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Räuberische Einwanderer

Jäger fangen freche Waschbären mit Pralinen

Sie sind possierlich anzuschauen, haben einen kuscheligen Pelz und sind als ursprünglich nordamerikanische Einwanderer in Deutschland ein echtes Erfolgsmodell: Die Waschbären haben den Landkreis Göttingen und jetzt auch das Eichsfeld erobert.

Gefährdet das ökologische Gleichgewicht im Landkreis: der aus Nordamerika importierte Waschbär.

© Heller
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Sie sind überall: „Im Landkreis Göttingen gibt es keine weißen Flecken mehr“, sagt Kreisjägermeister Ernst-Friedrich Wille.

Die Waschbärenpopulation bereitet Naturschützern und Jägern gleichermaßen Sorgen. „Das ökologische Gleichgewicht“, so stellt Wille fest, „ist durch den Waschbär bereits massiv gestört – obwohl wir ihn intensiv bejagen“. Als Allesfresser macht der nachtaktive Waschbär gerne Jagd auf geschützte Amphibien wie Kröten und Frösche, aber auch Gelege von Vögeln raubt der geschickte Kletterer aus. „Ich habe schon beobachtet, wie die Waschbären tausende von Kröten an einem Teich in der Gemeinde Gleichen gefressen haben“, berichtet Wille. Die Amphibien waren kurz zuvor noch von Naturschützern vor dem Tod auf der Straße gerettet worden.

Seit 15 Jahren werden es von Jahr zu Jahr mehr Waschbären im Landkreis Göttingen. Nahrung finden sie vor allem in Siedlungen. Dort machen sie sich nicht nur über Mülltonnen her: „Komplette Isolierungsbeschichtungen auf Dachböden oder an Hauswänden werden angefressen“, berichtet Norbert Schulz, Leiter der unteren Jagdbehörde. Dieser, so Wille, „Invasion“ versuchen die Jäger Einhalt zu gebieten. Im vergangenen Jahr brachten sie 1350 im Landkreis zur Strecke. „In diesem Jahr werden es vermutlich wieder ein paar mehr“, so der Kreisjägermeister. Denn: „Die Tiere haben bei uns keine natürlichen Feinde“.
Um die Population der Allesfresser in den Griff zu bekommen, hat sich nun auch die Jägerschaft Duderstadt entschlossen, die gewitzten Kleinbären intensiv zu bejagen. „Das ist allerdings nicht leicht“, weiß Ulrich Cieslak von der Jägerschaft Duderstadt. Die besten Ergebnisse bringe immer noch das Fangen in Lebendfallen. Tappen die Bären in die Falle, werden sie anschließend von den Jägern meist waidgerecht erlegt. Allerdings: Einfach eine Falle aufstellen, das ist verboten. Für diese Art der Jagd ist ein Fallenschein nötig. Auch Nichtjäger können einen Kurs, beispielsweise bei der Jägerschaft Göttingen, belegen und den Schein erwerben. Und wie lockt man einen Waschbären, der ja überall Nahrung im Überfluss findet, in die Falle? „Neben einem Erdbeerfeld kann man die Tiere nicht mit Erdbeeren anlocken“, so Wille.Da muss schon etwas Besonderes her: Als Köder haben sich Leckereien wie Schokolade oder Pralinen bewährt.

bib/sr


  • Zensur Redaktion – 30.07.10
    Es gibt diesen Artikel in ähnlicher Form zweimal, unter der Rubrik Duderstadt mit dem Schwerpunkt Eichsfeld und einmal in der Rubrik Göttingen mit dem Schwerpunkt Göttingen. Die Kommentare sind also nicht gelöscht sondern stehen lediglich unter dem Artikel auf der Duderstadtseite. Hier nochmal der Link zu dem anderen Artikel: http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Duderstadt/Uebersicht/Jaeger-fangen-freche-Waschbaeren-mit-Pralinen Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Zensur durch GT? pepeshrek – 30.07.10
    Gestern gabs diesselbe Seite mit anderen Kommentaren.....
    WO IST DIE ??

    Betreibt das GT Selbstzensur ???
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Verstandesfreund Jan van Gent, Göttingen – 30.07.10
    Wer hier über "fremde" Arten, die hier nicht her gehören, schwadroniert, sollte sich überlegen, ob "die Natur" überhaupt eine Vorstellung von "fremd" und "heimisch" haben kann oder ob interessierte Lobbyisten ihr dieses Kriterium nicht einfach antragen. Gleiches gilt für das mysteriöse "ökologische Gleichgewicht", das weder feststellbar noch eine irgendwie belastbare wissenschaftliche Kategorie ist, sondern in jedem Fall als Totschlagargument grünberockter Schmalspurökologen zur Bekräftigung ihrer gesellschaftlichen Bedeutung herhalten muss. Das herzustellende Gleichgewicht befindet sich interessanterweise letztlich immer genau in den Bestandsgrößen wieder, die die Waidmänner für ihre Zwecke als praktisch erachten.
    Nachhaltige durch den Waschbär verursachte Bestandsrückgänge irgendwelcher Tier- und Pflanzenarten sind zumindest regional ohne jeden Beweis - sieht man mal vom Kormoran ab, der sich wohl aufgrund des Waschbärs nicht mehr erfolreich reproduziert. Aber auch der ist ja der Jägerlegende nach nicht heimisch, zerstört das ökologische Gleichgewicht und auch auch sonst ein übler Wicht...
    Übrigens: Darf man vom engagierten Lokaljournalismus erwarten, dass er erkennt, wenn er zum Spielball einer Interessensgruppe gemacht wird und mit einer angemessenen und kritischen Beurteilung der Inhalte, die ihm untergejubelt werden, reagiert? Etliche der dargestellten Inhalte (z.B. zu den natürlichen Feinden) hätten sich durch eine einfache Internetrecherche leicht überprüfen und verwerfen lassen. Aber nicht in jedem steckt ein Mikael Bloomkvist.
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Waschbären Vogelfreund – 30.07.10
    Traurig, dass auch noch vom NABU-Göttingen verwaiste Waschbären aufgezogen und in die Natur ausgesetzt werden. Das berichtete der NABU im vergangenen Jahr stolz im GT. Auswildern fremdländischer Tierarten ist in Deutschland verboten und das sollten "Tierschützer" wissen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • wasch mich aber mach mich nicht naß Versuchstier des Jahres 2010 – 29.07.10
    und wer kriegt das waschbärenfleisch ?
    schmeckt das ?
    ich hab noch nie so einen
    pelzigen kröterfresser (hihi)
    gesehen.
    sollten uns pralinenliebhaber
    nicht näher sein, als schleimige
    amphibien oder lärmende vögel
    ohne stil ?
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • och nee – 29.07.10
    abschießen sag ich! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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