Ständig aktualisierte Nachrichten im Liveticker, via Twitter und auf Facebook wurden so häufig geklickt und kommentiert, dass der Server zeitweise überlastet war. Die Zahl der Tageblatt-Twitter-Follower verdoppelte sich an einem Abend, die Facebook-Einträge über den tödlichen Ausgang der Aktion kommentierten viele Göttinger, die ihre Anteilnahme im Netz niederschrieben.
Auf der Homepage der Stadt Göttingen ging am späten Dienstagabend gar nichts mehr – Server down. In den Spätnachrichten wird das Göttinger Bomben-Unglück zum Hauptthema, gesendet noch vor den Beiträgen über die Nachfolge des Bundespräsidenten.
Das Tageblatt-Team, das bis zum Andruck der Zeitung gegen 0.30 Uhr und noch eine Stunde darüber hinaus im Netz so viele aktuelle Informationen wie möglich für die Leser zusammengetragen hat, wurde am frühen Morgen dann selbst Gegenstand des plötzlichen Medieninteresses. Ab 7.30 Uhr klingelten die Mobiltelefone: Interviewanfragen von Fernsehsendern, die abends nicht vor Ort waren, Textanfragen von überregionalen Medien. Kamerateams und Journalisten überall: Der Sitzungssaal 126 im Neuen Rathaus brach aus allen Nähten. Alle wollten die Pressekonferenz am Mittwochmorgen, 2. Juni, besuchen.
Die Göttinger aber trauern vor allem weiter um die drei Opfer. Viele möchten dem Ausdruck verleihen. Deshalb hat das Tageblatt erstmals ein Kondolenzbuch im Internet zur Verfügung gestellt.
bib
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Kommentare
Rechtschreibfehler?? Rheinlaender – 03.06.10
Sehr geehrter Buerger IIich finde Ihr Statement zimlich daneben. Hier sind Personen zu Schaden gekommen und sie mokieren sich ueber Rechtschreibfehler in einer Tageszeitung. Sie sollten sich das Schreiben in Zukunft sparen.
Rechtschreibfehler sind heute, durch "moderne Schreibprogramme" auch nicht voellig auszuschliessen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Welcome to the provinz Bürger II – 03.06.10
Da muss ich meinem Vorposter recht geben, sonst ist in Göttingen echt nix los. Jetzt kann das Tageblatt wieder mal wichtig tun. Hoffentlich achtet es die nächsten Tage verstärkt auf peinliche Rechtschreibfehler, welche man sonst wie Sand am Meer im GT findet ! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenwelcome to the Provinz Bürger – 03.06.10
Natürlich interessieren sich die Menschen für den Vorfall, hier ist ja auch sonst nichts los. Die Bombe hat Göttingen zum ersten mal seit dem Skandal im Tropeninstitut auf die Tielseite von Spiegel online befördert. Dennoch haben die Leute alle auf die HP des Göttinger Tageblattes geklickt, weil sie instinktiv dachten, dass auf gängigen Medienplattformen ohnehin nicht berichtet wird, es geht ja schließlich um Göttingen.Interessant wie diese Tatsachen jetzt benutzt werden um sich noch einen Artikel aus den Fingern zu saugen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Konto Stephan – 03.06.10
Wenn nun endlich mal Bewegung auf der Seite vom Tageblatt ist, könnten sie ja mal was sinnvolles tun! Wie zum Beispiel ein Spendenkonto für die Angehörigen einrichten. Viel Geld verdienen diese Menschen, dafür das sie unser Leben retten, nämlich nicht. Ich wäre mit € 100,00 dabei! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenKommentar schreiben
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