Die Verhandlungen um die Ansiedlung eines Ikea-Möbelhauses sind auf Eis gelegt. „Ikea wird es in Göttingen nicht so bald geben“, berichtete Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) am Montagabend, 8. März, den Teilnehmern einer sogenannten City-Runde von Pro-City, Einzelhandelsverband und Blick.
Ikea-Pläne liegen auf Eis.
Nachdem das Unternehmen ein angebotenes Grundstück an der Hermann-Kolbe-Straße abgelehnt hatte, mangele es der Stadt an einer Alternative: „Wir können keinen anderen Standort anbieten“, erklärte Meyer.
Dies bestätigte Ikea-Sprecherin Simone Settergren auf Anfrage: „Wir haben die Verhandlungen ausgesetzt.“ Dies bedeute allerdings nicht, dass das Unternehmen kein Interesse mehr am Standort Göttingen habe: „Wir sind nach wie vor an einem innenstadtnahen und gut erreichbaren, 120 000 bis 180 000 Quadratmeter großen Grundstück interessiert.“ Diese Größe sei erforderlich, um die neue Unternehmensstrategie umzusetzen – weg von der grünen Wiese und einer Einzellage, hin zum Shopping-Center-Konzept. Das Areal an der Hermann-Kolbe-Straße sei „zu schmal geschnitten gewesen“. Settergren: „Es geht um den Zuschnitt, die Quadratmeterzahl allein macht es nicht.“
kk
Kommentare
@kleiner doofer bürger nico – 14.03.10
ich werde auch nach Kassel ziehen, da hab ich mehr Spaß, so oder so! Haben Sie mal überlegt wieviele Göttinger einen Arbeitsplatz in Kassel haben? Aber das ist meine Meinung und jeder kann seine Meinung vertreten, ob's einem nun passt oder nicht. Für Sie armselig, aber das ist nicht mein Problem! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenIKEA und Göttinger Provinz hugo – 13.03.10
Das Gros der hier verfassten Kommentare ist leider der beste Beleg dafür, dass Göttingen tatsächlich ein Provinzkaff ist! Schlechter geht es kaum, Fakten sind offensichtlich vollständig bedeutungslos, lieber mal so richtig abkotzen:1. Offensichtlich weiß kaum einer, was die Flächenansprüche von IKEA bedeuten. Das sind 20-25 Fussballfelder, in dieser Größe gibt es planungsrechtlich keine in Frage kommende freie Fläche in Göttingen und schon gar nicht auf der Siekhöhe! Nur der Siekanger würde dies flächenmäßig und vom Zuschnitt hergeben, ist aber seitens der GWG für Logistikunternehmen reserviert. IKEA würde dieses Grundstück wegen der (entfernten) Lage zur Autobahn zudem wohl kaum nutzen wollen.
2. Vielleicht mal zur Erinnerung: IKEA hat seit 2006 ständig neue Anforderungen u.a. an den Standort formuliert und zudem eine extrem große Verkaufsfläche für das sog. innenstädtische Angebotssegment gefordert. Auch wenn IKEA sicherlich ein positives Image hat - es ist ein internationales Großunternehmen, was gnadenlos die eigenen Interessen durchsetzt und für eine aggressive Ansiedlungspolitik bekannt ist, durchaus auch mal gegen geltendes Planungsrecht, so dass - wie im Fall Rastatt - erst ein Gericht den Konzern gestoppt hat. Hier also der Stadtverwaltung bzw. der Göttinger Politik so einseitig Versagen vorzuwerfen, zeugt von absoluter Unkenntnis.
3. ProCity ist nicht die Stadtverwaltung! Es ist eine gnadenlose Überschätzung zu glauben, dass die Verwaltung großen Einfluss auf die Einzelhandelsentwicklung in der City hätte. Klar, sie kann durch baurechtliche Ausweisungen und das Innenstadtleitbild bestimmte Nutzungsmöglichkeiten unterstützen, wer sich wo wie ansiedelt ist in der Hand von Investoren und Immobilienbesitzern. Übrigens: Dass Innenstädte gegenüber anderen Standorten besonderes planerisches und politisches Augenmerk erhalten ist gängige Praxis in ganz Deutschland und keine Göttinger Provinzposse.
4. Die Gewerbesteuer ist eine gewinnabhängige Steuer. Investiert IKEA in Göttingen, so werden die getätigten Investionen dem erzielten Gewinn gegenübergestellt. Das bedeutet, dass die Stadt steuerlich zumindest auf längere Zeit erstmal gar nichts von IKEA hätte.
5. Arbeitsplätze sind immer ein beliebtes Totschlagargument. Wäre zumindest seriös auch danach zu fragen, wie viele Arbeitsplätze durch IKEA verloren gingen.
Ich fänd es auch gut, wenn IKEA nach Göttingen käme. Sich darüber aufzuregen, dass es nun möglicherweise anders kommt ist vollkommen legitim. Aber, wenn´s geht ohne dermaßen unsachliche und primitive (vgl. Moscheen) Kommentare. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
weg da Goe – 12.03.10
Noch mit ICE Anschluß wie oft überlegt die Bahn schon das der ICE ohne halt durch Gö fährt Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenStandortfrage Weg da – 12.03.10
Auch in der Angelegenheit IKEA zeigt sich, dass Göttingen von provinziellen Amateurpolitikern ins Abseits geschoben wird. Zur GWG kann man stehen wie man will, die bewegen wenigstens etwas. Und die von Egoismen geleiteten Innenstadtfürsten denken auch nicht über den Wall hinaus. Wenn in den kommenden Jahren die Bevölkerungszahlen immer schneller sinken werden, erledigt sich übrigens so manches "Geschäft" ganz von allein. Göttingen ist und bleibt ein Dorf - zum Glück wenigstens mit ICE-Anschluss. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenOh oh oh... Dabinichwieder – 12.03.10
Die "Entscheider" in Göttingen sitzen nach wie vor auf einem hohen Ross - nur leider merken sie nicht, dass der Gaul schon strauchelt und kaum noch voran kommt. Der pseudointellektuelle 68er-Mief weht immer noch durch die Straßen. Dass der Standort auf Arbeitsplätze außerhalb der Uni bitter angewiesen ist und die Gefahr besteht, dass aus der schönen Stadt mittelfristig ein Berlin 2.0 wird, wird ignoriert.Das böse, böse Ikea darf nicht kommen! Bauen wir lieber noch ein paar Moscheen, oder? Das scheint ja das Leitbild der Stadt- und Regionalentwicklung zu sein.
Armes Göttingen!
Ich empfehle: eine Abstimmung mit den Füßen! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
@nico kleiner doofer Bürger – 12.03.10
Weil die Innenstadt eh schon tot ist, kann man mit allen Mitteln daran arbeiten, sie noch öder zu machen?Warum ziehen Sie nicht gleich nach Kassel, wäre doch viel einfacher!
Welche Firmen sind denn konkret aus Göttingen vergrault worden? Sie scheinen über Insiderwissen zu verfügen - heraus damit!
Das Kasseler Industriegebiet wächst und wächst? Mein Informationsstand ist, dass auch Kassel massive strukturelle Probleme hat und nicht gerade Boomtown-City ist...
Mit dem Arbeitsplatzargument hat man einen Freifahrtschein für so ziemlich jeden Unsinn, oder?
Reichtum, Tierchen und Obergrüne:
Besser konnten Sie die Armseligkeit Ihrer Argumentation nicht offenlegen!
Ab 22 Uhr werden die Bürgersteige hochgeklappt? Ist mir als gebürtiger Göttinger wirklich neu.
Im übrigen war Göttingen schon immer ein Provinznest, und eine dämliche Shopping-Mall mehr ändert daran auch nichts. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Ikea Nico – 11.03.10
Es macht keinen Spaß mehr in Göttingen.Die Innenstadt ist doch schon tot. Ich spare mir mein Geld lieber und fahre dafür 1x mal im Monat nach Kassel zu Ikea und anschließend zum bummeln in die Innenstadt.
Hier will man die Busse aus der Stadt haben, wie Besucherunfreundlich ist das denn?! Wie viele Firmen hat man aus Göttingen schon vergrault. Das Kasseler Industriegebiet wächst und wächst, manches hätte auch schöne Arbeitsplätze und Steuern für Göttingen gegeben. Aber nö, wg. Reichtum,Tierchen und Obergrünen geschlossen!! Ab 22 Uhr werden die Bürgersteige hoch geklappt.
Ich sage nur Grüne Welle, Südumgehung...Göttingen ist so ein Provinznest geworden! Nehmt die Käseglocke und stülpt Sie drüber.
Die Probleme sind doch alle hausgemacht, aber den kleinen doofen Bürger fragt man ja nicht.
Wacht endlich auf! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
IKEA Andrej aus B – 11.03.10
Anstatt Möbel zu kaufen, solltest Du mal Dein Geld mal in Fortbildung stecken und richtiges Deutsch lernen, Du Flitzpiepe. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenWir wollen IKEA !!! Warum werden nicht mal die kleinen gefragt?? +++ – 10.03.10
Innenstadt schützen?? Also ich finde die Innenstadt eh nicht schön, noch dazu anstrengend... Für mich muss einkaufen eher praktisch sein- also dann eher Kaufpark! Und da ich Ikea mag, fahre ich gerne auch mal weit, bis ich da bin :-)Dumm an der Sache ist nur, das Ikea recht günstig ist, und wenn die lieben "da oben" auch mal an die kleinverdiener und wenig Geld bezieher denken würden, die nicht das nötige GROßgeld haben mal eben schnell ein neues Bett oder ähnliches kaufen zu können, würde es schon längst ikea in GÖ geben!!!
Arbeitsplätze, mehr Tourismus und und und...Ikea ist doch kein Standart Möbelhaus, kann man ja wohl auch nicht mit den anderen Möbelhäusern in Göttingen vergleichen!! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Wer IKEA will, fährt zu IKEA Göttinger82 – 10.03.10
Wer IKEA will, fährt hin. Das wissen die direkt Betroffenen auch: die Möbelanbieter in Göttingen sehen das pragmatisch und haben sich vorbildlich verhalten. Anders ProCity, die Lobbyisten und Bremser: kein ECE, kein IKEA, kein Altstadtfest. ProCity hat nur eigene Interessen im Blick, aber nicht das Wohl der gesamten Stadt. Man muss jetzt alles tun, um ein geeignetes Grundstück zu finden. Göttingen hat besonders bei jungen Menschen kein gutes Shopping-Image - mit der Verhinderung von IKEA hier vor Ort werden noch mehr Ausflüge nach Kassel und Hannover gemacht und Kaufkraft am Standort geht verloren. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenIKEA Hella – 10.03.10
Ich frage mich, warum sich die "Hohen Herren" aus Duderstadt noch nicht bei IKEA gemeldet haben? Es gibt im Gewerbegebiet doch super viel Platz. Oder ist das alles reserviert für den größten Arbeitgeber der Gemeinde? Für das Umland wäre das doch sicher eine Bereicherung, besonders wenn die Anbindung zur Autobahn entsteht. Oder braucht Duderstadt keinerlei Gewerbe mehr, reicht das Einkaufszentrum? In der Innenstadt wird sicherlich kein Möbelhaus mit diesem Angebot bestehen. Und wenn man sich mal, in Kassel bei IKEA umschaut, trifft man viele Eichsfelder. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenIkea kommt nicht radfahrer – 10.03.10
na klasse! göttingen hat es endlich geschafft ikea zu vergraulen. immer nur parkplätze schaffen, die innenstadthändler bei laune halten und den busverkehr einschränken. die stadtoberen sollten aus der stadt gejagt werden. oder besser: die stadt in schilda umtaufen !! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenkein IKEA leser – 10.03.10
... super !goettingen hat es mal wieder geschafft sich ins abseits zu schießen !!
toll, weiter so ! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Ikea in Göttingen Entäuschter Bürger – 10.03.10
Na bitte, Göttingen hat es wieder geschafft. Ikea will jetzt doch nicht so bald kommen. Warum wohl ?? Die suchen jetzt ein anderes Grundstück mit guter Verkehrsanbindung und Infrastruktur.Es wird schon hinter vorgehaltener Hand über einen möglichen Standort in Heiligenstadt gesprochen. Dort ist die A38 direkt am Gewerbegebiet. Und wer bis jetzt nach Kassel zu Ikea gefahren ist, würde in Zukunft auch nach Heiligenstadt fahren. Also ein großes Lob auf die Göttinger Stadtväter !!! Keine Gewerbesteuer, keine Einnahmen aus dem Grundstücksverkauf und keine 400 Arbeitsplätze. Der Stadthaushalt muß ja echt gut aussehen, wenn man sich sowas durch die Lappen gehen lässt. Ich kann es nicht fassen !!! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Ikea Goe – 10.03.10
Ja wenn die in der city eine Party feiern, bitte aber ohne lärm und das die Leute auch ja nicht mit dem Bus in die Stadt wollen. Wenn sich dann noch jemand überlegt nach Göttingen zu kommen werden Straßen gespert oder erst garnicht gebaut.Aber das Fahrrad geht über alles klar das man IKEA dann nicht will weil den Schrank auf dem Fahrrad transportieren ist schwer. Also heist es weiter nach Kassel fahren.
Göttingen wach endlich wieder auf aus dem Dornröschenschlaf!!!!Mach was aus dir. Nur auf Radfahrer und Universität mit Studenten bauen ist der falsche Weg. Weil das bröckelt irgendwann auch weg wenn die restliche Struktur fehlt.
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IKEA kommt nicht nach Göttingen CB – 10.03.10
Ich finde diesen Kommentar mehr als zutreffend. Ein große Mehrheit in Göttingen dürfte wohl so denken. Die extrem konservative Haltung der Stadtverwaltung zur innovativen Geschäftsentwicklung des Einzelhandels, lässt auch in Zukunft keine andere Verhaltensweise erkennen. Traurig, ganz traurig! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenIkea Ansiedlung emmyliebling – 10.03.10
Da hat es die Stadtverwaltung mal wieder geschafft und die Fialisten der Einzelhandelskonzere in der City werden wohl eine Party feiern: Ikea kommt nicht. Da soll bei den vielen freien Flächen ( Siekhöhe, Elliehäuser Weg ) kein passendes Grundstück für Ikea vorhanden sein ? Würde die Uni ein derartiges Grundstück benötigen, würde die Stadt alle Hebel in Bewegung setzen, um ein solches zur Verfügung zu stellen. Gewerbesteuer, Arbeitsplätze ? Nein, wir müssen die City schützen und die Bewohner müssen dort einkaufen, weil dies immer so gewesen ist, meint die Verwaltung und OB Meyer will die Parkgebühren erhöhen. Anstatt den Standortvorteil mitten in Deutschland massiv auszubauen, wird mal wieder wie gehabt in provinzieller Weise eine weitere Chance zur Stadtentwicklung verspielt. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenInnenstadtnahes IKEA Kalle – 09.03.10
Innenstadtnahes IKEA? Dann bekommen wir ja doch eine Shopping Mall die wir auf dem alten Stadtbadareal nicht haben wollten! Dieses sollte man sich von Seiten der Stadt gut überlegen... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenKommentar schreiben
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