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Zoff im Gerichtssaal

Kommentar: Journalismus missbraucht

Eigenwerbung eines Internet-Radios: Mit dieser Montage wird die Sendung über den Prozess illustriert.

Eigenwerbung eines Internet-Radios: Mit dieser Montage wird die Sendung über den Prozess illustriert.

© Screenshot

Sollen sie sich doch selbst verwalten. Krude Theorien gibt es viele. Wenn sie aber unsere Autobahnen benutzen oder sich in unseren Gerichten verantworten, dann gelten unsere Regeln. Die, die sich das deutsche Volk souverän gegeben hat. Wer etwas anderes behauptet, ist ewig gestrig oder er macht sich lächerlich.

Man könnte also amüsiert sein über so viel Unfug, würde neben der Justiz nicht auch noch der Journalismus missbraucht. Denn Möchtegern-Radiosender im Internet wie der, der unjournalistisch und unreflektiert die aberwitzige Darstellung der beiden Selbstverwalter und ihres illegalen Mitschnitts verbreiten, sind eine Schande des Journalismus. Unter dem Schutz der Pressefreiheit schädigen sie den Ruf von Justiz und Medien gleichermaßen. Nur gut, dass derartige Sendungen auch noch so dilettantisch gemacht sind, dass ohnehin kein vernünftiger Mensch freiwillig zuhören mag.

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