In den ersten Tagen nach Bekanntwerden des Betrugsskandals sei es „uns allen unmöglich“ gewesen, zu begreifen, dass das JT „plötzlich existenziell bedroht sein sollte“. „Eine Situation, die uns schockiert, aber nicht lähmt.“
Denn: „Wir werden nicht zulassen, dass eine einzelne Person das Junge Theater der Stadt Göttingen wegnehmen kann und dass all unsere Arbeit der letzten Jahre zunichte gemacht wird.“ Man wolle „für die künstlerische Kontinuität unseres Hauses kämpfen und als gewachsenes Team unsere Arbeit fortsetzen“. Das JT sei „für uns mehr ein Ort, an dem wir arbeiten“. Es sei ein Ort für Begegnungen, Fragen und Visionen. „Diesen Reichtum wollen wir erhalten.“
Daher sei es ihnen wichtig, festzustellen, „dass unser Intendant Andreas Döring die entscheidende prägende Figur dieses Theaters und seiner Erfolgsgeschichte ist“, sagten die Mitarbeiter. „An seiner Integrität und fachlichen Kompetenz gibt es für uns nicht den geringsten Zweifel.“ Dennoch müsse es strukturelle Korrekturen geben, indem Geschäftsführung und Intendanz in Zukunft getrennt werden.
Mit den Insolvenzverfahren des Jungen Theaters und des Apex befasst sich der Kulturausschuss des Rates der Stadt Göttingen am Donnerstag, 12. August. Das Gremium tagt um 17 Uhr im Neuen Rathaus.
afu
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Kommentare
Warum nicht Prüfung abwarten? eine Nachfrage wert – 12.08.10
Bevor lokapolitisch über weitere Fördergelder für das Junge Theater entschieden wird, sollten die Verantwortlichkeiten geklärt sein. Das ist der legitime Anspruch der durchaus kulturförderungswilligen Steuerzahler. Oder nicht? Belehrt mich eines Besseren. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenJT Tkenner – 10.08.10
Wenn das JT in den letzten Jahren offensichtlich gut gewirtschaftet hat, dann sollte man es jetzt nicht einfach so schließen. Eine Kuh die gute Milch gibt verkauft man ja auch nicht! Da es ja so gut läuft, können sich doch ein paar Angestellte zusammentun und die Hütte kaufen - läuft ja anscheinend, also was habt Ihr zu verlieren! Nach so einem Vorfall sollte klar sein das irgendjemand in den Knast muß sowie eine sofortige Entlassung der Geschäftsleitung und des Aufsichtsrats. Wenn so eine Summe Geld verschwindet und keiner merkt es dann haben Geschäftsleitung und Aufsichtsrat komplett versagt! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenjt-keller IM Johann – 10.08.10
dicht machen! Der Laden ist eh nur für Linke gemacht. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenAn die Politik Theatermacher – 10.08.10
Bitte das JT schliessen. Alles andere grenzt an eine bodenlose Dummheit!Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
JT Gu – 09.08.10
Als Intendant hat sich Andreas Döring keinerlei Vorwürfe zu machen - seine Arbeit ist ausgezeichnet, das belegen wohl auch die stark gestiegenen Zuschauerzahlen.Vermutlich war es aber ein Fehler aus Geldmangel die Intendanz sowie die Geschäftsführung in einer Person zu vereinigen.
Diese Insolvenz hat nichts mit dürftiger künstlerischer Arbeit und damit zurückgehenden Einnahmen zu tun, sie beruht auf kriminellen Machenschaften einer Person, die sehr wohl weder Geschäftsführung noch dem Aufsichtsrat auffielen.
Ohne das JT wird eine wichtige kulturelle Einrichtung mehr in Göttingen fehlen und ohne Andreas Döring wird das JT wohl kaum seinen Erfolgskurs fortsetzen können.
Ich halte eine weitere Unterstützung durch die Stadt für absolut angezeigt, das Geld ist gut investiert.
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Also sind sich alle einige... Kat – 09.08.10
Eine war schuld und diese Person will das Theater zerstören, in dem alle anderen wunderbar arbeiten. Vor allem dem Intendanten Döring hier die Stange zu halten spricht für Blindheit und ich hoffe, dass der Rat der Stadt eine andere Form findet, Kreativität zu fördern. Einen dritten Versuch halte ich für eine Dummheit und bei der Lage der Kultureinrichtungen in der Stadt auch nicht für finanzierbar.Aufwachen und das kleine Theater dem DT angliedern ist hier wohl angesagt. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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