich drücke Euch die Daumen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
SOSO AUWEIA – 22.10.10
Eine charakterschwäche, um es mal vorsichtig zu formulieren, von dem ehemaligen Inhaber ist es ja die Handwerker nicht bezahlen zu können bzw. zu wollen! Wie kann man denn jetzt bitte als anständiger Bürger dieses Lokal mit gutem gewissen besuchen, wo man doch weiß, das dort WIEDER jemand ist, der andere "hinters Licht" geführt hat! EIn anständiger und aufrichtiger Göttinger Bürger könnte es sich nicht erlauben in so einer lokalität gesehen zu werden - glaube ich! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenLiga? Ein anderer Gast – 22.10.10
@GastDer Vergleich mit der Liga hinkt aber schon ein wenig. Es gibt hier ja ein Lokal, das vom eigenen Anspruch her in die Champions-League möchte, aber gefühlt (will sagen: in der Realität) nun dann doch nicht über die Kreisliga hinaus kommt...
Aber vielleicht macht Herr Olaf F. diesen Fehler nun ja nicht mehr? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Junkernschänke herbstaster – 22.10.10
Eine 2.Chance hat nur verdient, bei dem vorhersehbar ist, dass sich so einiges zum Positiven wendet.D. Bardosi hat doch nur Ärger gemacht, das GT berichtete über Handwerksbetriebe, die quasi ruiniert sind. Und jetzt ist dieser Typ wieder am Start?
Wie wäre es beispielsweise mit dem Ableisten von Sozialstunden, um mal zu erfahren, was es heisst, richtig zu arbeiten.
Prognose: Ende 2011-Feierabend (halt, bis zum nächsten Versuch). Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Gastronomie in Göttingen Gast – 22.10.10
Na dann wird sich ja in den kommenden Wochen noch einiges in der Gastronommie tun, wenn jetzt nach der Junkernschänke der Bullerjahn und dann das Vapiano eröffnen werden.Ich bin da mal gespannt, wer von denen als erster die Segel streichen muss, da in Göttingen auf Dauer bestimmt kein Platz für alle drei sein wird, da sie sich ja alle im ähnlichen Marktsegment bewegen, aber nicht alle in der selben Liga spielen... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Also ales bleibt beim altem real – 21.10.10
Da wird sich nichts ändern in der Junkernschänke, solang Hr.Bardosi und Hr.Hillebrand dort das sagen haben! Neuer Name aber alte Strukturen, das kann nicht gut gehen! Schade um dieses schöne Haus...Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Neue Junckernschänke realthing – 21.10.10
Auweia. In Deckung Pleinea und Pullermann. ;-) Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenALLESNEU peterfox – 21.10.10
Na, wenn der Herr Bardosi mitarbeitet dann geht es doch bestimmt wieder gut los! Management wäre doch klasse!...Facility Management...hört sich auf jeden Fall wichtig an! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenKommentar schreiben
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