Bereits Ende vergangener Woche ist der Insolvenzantrag am Amtsgericht Göttingen gestellt worden. Allerdings nicht von der Betreibergesellschaft selbst, sondern von anderer Seite. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde am Montag der Göttinger Rechtsanwalt Jens Köke bestellt. Dies sei, so dessen Kanzlei-Kollege Burghard Wegener, eine Sicherungsmaßnahme des Amtsgerichts, mit der die Ansprüche der Gläubiger gesichert werden sollen. Zum Antrag selbst könne er sich nicht äußern.
Wegener: „Die Akten liegen uns noch nicht vor.“ Der Gerichtsbeschluss sei den Anwälten ebenfalls am Montag zugegangen. Nun soll schnell reagiert werden: „Das muss eigentlich noch in dieser Woche geschehen.“
Allerdings: Auch Insolvenzverwalter Köke hat bislang noch keinen Kontakt mit dem Geschäftsführer der Junkernschänken-Gesellschaft, Daniel Bardosi. Ziel sei es, im Laufe der Woche einen Termin mit Bardosi zu vereinbaren, um Einblicke in die Geschäftsunterlagen zu bekommen.
Wer den Insolvenzantrag gestellt habe, wollte man bei Gericht nicht mitteilen. Gerichtssprecher Stefan Scherrer: „Mit Rücksicht auf die Beteiligten gibt das Gericht in dem Verfahren keine Auskünfte.“
Das Göttinger Traditionslokal ist seit vergangenem Mittwoch geschlossen. Das Unternehmen war laut dem Gutachten einer Unternehmensberatung in massiven finanziellen Schwierigkeiten. Zu den Gläubigern gehören unter anderem etliche Handwerker.
luk/bib
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