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Dank Spenden

Herz-Operation für Sulayman

Das Herz des neunjährigen Sulayman Manneh aus Gambia kann wieder ruhiger schlagen: Er wurde von den Kinderherzchirurgen des Universitätsklinikums Göttingen erfolgreich am Herzen operiert. Ermöglicht hat den komplizierten Eingriff der Drehorgelspieler Jürgen Wendland, der privat 40 000 Euro an Spenden sammelte.

Sulayman und sein Vater Buba S. Manneh: Viele Spender ermöglichten die Operation des Jungen im Uni-Klinikum.

© UMG
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Sulayman litt an einem Herzklappenfehler der linken Herzkammer. Da es sich um eine schwerwiegende Herzkrankheit handelt, konnte die Operation in seiner Heimat Gambia nicht durchgeführt werden. In Göttingen nahm Kinderherzchirurg Prof. Wolfgang Ruschewski den komplexen Eingriff erfolgreich vor. Sulayman konnte bereits vier Tage nach seiner der OP wieder auf die Normalstation verlegt werden und befindet sich weiter auf dem Weg der Genesung. Im Oktober soll er mit seinem Vater wieder in seine Heimat zurückkehren.

Vier Monate lang hat Wendland gebraucht, um das Spendengeld für die OP zu sammeln. Seit einem Afrikabesuch 1995 setzt sich der Drehorgelspieler immer wieder mit Spendenaktionen und Hilfsprojekten für afrikanische Kinder und Familien in Gambia ein. Die Organisationen „Ein Herz für Kinder“, die „Siegfried-Naumann-Stiftung“ sowie die „Meisel-Stiftung“ haben großzügige Beträge für die Herz-OP gespendet. Wendland dankte aber auch den Spendern vieler kleinerer Beträge. „Wir müssen endlich begreifen, dass es so etwas wie eine Dritte Welt nicht gibt. Wir leben alle in einer Welt, und da ist es schön, wenn man sich gegenseitig helfen kann“, so Wendland.

„Bei dem Krankheitsbild von Sulayman handelt es sich um eine sogenannte hochgradige Insuffizienz der Mitralklappe des Herzens – einer ‚Schlussunfähigkeit‘ oder auch ‚Undichtigkeit‘ der Mitralklappe des Herzens“, sagt Prof. Thomas Paul, Direktor der Abteilung III der Kinder- und Jugendmedizin. Die Mitralklappe reguliert den Blutfluss zwischen der linken Vorkammer und der linken Hauptkammer des Herzens. Bei einer Undichtigkeit zwischen diesen beiden Kammern des Herzens erhöht sich der Druck im Herzvorhof. Das kann dazu führen, dass sich das Herz, wie bei Sulayman, vergrößert. Verursacht wurde die Herzinsuffizienz durch ein rheumatisches Fieber. Die Diagnose wurde bereits im Royal Victoria Teaching Hospital in Sulaymans Heimatstadt Banjul in Gambia gestellt.
Fünf Stunden hat Ruschewski den Neunjährigen operiert und dabei die Mitralklappe mit dem Einsatz von industriell gefertigten Sehnenfäden rekonstruiert. Dazu wurde die Herzklappe mit acht solcher Sehnenfäden verkleinert. Dies hat zu einer besseren Schließfähigkeit des Muskels geführt. „Nach der Operation weist die Herzklappe von Sulayman eine fast 100-prozentige Schließfähigkeit auf. Es besteht nur noch eine leichte Durchlässigkeit, die die Abläufe des Herzens aber nicht beeinflusst. Wir haben die OP zur richtigen Zeit durchgeführt. Sulaymans Herz hat jetzt wieder eine gute Leistungsfähigkeit“, sagt Ruschewski.

Sulaymans Vater Buba S. Manneh ist allen Spendern und den behandelnden Ärzten sehr dankbar. „Durch die Krankheit meines Sohnes habe ich meinen Job verloren. Aber ich bin der glücklichste Mann der Welt. Hauptsache meinem Sohn geht es wieder gut. Wenn ich wieder in Gambia bin, suche ich mir eben einen neuen Job. Ich habe einen Führerschein. Dann kann ich Taxifahrer werden“, sagt Manneh.

Von Jörn Barke


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  • Tja Gunther G. – 07.09.10
    Es freut mich das es dem Jungen nun wieder besser geht.
    Ebenso freut es mich das die beiden nach erfolgreicher Genesung zurück nach Hause wollen um dort ihr Leben fortzusetzen.

    Würden es den beiden andere nachtun und sich nach erfolgter Nothilfe wieder dem aufbau des Heimatlandes zuwenden, könnte hier viel mehr Leuten wie denen geholfen werden.

    Stattdessen zahlen die Steuerzahler sich dumm und dämlich um Leute zu unterstützen die hier nur rumlungern und uns auslachen. Ich würde es schöner finden wenn die hälfte meiner Arbeitszeit für so etwas wie hier im Artikel beschriebenes draufgeht, werde aber nicht gefragt.

    Da wären die Gelder besser für solche wichtigen Operationen angelegt, nur wir haben sie nicht mehr, traurig das dafür Spenden gesammelt werden müssen weil die Staatskasse durch "die anderen" leergeplündert ist..
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