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Mathematik-Olympiade

„Jede knifflige Aufgabe eine Herausforderung“


Sie haben Spaß an Formen, Formeln und Zahlenspielen, und sie sind die besten Jung-Mathematiker im Land. 191 Schüler aus den Klassen fünf bis 13 an 110 niedersächsischen Gymnasien haben am Freitag und Sonnabend in Göttingen bei der 49. Mathematik-Olympiade um die Wette gerechnet. Die zwölf besten ab Jahrgangsstufe acht vertreten Niedersachsen im Mai in der Bundesrunde.

Knifflige Aufgaben zur Entspannung: Teilnehmer der Mathe-Olympiade und Spieleerfinder beim Pausenprogramm.

© Heller

Logisches Denken, Kombinationsfähigkeit und einen kreativer Umgang mit mathematischen Methoden müssen die Teilnehmer in den Klausuren einsetzen, wenn sie viele Punkte erreichen wollen. Anna Prepeneit aus Buchholz fand die Aufgaben „eigentlich einfach“. Im Geometrie-Teil „musste man aber erst einmal den richtigen Ansatz finden“. An Mathe fasziniert sie, „dass man aus wenigen Infos so viel machen kann“. Ihre Begeisterung hat sich gelohnt: Die 14-Jährige erreichte Platz eins in Klassenstufe acht. Die elfjährige Karin Jackwerth aus Achim teilt die Begeisterung, schließlich „spielt Mathe überall im Alltag eine Rolle“.

Das sehen immer mehr Mädchen so. Sie machen ein Drittel unter den Olympia-Teilnehmern aus, sagt Alexander Malinowski. Der dreimaliger Landessieger aus Hessen gehört jetzt als Student zum Organisationsteam des Landeswettbewerbes am Mathematischen Institut der Uni Göttingen. Das bietet neben den Tests auch ein Rahmenprogramm mit kniffligen Spielen und einem Vortrag. Da erfahren die Gäste von Prof. Max Wardetzky zum Beispiel, wie oft man ein Din-A-4-Blatt falten muss, bis seine Dicke zum Mond reicht: 42 Mal.

Solche Rechenbeispiele locken auch Maximilan Schier und Alexandros Gilch aus Hannover immer wieder zur Olympiade. Die 14-Jährigen haben schon Vizeplätze erreicht. Sie sind Freunde, haben aber unterschiedliche Lieblingsaufgaben: Maximilian befasst sich gern mit Zahlentheorie, Alexandros steht auf Geometrie – „da kann man sich an klare Formeln halten“. Zum sechsten Mal dabei ist der 17-jährige Steven Schuppmann (Jahrgang 11) aus Hildesheim. Warum mag er Mathematik: „Jede knifflige Aufgabe ist eine Herausforderung, und man fühlt sich gut, wenn eine Lösung passt.“

Platzierungen der Heimspieler 

Südniedersachsen kann in diesem Jahr keinen 1. Preis verbuchen. Einen 2. Platz erreichte Leonidas Ihlemann vom Göttinger Theodor-Heuss-Gymnasium (Klasse 9). Einen 3. Preis erlangten aus Göttingen Hannah Marie Schlüter (Kl. 5) und Katharina Schick (Kl. 6 / Beide Felix-Klein-Gymnasium), Cord Georg Lampe (Kl. 6), Björn Müller (Kl. 7) und Hendrik Müller (Kl. 7 / alle drei Max-Planck-Gymnasium). Hanna Brudermann (Kl. 8 / FKG) bekam einen Anerkennungspreis. 3. Preise bekamen Felix Dönges (Kl. 6), Denis Drung (Kl. 9) und Philipp Dönges (Kl. 11) vom Gymnasium Corvinianum in Northeim.

Von Ulrich Schubert

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